Freitag, 18. Juni 2010

Wort für den Tag, Samstag 19. Juni 2010.

Vergiss das Danken nicht
Bei allem, was wir Menschen leben und uns an Negativem antun, möchte ich weiterhin daran glauben, dass unsere Kirche (das sind wir alle) ihren Auftrag treu und bescheiden leben soll, wohl wissend, dass keiner von uns ohne Sünde ist.

„Das Leben wird arm, wenn es ohne Lob und Anerkennung verläuft."

Der Philosoph Josef Pieper hat das tausendfach bestätigte Wort geschrieben: "Der Mensch ist so gebaut, dass er darauf angewiesen ist, dass man ihm von Zeit zu Zeit sagt: Es ist gut, dass es dich gibt.Viele Menschen sind knauserig, wenn es gilt, ein lobendes und anerkennendes Wort auszusprechen. Warum diese Sparsamkeit? Muss denn immer erst gefragt werden, ob es recht war, ob es geschmeckt hat, ob man mit der Leistung zufrieden war? Es bedarf schon einer absichtlichen Blindheit, um nicht zu sehen, dass durch ein gutes Wort oder eine anerkennende Geste der Tag schöner wird. Lob bringt Sonne ins Leben, mag es streckenweise noch so düster sein.“

Donnerstag, 17. Juni 2010

Wort Gottes für den Tag, Freitag, 18. Juni 2010.

Jesus stieg in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt. Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott.

Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Und der Mann stand auf und ging heim. Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat. (Mt 9,1-8)

Abhängigkeiten machen unfrei - wir fühlen uns "wie gelähmt"

Wie gelähmt können wir sein. Wir fühlen uns unfrei und können uns nicht so bewegen, wie wir eigentlich möchten. Vielleicht sind wir zu viele Kompromisse eingegangen, sind abhängig von allem Möglichen. Da kann auch Schuld eine Rolle spielen. Es wäre gut, darüber einmal nachzudenken und Gott um Vergebung zu bitten.

Ärzte und Psychologen wissen um das Zusammenspiel von Leib und Seele. Viel Krankheiten sind psychosomatisch. Wenn der Leib krank ist, ist auch die Seele betroffen und umgekehrt. Wenn nichts mehr geht, wenn wir wie gelähmt sind, kann vieles eine Rolle spielen. Manchmal sind wir selber schuld, weil wir Dinge getan haben, die uns nicht bekommen. Wenn wir uns verrannt haben, in eine Sackgasse geraten sind, dann ist Umkehr nötig. Wir müssen unser Leben ändern. Sind wir schuldig geworden, dann brauchen wir die Vergebung durch Gott.

Eine gute Beichte kann befreien

Nicht jede Krankheit hat ihre Ursache in einer Sünde. Aber wo dies der Fall ist, tun wir gut daran, wenn wir unsere Seele in Ordnung bringen. Das tut dem Körper gut und macht ihn beschwingt. Jesus hat im heutigen Evangelium dem Gelähmten zunächst die Schuld vergeben und dann die körperliche Heilung befohlen. Jesu Heil ist immer ganz. Es befreit uns von jeder Lähmung und lässt uns vorankommen auf dem Weg zu unserem Glück.