Samstag, 8. Mai 2010

Wir feiern Muttertag

Anläßlich des Muttertagfestes am heutigen Sonntag möchte ich allen Müttern alles Gute und Gottes Segen wünschen sowie herzlichen Dank sagen für ihren Einsatz in den Familien und auch in unseren Pfarrgemeinden.

Wie so viele andere Bräuche stammt auch der Muttertag aus den USA. Übernommen wurde er dann schließlich um 1922/23 auch in Deutschland- natürlich vom Verband Deutscher Blumengeschäfts-
inhaber. So fand der erste Muttertag dann auch am 13.Mai 1923 statt. Beworben durch Plakate, Werbekampagnen und Veranstaltungen ebnete sich der Muttertag als Feiertag langsam seinen Weg in unser Konsumdenken und gilt nun als Brauch, der am 2. Sonntag im Mai stattfindet. Festgelegt wurde dieses Datum von den Floristenverbänden. Und so nutzen wir diesen Tag guten Gewissens, um zu zeigen wie lieb wir sie haben.

Um Geschenke geht es den meisten Müttern an diesem Tag überhaupt nicht. Etwas Selbstgemachtes von den Kindern oder ein Strauß Blumen sind ja noch in Ordnung, aber alles darüber hinaus ist nicht notwendig, so ergab eine Umfrage unter Müttern. Viel wichtiger ist den meisten Müttern, dass die ganze Familie an diesem Feiertag beisammen ist und gemeinsam etwas Schönes unternimmt.

Ein Zwanghaftes Beschenken der Mütter an einem Tag im Jahr ist nicht wirklich sinnvoll. Viel mehr sollte es darum gehen, das ganze Jahr lang immer wieder zu zeigen, dass wir unsere Mutter gern haben.



Ein Gedicht

Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher
und dreckig wär' das Hemd!

Wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn Du nicht täglich sorgest,
das alles klappt und stimmt.

Wir hätten nasse Füße
und Zähne schwarz wie Ruß-
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Pflaumenmus.

Wir könnten auch nicht schlafen
wenn du nicht noch mal kämst
und uns, bevor wir träumten
in deine Arme nähmst.

Und trotzdem!
Sind wir alle auch manchmal eine Last:
Was wärst du ohne Kinder?
Sei froh, dass du uns hast!
(Autor unbekannt)

Donnerstag, 6. Mai 2010

Vereidigung der Schweizer Gardisten im Vatican am 6. Mai

"Ich schwöre, treu, redlich und ehrenhaft zu dienen, dem regierenden Papst XY und seinem rechtmässigen Nachfolger; und mich mit ganzer Kraft für sie einzusetzen, bereit, wenn es erheischt sein sollte, selbst mein Leben für sie hinzugeben. Ich übernehme dieselbe Verpflichtung gegenüber dem Heiligen Kollegium der Kardinäle während der Sedis-Vakanz des Apostolischen Stuhles. Ich verspreche überdies dem Herrn Kommandanten und meinen übrigen Vorgesetzten Achtung, Treue und Gehorsam. Ich schwöre, all das zu beobachten, was die Ehre meines Standes von mir verlangt."

Nach diesem Gelöbnis gehen die Rekruten einzeln zur Fahne der Garde vor, umfassen mit der linken Hand die waagerecht gehaltene Fahnenstange der Gardefahne und schwören mit erhobener rechter Hand, bei denen drei Finger gespreizt sind (was unter anderem Trinität symbolisiert):

„Ich, [Dienstgrad und Name des Gardisten], schwöre, alles das, was mir soeben vorgelesen wurde, gewissenhaft und treu zu halten, so wahr mir Gott und unsere heiligen Patrone helfen.“

Nachdem der Gardist diesen Schwur geleistet hat gehört er zum Bestand der 110-Mann starken Schweizergarde. Die oftmals als kleinste Armee der Welt bezeichnete Truppe versieht Ehrendienste (Audienzen, Besuche, Messen, Schildwache) und Sicherheitsdienste (Kontrolle, Ordnungsdienst, Wachdienst und Personenschutz). Gemäß dem Reglement (Artikel 1) ist die Hauptaufgabe der Garde, „ständig über die Sicherheit des Heiligen Vaters und seiner Residenz zu wachen“. Weitere Pflichten sind aufgrund dieser Bestimmung, 1. den Heiligen Vater auf seinen Reisen zu begleiten, 2. die Eingänge zur Vatikanstadt zu bewachen, 3. das Kardinalskollegium während der Sedisvakanz zu beschützen, und 4. andere Ordnungs- und Ehrendienste auszuführen, wie sie im Reglement angeführt sind. Gardisten im Vatikan können seit 2001 ein eidgenössisch anerkanntes Diplom als Sicherheitsfachmann erwerben, wofür sie allerdings drei Jahre Dienst leisten müssen.

