Samstag, 27. Februar 2010

Aktivitäten während des Monats März im Pfarrverband Reuland

Die Zeit flieht - oder besser: entschwindet wie im Flug. Zwei Monate vom gerade erst begonnenen Jahr sind schon vorbei. Nach den eher ruhigen Monaten Januar und Februar, die vor allem vom starken Wintereinbruch und vom Schneeschaufeln geprägt waren kommt nun wieder mit dem allmählich anbrechenden Frühling wieder mehr Bewegung auch ins Pfarrleben.

Auf einige wichtige Termine möchte ich aufmerksam machen:

Die Erstkommunionkinder versammeln sich jeden Mittwoch um 14,30 Uhr zum Unterricht in der Kirche zu Reuland.

Am 6. März kommen die Lektoren der Pfarren Reuland, Steffeshausen und Ouren zu einem ganztägigen Weiterbildungsseminar zusammen. Rainer Rudloff, Schauspieler, Atem-, Sprech- und Stimmlehrer, versucht uns an diesem Samstag die Grundlagen für ausdrucksstarkes und zugewandtes Vorlesen zu vermitteln. Dreizehn Lektoren und Lektorinnen werden erleben, was es heißt, der Sprache Gestalt zu geben. Sie werden erfahren, wie man mit Hilfe von Atmung, Tempo, Pausen und anderen stimmlichen Mitteln einen Text zum Leben erweckt.

Die Landfrauengruppen laden ein zum Weltgebetstag der Frauen, am Sonntag, 7. März nach der 9-Uhr-Messe in Steffeshausen.

In der Fastenzeit findet an drei aufeinander folgenden Freitagen in Bracht ein Lobgottesdienst mit Fastenpredigt statt. Dieses Angebot richtet sich an alle Christen des Pfarrverbands Reuland. Wir, die Priester möchten die Gläubigen einladen, bewusst einen Schritt in der Fastenzeit zu gehen. Nicht nur gerade das äußerst notwendige zu tun, sondern sich eine Stunde Zeit für den Glauben zu nehmen. Wir werden in diesen Gottesdiensten, die am 05.: am 12. und am 19. März jeweils um 19,30 Uhr stattfinden, auch ein wenig neue Wege gehen, indem wir den Psalmengesang neu aufleben lassen. Der Psalmengesang, hat eine sehr alte Tradition in der Kirche. In unserem Gebetbuch haben wir viele Psalmen und es ist schade, dass wir sie weder beten noch singen. Da wollen wir etwas dagegen tun und dann gehört in diese Gottesdienste selbstverständlich eine gute Fastenpredigt. Herzliche Einladung also jetzt schon zu diesen Gottesdiensten.

Die Kontakt-
gruppe
des Pfarrverbands versammelt sich am 10. März um 20,00 Uhr im Rektorat in Bracht.

Das
Vorbereitung-
steam für das Fest „Im Dienste
der Königin“
trifft sich am 17. März um 20,00 Uhr im Saal ‚An der Brücke‘ in Lascheid.

Im Monat März feiert die Kirche einen ihrer beliebtesten Heiligen: Josef, Ehemann der Mutter Gottes Maria und Pflegevater Jesu. Dieser sympathische Heilige ist der Patron vieler Kirchen und darüber hinaus, der Patron der Gesamtkirche und nicht zuletzt Patron der Arbeiter.

Der hl. Josef ein überaus menschlicher Heiliger. Josef war Zimmermann, berichtet uns die hl. Schrift. Die Arbeit des Zimmermanns, das war das Milieu, in dem die Heilige Familie lebte. Josef von Nazareth war es, der dem Sohn Gottes das Handwerk beibrachte. Ihm ist es zu verdanken, dass Christus selbst auch der Welt der Arbeit angehörte und vor Gottes Augen Zeugnis gab von ihrer Würde. Durch den hl. Josef wurde die Tugend des Fleißes erneuert und das Alltagsleben geheiligt.

Wir empfehlen dem hl. Josef unsere Familien dass sie in guten und in bösen Tagen stark sein, tief miteinander verbunden, vergebungsbereit und froh.

Die Firmlinge der Pfarren Reuland, Steffeshausen und Ouren
organisieren ein Spagetti-Essen zu Gunsten der Erdbebenopfer von Haiti, am Sonntag, den 14. März, nach dem Hochamt, im Saal „An der Brücke“.

Sie sammeln für die Organisation von Angelika Hoffmann aus Born: “Gib einem Kind deine Hand“

• Zum Frühschoppen wird der Mädchenchor “Contento“ uns unterhalten.

