Donnerstag, 29. April 2010

Wort Gottes für den Tag, Freitag, 30. April 2010.


Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Joh 14,1-6)

Vor dem Abschied und der Passion Jesu stehen im Johannesevangelium an die Jünger gerichtete Reden. Mit der Einbettung in das Leben Jesu können wir sie auch als Reden verstehen, die den Glauben der Christen klären und vertiefen wollen. Jesus spricht den Jüngern Mut zu: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren.“

Habt keine Angst!

Mit dem Tod Jesu werden die Jünger in eine beängstigende Situation geraten. Ähnlich war es bei den Verfolgungen der jungen Kirche. Die Christen sollen sich aber deshalb nicht ihre Glaubensorientierung nehmen lassen. Die Verwirrung des Herzens würde im Verlust der Gewissheit bestehen, dass Jesus nicht mehr bei ihnen ist, dass er mit seinem Leben nicht mehr die Richtung weist. „Glaubt an Gott, und glaubt an mich!“ Auch dann, wenn alles gegen diesen Glauben zu sprechen scheint, wird er sich als wahr und tragend erweisen.

Wenn Jesus aus dieser Welt geht, so geht er nicht aus der Welt Gottes: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“, will sagen: nicht nur die irdischen Wohnungen gibt es, sondern noch andere. Dorthin wird er gehen, um einen Platz vorzubereiten. Damit ist der Blick auf die künftige, hinter dem Tod liegende Welt Gottes gerichtet.

Der zweifelnde und suchende Thomas, der die Bildsprache seines Herrn nicht verstehen kann lässt Jesus seine Unsicherheit im Glauben spüren: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, wie sollen wir dann den Weg kennen?“

Glaubt nur!

Jesus wischt die Zweifel der Jünger weg, indem er sie zum Glauben auffordert. Glaube beinhaltet Vertrauen und Hoffnung. Thomas, der Zweifelnde und Suchende, denkt wie viele Menschen heute und fordert handfeste Beweise. Der Glaube an Christus jedoch hat keinen naturwissenschaftlichen Beleg, er ist vielmehr ein Weg, der vertrauensvoll gegangen werden muss, der aus der Wahrheit lebt und in Christus, dem Auferstandenen, wurzelt.

Der auferstandene Herr Jesus Christus weist uns den Weg zum Vater, denn er, der Sohn Gottes, ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Dienstag, 27. April 2010

Der uns die Früchte der Erde geben und erhalten möge, ...


... Diese Anrufung ist zu vernehmen, wenn man einer der vielen Bittprozessionen folgt, die zur Zeit in vielen katholischen Pfarren ausziehen, um für günstiges Wachstum und rechtes Gedeihen der Feldfrüchte zu beten.

Die traditionelle Markus-Prozession in Aldringen eröffnete die Saison der Bittprozessionen vor Christi-Himmelfahrt. Sie ist ursprünglich eine heidnische römische Stadtprozession gewesen um die Götter gnädig zu stimmen.

Als dann das Christentum im 4. Jh. Staatsreligion wurde, wandelten sich oft die heidnischen Bräuche in christliche. Die Bittgänge entstanden und hatten nun als zentrales Thema Gott um ein gutes Gedeihen der Felder und Fluren zu bitten. Den Namen Markusprozession erhielt die Prozession, weil Zufälligerweise fiel der Tag der alten Stadtprozession auf den Gedenktag des Hl. Markus (25. April), so dass die Bittprozession um gutes Gedeihen der Feldfrüchte nun den Namen dieses wichtigen Heiligen erhielt und so in das Brauchtum des Abendlandes einging.

Mit der Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde sie offiziell für die Weltkirche abgeschafft. In vielen Ländern, Regionen und Orten hat sie sich allerdings bis auf den heutigen Tag erhalten.

Die Markusprozession bildet den „Auftakt“ zu den Bittprozessionen des Frühlings, die meistens bis Christi-Himmelfahrt abgeschlossen sind.

Weitere Bittprozessionen bis Christi-Himmelfahrt im Pfarrverband Reuland:

Freitag, 30. April, Markusprozession von Reuland nach Bracht.
Montag, 10. Mai, Bittprozession von Reuland nach Weweler
Dienstag, 11. Mai, Bittprozession von Reuland nach Lascheid
Samstag, 15. Mai, Bittprozession von Aldringen nach Watermal
zum Hl. Donatus


Sonntag, 25. April 2010

Firmlinge bleiben am Ball... Beeindruckende Firmfeiern in Thommen und Burg-Reuland.


