Samstag, 20. März 2010

Wort Gottes für den Tag, Sonntag, 21. März 2010.

Jesus aber ging zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.

Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte
und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du? Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen.

Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!Im Evangelium hören wir von einer Frau, deren Leben sich durch die Begegnung mit Jesus verändert hat. Vielleicht ist sie eine Jüngerin geworden, weil sie zum ersten Mal erlebt hat, dass sie nicht verurteilt wurde. Unter dem Blick der Liebe hat sich ihr Leben gewandelt. Sie ist kein Einzelfall. Sind wir nicht alle auf Vergebung und den liebenden Blick angewiesen? Keiner von uns lebt so, dass er den ersten Stein in die Hand nehmen dürfte. Aber wie schnell sind wir dabei, mit Steinen, wie immer sie aussehen mögen, auf andere zu werfen.

Wir dürfen neu anfangen. Nichts muss bleiben, wie es war. Das ist Zusage Gottes. Er spricht uns frei, wenn wir spüren, dass wir diesen
Freispruch brauchen, und wenn wir uns von ihm finden Iassen. Er selbst schafft das Geröll unserer Vergangenheit beiseite, zeigt uns den geraden Weg, gibt uns auf diesem Weg für unseren Lebensdurst und Lebenshunger Nahrung. Er lässt Vergangenes Vergangenheit sein, damit wir uns nicht mit Altlasten abmühen müssen. Er sieht die Schuldverflechtungen, in die wir hineingeraten sind und die Verstrickungen, in denen wir festhangen, und er spricht uns zu: "Ich verurteile dich nicht. Was geschehen ist, ist geschehen, aber was zählt, ist der nächste Schritt. Du kannst neu beginnen, versuch es, jetzt!“

Den Anklägern in dieser Geschichte geht es im Prinzip gar nicht um die Frau. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Schon das ist in den Augen Gottes Sünde, dass das Fehlverhalten eines Menschen benutzt wird, um einen anderen in eine Falle tappen zu Iassen. Die Ankläger wollen sehen, wie Jesus sich bei dieser
offensichtlichen Schuld, auf die nach dem Gesetz Steinigung steht, verhalten wird. Er sagt den sprichwörtlichen Satz: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie."

Die Ankläger sind beschämt und verlassen schweigend das Feld. Jesus wendet sich nun der Frau zu. Er erschlägt ihr geknicktes Leben nicht mit einem Stein. Er macht Leben wieder möglich, ohne die Schuld zu banalisieren. Er verurteilt die Sünde, aber nicht den sündigen Menschen.

Sonntag, 14. März 2010

Benefizveranstaltung der Firmlinge ein voller Erfolg!

Damit hatten die fünfzehn Firmlinge der Pfarren Reuland, Ouren und Steffeshausen sowie ihre Katecheten Marianne Peters und Robert Dhur in den kühnsten Träumen nicht gerechnet. Mehr als 200 Anmeldungen gingen ein auf ihren Aufruf hin, zum Spagetti-Essen, zu Gunsten von Angelika Hoffmann's Hilfsprojekt "Gib einem Kind deine Hand".

Der Saal "An der Brücke" in Lascheid war schon gut gefüllt, als "Contento" aufspielte. Gute Unterhaltung wurde geboten seitens dieser Gruppe junger Mädchen und Frauen aus Lascheid. Nahtlos ging es dann über zum Mittagessen, in Form leckerer Spagetti. Zwischendurch sorgte Paul Michaelis für den guten Ton und für die gute Musik, so dass zu keiner Zeit Langeweile aufkam. Die Firminge selbst bedienten ihre Gäste, assistiert von ihren Eltern, die dem Koch zur Hand gingen, für den Abwasch sorgten oder sich anderswo nützlich machten.

Um 14,00 Uhr begrüßte Lukas Gommes die Gäste, seitens der Firmlinge und eröffnete das Nachmittag-Programm, das an erster Stelle aus einem fast einstündigen Vortrag von Angelika Hoffmann bestand. In treffenden Worten, unterstützt von vielen Fotos, vermittelte die Kinder-Krankenschwester Angelika den Anwesenden einen Einblick in ihre Arbeit, die vor allem in der medizinischen Versorgung kranker Kinder besteht. Daneben unterrichtet sie noch an einer Schule.

Haiti gehört zu den ärmsten Ländern der Erde und wird auch in Zukunft noch von ausländischer Unterstützung abhängig sein, auch wenn die Verantwortlichen des Landes das anders propagieren. Das gespendete Geld, so waren sich die Anwesenden sicher, ist bei Angelika in guten Händen. Sie investiert es im Sinne der Spender. Eine größere Spende konnte ihr Pastor Willi Kessel überreichen: fast 2.800 €. Es ist dies das Ergebnis der Kirchenkollekte vom 06./07. Februar 2010, welche in den Kirchen der Pfarren Reuland, Steffeshausen, Ouren sowie im Rektorat Bracht-Maspelt gehalten wurde.

Für Unterhaltung sorgten die Firmlinge noch durch eine Rapp-Darbietung, die das Erdbeben von Haiti zum Thema hatte. Weiter gab es noch ein Bibel-Quitz für die Kinder und die Erwachsenen sowie ein leckeres Kuchen-Buffet.

Die Firmlinge bedanken sich bei allen, die sie in ihrem Vorhaben unterstützt haben und wir alle wünschen Angelika weiter viel Erfolg und viel Mut im Dienst an den Kindern von Haiti.
Alle Fotos: Ludwig Wirtzfeld


Viele weitere Fotos vom Nachmittag können Sie sich
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