• Im Nachmittag erwarten wir Angelika Hoffmann. Das Geld, welches anlässlich der Kirchenkollekte vom 06/07 Februar gespendet wurde, wird an diesem Nachmittag an sie überreicht. Sie wird anschließend persönlich über ihr Hilfsprojekt berichten.

• Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen.

Ein gemütlicher und unterhaltsamer Nachmittag ist angesagt.
HERZLICH WiLLKOMMEN sagen die Firmlinge der Pfarren Reuland, Steffeshausen und Ouren, die Katecheten, Eltern und die Priester.

Damit die Firmlinge wissen, für wieviele Personen sie Essen bestellen müssen, bitten sie um Anmeldung. Für Infos klicke bitte auf das Bild (links, oben)


In der Fastenzeit steht das Kreuz unseres Herrn besonders im Mittelpunkt. So gehen wir in diesem Monat zweimal betend den Kreuzweg von Reuland nach Weweler:



• Am Sonntag, 21. März um 14,30 Uhr gehen die Firmlinge mit ihren Katecheten den Kreuzweg. Eingeladen sind ebenfalls ihre Eltern, Paten und alle Pfarrangehörigen.

• Am Montag, 29. März, um 19,30 Uhr sind dann die Angehörigen der Pfarren Ouren, Steffeshausen und Reuland eingeladen betend den Leidensweg Jesu nachzugehen.



Eucharistische Anbetung:
Am 14. März in Steffeshausen und Bracht und am 28. März in Reuland.

Weil Jesus Christus in seiner Liebe zu uns in der Hostie unter den Menschen gegenwärtig bleiben wollte, beten wir IHN auch außerhalb der heiligen Messe an. Als Katholiken glauben wir, dass Jesus Christus in der Hostie mit Fleisch und Blut wirklich und wahrhaft gegenwärtig ist. Dazu hat die sakrale Kunst die Monstranz geschaffen. Darin wird die heilige Hostie den Gläubigen zur Anbetung und Verehrung gezeigt.

Bei der Anbetung dürfen wir vor Jesus da sein, mit allem, was uns bewegt, besorgt und erfreut. Im Schweigen und im Hören preisen wir Jesus Christus und beten IHN als unseren Gott an, der in der heiligen Hostie wahrhaft gegenwärtig ist.

Am 20. März brechen die Firmlinge morgens um 9,00 Uhr zu einer Begegnung mit der Mutter Gottes in Banneux auf.

Vom 15. Januar bis 2. März 1933 erscheint die Gottesmutter achtmal Mariette BECO und stellt sich vor als Jungfrau der Armen. Jedes Jahr kommen hunderte von tausenden von Pilgern alleine oder in Gruppen, um der Gottesmutter ihre Armut, ihre Schmerzen, ihre Leiden oder ihre Suchen anzuvertrauen.

Heute noch führt die Jungfrau der Armen, wie Mariette, die Pilger von Banneux auf den Weg zur Quelle und zum Leben und lädt Sie dazu ein, "die Hände in das Wasser zu tauchen", um in Jesus das echte Leben zu finden.

In der Nacht vom 27. zum 28. März beginnt die Sommerzeit. Um 2:00 Uhr wird die Uhr auf 3:00 Uhr gestellt. Die Nacht ist also eine Stunde kürzer. Diese Stunde bekommen wir am 31. Oktober zurück, wenn die Uhren von 3:00 auf 2:00 Uhr zurückgestellt werden.

Am 28. März fangen wir mit dem Palmsonntag die Karwoche an. So wie Jesus damals in Jerusalem einzog und als König gefeiert wurde, so ziehen wir (nach der Segnung der Palmzweige) mit Palmzweigen in die Kirche ein. Wir bekunden öffentlich: Jesus Christus ist unser König. Ihm wollen wir in Glaube und Liebe folgen. Das geschmückte Vortragekreuz führt die Palmprozession an, ein Hinweis darauf, dass die Stimmung in Jerusalem damals umschlug. Tage später schrien die gleichen Leute, die Jesus freundlich begrüßten: „Ans Kreuz mit ihm“

Freitag, 26. Februar 2010

Vom Streiten und Versöhnen


Wir sind fast am Ende der ersten Fastenwoche angekommen. Es ist eine Zeit, die uns helfen will, unser Leben wieder aufs Neue auf Gott hin auszurichten. Durch Streit und Unversöhnlichkeit richten wir immer wieder Mauern zwischen Gott und uns, aber auch untereinander auf.