Gedenktag 6. Mai

Am 6. Mai 1527 gaben 147 Schweizer Gardisten unter dem Kommando ihres Hauptmannes Caspar Röist ihr Leben bei der Verteidigung des Vatikans und des Leben des Heiligen Vaters gegen anstürmende Landsknechthorden. Der 6. Mai ist deshalb das traditionelle Datum der Vereidigung neuer Rekruten. Das Motto der Schweizer Garde lautet Acriter et fideliter (Mutig und im Glauben).


Der Gardist: Mehr als Touristen-
attraktion


Die Rekruten der Schweizergarde haben eine Reihe von Aufnahme-
bedingungen zu erfüllen: Sie müssen katholische männliche Schweizer, zwischen 19 und 30 Jahren alt, mindestens 1,74 m groß und sportlich sein. Zusätzlich müssen sie einen einwandfreien Leumund besitzen, eine Mittel- oder Berufsschule sowie die Rekrutenschule der Schweizer Armee absolviert haben. Als Hellebardiere und Vizekorporäle dürfen sie nicht verheiratet sein; wenn sie heiraten, wird ihnen eine Wohnung angeboten, deren Anzahl jedoch begrenzt ist. Nachdem sie mindestens 25 Monate gedient haben, können sie ihren Dienst beenden, wobei ihnen die vatikanische Staatsangehörigkeit wieder aberkannt wird. Seit 1825 hat der Schweizer Kanton Wallis mit 693 die meisten Gardisten gestellt, aus dem Oberwalliser Ort Naters kamen allein 80 Gardisten.

Uniform

Die blaue Exerzieruniform besteht in unterschiedlichen Ausführungen für Offiziere und die übrigen Grade. Sie wird beim Exerzieren, im Nachtdienst sowie – außer am Ostersonntag und am 25. Dezember – am Vatikan-Seiteneingang Sant'Anna getragen.

Die Kopfbedeckung ist das dunkelblaue Barett mit Gradabzeichen. Bei repräsentativen Anlässen wird anstelle des Baretts ein metallener, blanker Helm (Morion) und an Sonn- und Feiertagen ein schwarzer Helm getragen, welcher mit einer Feder versehen ist (weiß für den Oberst und den Feldweibel, violett für die Offiziere, rot für die Unteroffiziere und Hellebardiere).

Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht wurde die Uniform nicht von Michelangelo entworfen. Richtig ist vielmehr, dass die jetzige Uniform 1914 vom damaligen Kommandanten Jules Repond aus der bis dahin üblichen Uniform entwickelt wurde, angelehnt an den Stil an Uniformen des 16. Jahrhunderts.

Sonntag, 2. Mai 2010

Willkommen im Monat Mai

Der Mai ist der fünfte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er hat 31 Tage und ist nach Iupiter Maius benannt, dem römischen Gott des Frühlings und des Wachstums. Im katholischen Kirchenjahr ist der Mai besonders der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet. Im Pfarrverband Reuland fallen in den Monat Mai so viele Feste wie in keinem anderen Monat des Kirchenjahres. Einige möchte ich vorstellen:

2. Mai Kirmes in Bracht

Das kleine Dorf Bracht eröffnet den Reigen der Kirchweihfeste, die von nun an, bis in den September, jede Woche an anderer Stelle begangen werden. Das Fest beginnt mit dem Kirmesbaum-Aufrichten am Freitagabend. Am Sonntag um 10,15 Uhr ist dann feierlicher Gottesdienst in der Kirche mit anschließendem Frühschoppen unter der Mitwirkung des Kgl. Musikvereins „Burgecho Reuland-Lascheid“. Im Nachmittag findet ein Fußballspiel statt zwischen den Amateur-Mannschaften Mabra (Maspelt-Bracht) und Amel. Während des Nachmittags und Abends ist für Unterhaltung gesorgt.

Am Montag, 3. Mai finden wir uns wieder in der Kirche ein, um für alle Verstorbenen des Dorfes zu beten. Es ist ein schöner Brauch an Kirmesmontag für die Verstorbenen zu beten. Wir wissen uns verbunden mit all jenen, die über die Jahre in unserer Dorfgemeinschaft gelebt haben, die mit uns Feste gefeiert haben, die in unserer Kirche ein- und ausgegangen sind. Ihr Tod erinnert uns auch an die Vergänglichkeit unseres eigenen Lebens. Nach der Messe ist wieder Frühschoppen mit Unterhaltung bis in den Abend ...



Christi-Himmelfahrt


Christi Himmelfahrt wird 40 Tage nach dem Ostersonntag, also immer an einem Donnerstag, begangen. Diese 40 Tage gehen zurück auf das Zeugnis des Lukas: Den Aposteln erwies er sich nach seinem Leiden auch durch viele Beweise als lebendig, indem er ihnen während vierzig Tagen erschien und über das Reich Gottes redete. (Apostelgeschichte 1,3). Sowohl das Lukas-Evangelium als auch die Apostelgeschichte berichtet, wie Jesus, nachdem er am Ostertag von den Toten auferstanden war und immer wieder mit seinen Jüngern gesprochen hatte, vor ihren Augen emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde (Lukasevangelium 24,51; Apostelgeschichte 1,9). Himmelfahrt meint jenseits aller naiv-gegenständlichen Vorstellungen den endgültigen Eintritt der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit.