Unterwegs im Glauben

Das Leben ist nicht ein Frommsein – sondern ein Frommwerden.
Nicht eine Gesundheit – sondern ein Gesundwerden.
Nicht ein Sein – sondern ein Werden.
Nicht eine Ruhe – sondern eine Übung.
Wir sind’s noch nicht – wir werden’s aber.
Es ist noch nicht getan oder geschehen –
aber es ist in Gang und im Schwang.
Es ist nicht das Ende – es ist aber der Weg.
Diese weisen Worte von Martin Luther sprechen in Kurzform das aus, was in den beiden Gottesdiensten anläßlich der Firmung im Pfarrverband Reuland deutlich wurde: Wir sind ein Leben lang unterwegs zu dem einen Ziel: Gott und die Menschen zu lieben. Sowohl die Firmlinge selber, als auch der Firmspender Herr Bischofsvikar François Palm gingen auf das Thema ein. Unser Glaubensweg ist zunächst ein „am Ball bleiben“. Nicht umsonst spielte der Ball und das Fußballspiel in den Gottesdiensten eine große Rolle. Die Firmlinge selber gingen eingangs des Gottesdienstes der Frage nach, was ein runder Fußball mit Kirche zu tun hat. Sie haben herausgefunden, dass sie einiges gemeinsam haben, und zwar: die Begeisterung für die Sache, das Training, die Ausdauer, die Zielstrebigkeit, die Fairness und die Teamfähigkeit.

Die Begeisterung: Fans wollen zeigen zu welcher Mannschaft sie gehören, sie tragen die Trikots dieser Mannschaft,schwenken deren Fahnen. Dies schafft Verbundenheit unter den Fans. Manchmal bemalen sie sogar ihre Gesichter mit den Nationalfarben. Fans bekennen somit Farbe. Farbe bekennen, Gesicht zeigen, davon lebt auch der christliche Glaube. Hätten die Apostel und die ersten Christen nicht den Mut gehabt sich zu Christus zu bekennen, wären wir nicht hier, sagten die Firmlinge. Jeder Firmling bekam einen Fußball, auf dem sich die Aussagen von vielen prominenten Fußballspielern und Trainern, die sich zu Christus bekennen, wiederfinden.

Das Training: Wer beim Fußball-Spielen weiterkommen will, muss trainieren. Wer nachlässig wird und meint, es gehe auch so, wird bald mehr zuschauen als spielen. Paulus schreibt seinem langjährigen Mitarbeiter Timotheus: „Übe dich in der Frömmigkeit!“ d.h. wer den christlichen Glauben bewahren will, muss ihn immer wieder einüben und vertiefen.

Die Ausdauer: Die schönsten Spielzüge einer Mannschaft nützen nichts, wenn sie nur 60 Minuten dauern. Ist der Gegner konditionell stärker, gewinnt er das Match in den letzten 30 Minuten. Jesus sagte uns: „Wer ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden, d.h. Glauben ist eine Frage des Durchhaltens, der Treue. Es genügt nicht, eine Zeit lang gläubig zu sein, und dann nicht mehr.

Die Zielstrebigkeit: Die elf Spieler einer Mannschaft haben ein Ziel – der Ball soll in das Tor des Gegners. Ohne dieses Ziel zählt alles andere nichts. Paulus schrieb den Christen in Korinth: „Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt.“ d.h. Christen sollen so leben, dass sie das Ziel Ihres Lebens nie aus den Augen verlieren: Gott und die Menschen zu lieben.

Die Teamfähigkeit: Eine Fußballmannschaft profitiert mehr von Spielern, die nicht nur sich hervortun wollen, sondern den Torschuss einem anderen überlassen, der noch günstiger steht. Paulus schrieb an die Korinther: „Gott hat den Leib so zusammengefügt, dass alle Glieder des Leibes füreinander sorgen. Wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle mit ihm.“ d.h. auch in der christlichen Gemeinde geht es darum, seine Gaben in die Gemeinschaft einzubringen und sich über die Gaben der anderen zu freuen.

Als Zeichen, dass sie in Gottes Mannschaft spielen wollen, warfen die Jugendlichen ihren Ball in das Netz, welches am Kreuz angebracht war. Wünschen wir den Firmlingen viel Erfolg auf ihrem weiteren Glaubensweg und ein gutes Durchhalte-Vermögen damit sie das Ziel ihres Lebens erreichen.