„Streiten ist doch menschlich!“ So reden wir und so leben wir. Es gibt so viele Anlässe zu streiten. Wir erleben, wie Zorn und Hass das Leben der Menschen untereinander vergiften können. Wir sehen, wie ein einziges Wort verletzen und verwunden kann. Solche Kränkungen lassen uns dann Stacheln wachsen. „Streiten will gelernt sein!“ So lesen wir es bei Kursen und Seminaren für eine rechte Streitkultur. Streit, Konflikte austragen und Auseinandersetzungen gehören zur persönlichen Weiterentwicklung. Doch das Wesentliche fehlt, wenn nicht auch die Versöhnung gelehrt und gelernt wird. Streit ohne Versöhnung macht den Menschen hart und bitter.

Versöhnung heilt, hilft das Gute im anderen wieder zu sehen. Versöhnung ist wie ein bunter Regenbogen nach einem Gewitterschauer. Jesus redet da ganz eindeutig, wenn es um den Umgang der Menschen untereinander geht. In diesen Tagen der Fastenzeit lädt er uns ein mit der Versöhnung bei uns und den Menschen, mit denen wir tagtäglich zusammenleben, anzufangen, damit die Welt ein wenig besser wird.




Donnerstag, 25. Februar 2010

Fastenzeit: Hilfe auf dem Weg nach Ostern

Was heißt Fastenzeit für uns?

Heißt es Verzicht zu üben? Heißt es mich einzuschränken? Was heißt Fastenzeit? In der Bibel habe ich folgenden Vers gefunden (Lukas 15,18): „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“

Fastenzeit ist ein Weg.

Fastenzeit ist ein Weg hin zu Gott, hin zum Vater. Fastenzeit ist ein Weg, der ein klares Ziel hat. Ein Ziel, das mir die Möglichkeit gibt, mich neu auszurichten. Fastenzeit ist ein Weg, auf dem ich bewusst mitgehen kann, den ich erleben kann und den ich nützen kann, ein Ziel anzuvisieren. Das Ziel ist Gott. „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen!“ Ich mache mich auf den Weg und habe mein Ziel vor Augen.

Das Ziel ist Ostern

Gott, der in Jesus Christus am Kreuz stirbt und an Ostern aufersteht. Gott, der sich für meine persönliche Sünde hinrichten lässt und an Ostern doch als auferstandener Sieger dasteht. Gott der an Ostern meine Sünde besiegt. Das ist das Ziel der Fastenzeit.

Jetzt bleibt nur noch die Frage: Wie komme ich dort hin? Wie erreiche dieses Ziel? Warte ich einfach die 40 Tage ab oder werde ich selber aktiv?

„Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“ Da steckt eine Erkenntnis und ein Bekenntnis dahinter.

Ich habe gesündigt

Was heißt dieses sündigen? Es heißt, dass ich meinen eigenen Weg gegangen bin. Dass ich mich von Gott abgewandt habe und mich selbst an die erste Stelle gesetzt habe. Dass ich meine eigenen Ziele verfolgt habe, ohne darauf zu hören, was Gott dazu sagt. Dass ich gegenüber anderen und gegenüber Gott meinen Weg durchsetzen wollte ohne Rücksicht auf Verluste.

Und Fastenzeit ist ein Weg, der mir helfen will mit meiner Schuld umzugehen. Ich bin mit meiner Schuld nicht allein. Da ist Gott, der mir diese Schuld abnimmt. Gott, der mir am Ende dieses Weges, der mir an Ostern als der Auferstandene meine Schuld abnimmt, wenn ich sie ihm bekenne. Gott der mir meine Schuld abnimmt und mir dadurch Freiheit schenkt.

Was ist das Ziel meines Lebens?

Die Fastenzeit ist ein Weg von 40 Tagen. Aber was ist mit meinem Leben? Was ist das Ziel aller meiner Tage? Was ist das Ziel meines Lebens?

Kann Ostern zum Ziel meines Lebens werden? Kann Gott zum Ziel meines Lebens werden? Der Gott, der in Jesus Christus am Kreuz stirbt und an Ostern aufersteht. Der Gott, der meine Sünde wegnimmt und mich freimacht?

Jesus hat einmal gesagt (Johannes 14,6): „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

"Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst"

Wie verbindet sich unser Lebensweg mit dem Weg Gottes? Wie verbindet sich unser Lebensziel mit Gott? Gehe ich meinen eigenen Weg oder gehe ich den Weg zu Gott? Lasse ich mich darauf ein, dass Ostern, dass der auferstandene Jesus der einzige Weg ist, um zu Gott zu kommen. Dass der auferstandene Jesus das Einzige Ziel ist, das im Leben lohnt.

«Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben» (Dtn 30, 19–20) Vor diese Alternative stellt Mose das Volk Gottes kurz vor ihrem Einzug ins gelobte Land. Vor dieser Alternative zwischen Leben und Tod stehen wir Menschen immer wieder.

Wir haben die Wahl in dieser Fastenzeit die Ohren und noch mehr unser Herz zu öffnen. Wir haben die Wahl, das was Gott uns sagt, ins Leere laufen zu lassen oder als Weisung für unser Leben anzunehmen. Eines jedenfalls ist sicher: Wer sich auf Gott einlässt, der gewinnt, auch wenn er manchmal zu gewinnen scheint.

Montag, 22. Februar 2010

Die Geschichte von Columbin

Am Hofe des Königs gab es starke Leute und gescheite Leute. Der König war ein König, die Frauen waren schön und die Männer mutig; der Pfarrer war fromm und die Küchenmagd fleißig - nur Columbin, Columbin war nichts. Wenn jemand sagte: "Komm, Columbin, kämpf mit mir!", sagte Columbin: "Ich bin schächer als du!" Wenn jemand sagte: "Wieviel ergibt zwei mal sieben?" sagte Columbin: "Ich bin dümmer als du!" Wenn jemand sagte: "Getraust du dich, über den Bach zu springen?" - sagte Columbin: "Nein, ich getraue mich nicht." Und wenn der König fragte: "Columbin, was willst du werden?" antwortete Columbin: "Ich will nichts werden, ich bin schon etwas, ich bin Columbin!"





Irgendwann stellt sich jeder die Frage:
Wer bin ich? Bin ich das brave Kind meiner Eltern, die blöde Schwester, der mutige Bruder, der unmögliche Bekannte, die tolle Freundin, der gute Schüler, ...? Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach:
ICH bin ICH








Du bist Wer -
vergiss das nie -
egal wie -
aber du bist Wer!
Jemand ganz besonderes,
nämlich DU!

Sonntag, 21. Februar 2010

Von der Kunst des Nein-sagens

“ Das Schönste an der Versuchung ist, ihr nachzugeben” heißt es in einer Werbung. Das trifft vielleicht zu, solange es sich um ein Stück Schokolade handelt, oder um ein Stück Sahnetorte. Anders sieht es allerdings aus, wenn es bei der Versuchung um eine handfeste Sünde geht.

Immer wieder erleben wir, dass wir vor Entscheidungen gestellt werden und da ist die Versuchung groß, uns für den leichteren, weil einfacheren Weg zu entscheiden. Aber oft ist der bequeme Weg der falsche Weg und es tut uns anschließend leid, dass wir ihn gegangen sind.


Das Nein-sagen lernen

Wir Christen sind eingeladen während der 40-tägigen Bußzeit unsere Ziele neu zu definieren und zu überlegen, welche falschen Entscheidungen wir revidieren möchten, weil sie für unser Leben nicht gut sind. Auch geht es darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, sich einzuüben in die Kunst des Neinsagens, damit wir mit Überflüssigem nicht zugeschüttet werden und das wirklich Wichtige im Leben somit aus den Augen zu verlieren.

In einem Gedicht mit der Überschrift ‘Supermarkt‘ heißt es: “15jähriger Schüler! Ich wollte nur einen Liter Milch kaufen im Supermarkt, aber es war alles so schön ausgestellt im Supermarkt, dann kaufte ich Schokolade, Apfelsaft, Käse und Sonnenbrillen, alles zum Aktionspreis , alles, weil es gerade im Angebot war und ich vergaß, ja, ich vergaß meinen Liter Milch im Supermarkt.” Der Schüler hatte das Wesentliche, das, was er eigentlich wollte, aus den Augen verloren.

Übung macht den Meister

Die 40 Tage der Fastenzeit sind keine Tage, die uns das Leben vermiesen wollen, sondern eine Einladung, uns in die Kunst des Neinsagens immer mehr einzuüben, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben.

Es ist schon eine Kunst, dieses Nein-Sagen-Können. Ohne Übung wird es schwierig gelingen. Voller Stolz und Hochachtung vor uns selbst werden wir aber sein, wenn wir erste Fortschritte in unserem Bemühen machen, wenn wir hier oder da schon mal aus der Reihe tanzen und nicht dem Trend der Mehrheitsmeinung folgen, sondern versuchen täglich zu ergründen, was Gott von uns will, was gut für uns ist und was nicht.

Ich wünsche uns allen, dass uns dies in den kommenden Wochen immer mehr gelingen möge