10. bis 12. Mai: Bitttage

An den Tagen vor Christi Himmelfahrt werden die sog. Bitttage gehalten. In Prozessionen und Gottesdiensten beten wir für die Anliegen unserer Zeit, besonders auch um das gute Gedeihen der Feldfrüchte.

An folgenden Tagen finden Bittprozessionen statt:

Montag, 10. Mai, Bittprozession in Auel
Montag, 10. Mai, Bittprozession von Reuland nach Weweler
Dienstag, 11. Mai, Bittprozession in Maldingen
Dienstag, 11. Mai, Bittprozession von Reuland nach Lascheid
Mittwoch, 12. Mai, Bittprozession in Espeler


Erstkommunion am 9. Mai in Steffeshausen, am 13. Mai in Thommen und Aldringen und am 16. Mai in Burg-Reuland

Unsere Pfarrfamilien freuen zusammen mit den Kindern auf das Fest ihrer Erstkommunion. In der Heiligen Kommunion teilt Jesus mit uns sein Brot. Jesus sagt davon: „Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“ (Joh 6,51) Jesus bricht das Brot auseinander und gibt uns davon. Im Geschenk seines Brotes zeigt Jesus uns, dass er mit uns eine ewige Freundschaft schließt. Damit sagt er uns: „Du gehörst zu mir. Mach dir keine Sorgen, ich bin immer bei dir.“ Gerade wenn wir traurig sind, verlässt Gott uns nicht. Auch wenn wir ihn dann nicht sehen können. Aber er geht nicht weg, selbst wenn es dunkel wird.

Gott gibt uns also mehr als nur unser alltägliches Brot. Er schenkt uns seine ewige Freundschaft. Jeden Sonntag schenkt uns Jesus diese Freundschaft aufs Neue. Jesus selbst ist im Brot der Eucharistie leibhaftig da. Das ist ein großes Geheimnis unseres Glaubens.

23. Mai: Pfingsten - "Sende aus deinen Geist - und das Antlitz der Erde wird neu!" (nach Psalm 104,30)

Pfingsten ist für Christen das Fest des Heiligen Geistes. Damit endet die 50-tägige Osterzeit. Das Wort Pfingsten leitet sich ab von "Pentekoste", dem griechischen Begriff für "fünfzig". Die Bibel versteht den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens. Er ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi lebendig zu erhalten.

Die Apostelgeschichte berichtet, wie die Jünger Jesu durch das Pfingstwunder "mit Heiligem Geist erfüllt wurden und begannen, mit anderen Zungen zu reden". Das so genannte Sprachenwunder will darauf hinweisen, dass die Verkündigung der Botschaft von Jesus Christus sprachübergreifende Bedeutung für die ganze Welt hat.

Bis zum vierten Jahrhundert feierten die Christen an Pfingsten nicht nur den Abschluss der Osterzeit, sondern auch die in der Apostelgeschichte erwähnte Himmelfahrt Christi. Nachdem sich dafür ein weiterer Festtag herausgebildet hatte, wurde Pfingsten eigenständig. Ähnlich wie Weihnachten oder Ostern erhielt es in einigen Ländern einen zweiten Festtag, den Pfingstmontag.

Dem Pfingstfest geht die „Pfingstnovene“ (14. - 22. Mai) voraus.


Dreifaltigkeitssonntag - Trinitatis

Den Dreifaltigkeitssonntag feiert die katholische Kirche am l. Sonntag nach Pfingsten

Das Trinitatisfest gibt es erst seit dem 10. Jahrhundert, wobei es noch über eine längere Zeit Differenzen gab, ob es überhaupt gefeiert werden solle. 1334 wurde es von Papst Johannes XXII. für die gesamte katholische Kirche eingeführt, seit dem 18. Jahrhundert ist der heutige Termin gebräuchlich.

An diesem Tag ehren wir Gott, den Vater, den Schöpfer Himmels und der Erde, den Erhalter allen Lebens. Wir ehren den Sohn, der Mensch wurde, als das Wort des Vaters an uns Menschen, der uns die Liebe vorgelebt hat, unseren Erlöser und Retter: Jesus Christus. Wir ehren den Heiligen Geist, als die Liebe zwischen Vater und Sohn. Er nimmt uns hinein in den Kreislauf göttlicher Liebe. Er ist der Beistand, der hilft und tröstet, der Kraft gibt, der uns die Unterscheidung der Geister schenkt. Die eine Wesenheit Gottes ist dreifaltig wirksam.

Die Dreifaltigkeit Gottes bekennen wir jedesmal, wenn wir das Kreuzzeichen machen und dabei beten: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Oder bei der Doxologie: „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist".

Gottesdienstordnung für den Monat MAI

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