Samstag, 26. Juni 2010

Wort Gottes für den Tag, Samstag, 26. Juni 2010.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Johannes der Täufer: Vorbote des Messias

Genau sechs Monate vor der Feier der Geburt Christi am 25. Dezember feiern wir heute die Geburt seines Vorläufers, seines Verwandten, seines prophetischen Kollegen und Vorbildes Johannes. Er ist der letzte Prophet des Alten Bundes und kündigt den Neuen Bund an. Er verkündet die Umkehr und beschenkt das Volk mit der Erfahrung des Heils in der Vergebung der Sünde. Mit seinem Geburtsfest kehrt auch die Sonne an ihrem Höchststand um, beginnen die Tage kürzer zu werden. Johannes macht sich klein, um Christus groß zu machen. Den Menschen damals und uns heute sagt er: „Mitten unter euch steht er, den ihr nicht kennt“ (Joh 1,26).

Johannes, so könnte man es vielleicht salopp formulieren, war einer, der den Mund aufgemacht hat. Und zwar nicht nur seinen eigenen.

Um letztere Aussage zu verstehen, muss man etwas weiter ausholen: Zacharias hatte als Priester gerade Dienst im Tempel, als ihm ein Engel des Herrn erschien und ihm die Geburt eines Sohnes verkündete. Zacharias und seine Frau Elisabet waren kinderlos; Elisabet war unfruchtbar, beide zudem in vorgerücktem Alter die Hoffnung auf ein Kind aufgegeben. Und eben deshalb konnte Zacharias dieser frohen Botschaft des Engels auch nichts abgewinnen.Der aber strafte ihn wegen seines Unglaubens mit Stummheit. Fortan konnte Zacharias nicht mehr reden; seine Frau aber wurde tatsächlich schwanger und neun Monate später kommt es zu der Situation, die das heutige Evangelium schildert. Die Mutter Elisabet beharrt bei der Namensgebung am achten Tag nach der Geburt auf den nicht in der Familie vorkommenden Namen Johannes, den der Vater der erstaunten Verwandtschaft schriftlich bestätigt. Dieser Name ist nämlich von Gott selbst gegeben (Lk 1,13) und er ist zugleich ein Programm: Gott ist gnädig! Er enthält nicht nur einen Wunsch, wie es sich häufig in der Wahl eines Namens ausdrückt, sondern eine Erfahrung: Gott hat sich erbarmt. Eben diese Erfahrung bestätigte Elisabet in ihrer Schwangerschaft: „Der Herr hat mir geholfen und gnädig auf mich geschaut; er hat mich von der Schande der Kinderlosigkeit befreit“ (vgl. Lk 1,25).

Und in dem Moment, da Zacharias diesen Namen schreibt, löst sich sein Mund, er kann wieder sprechen und Gott preisen, er stimmt den großen Gesang des Benedictus an: „Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels …“

So machte Johannes den Mund auf: Nicht das erste Mal sicherlich, doch zumindest erstmals nicht den eigenen … Etwa dreißig Jahre später sehen wir ihn wieder – wortgewaltig diesmal, als Prediger am Jordan, wo er Umkehr verkündete und die Taufe zur Vergebung der Sünden spendete. Was er sagte, war nicht nur dahingesagt, seine Worte hatten Wucht und Gewicht. Sie waren eine Kampfansage an all jene, die von der Gnade der Geburt sprechen, es aber an entsprechenden Früchten fehlen lassen. Diese Worte klingen nach, bis heute, denn sie betreffen und treffen auch uns, alljährlich wieder, wenn sie im Gottesdienst verkündet werden.

Johannes machte den Mund auf, er schwieg auch dann nicht, wenn es für ihn besser gewesen wäre gewesen wäre. Er mischte sich ein, weil es ihm um die Wahrheit und Gerechtigkeit ging. Die Umkehr, die er predigte, betraf auch die Herrschenden, Herodes und Herodias in seinem Fall. Doch die hören solche Worte nichtgern. Und das hat ihn letztlich den Kopf gekostet. Johannes machte seinen Mund auf. Und zwischen all den harten, mahnenden und aufrüttelnden Worten hören wir auch noch etwas anderes; wir hören, wie er Jesus, als dieser zu ihm an den Jordan kam und sich einreiht in die Schar der Sünder, als den „Sohn Gottes“ bezeugt, wie er ihn das „Lamm Gottes“ nennt und „Bräutigam“.

Wie er sich als „Freund des Bräutigams“ sieht, der sich über den anderen freut. Und wie er von sich selbst sagt, dass er kleiner werden, jener aber wachsen muss. Johannes machte den Mund auf im Bekenntnis für den, dem er vorausging, dessen Schuhriemen zu lösen er sich nicht für wert empfand. Und diese Worte haben ihn zum Propheten des Höchsten gemacht, wie ihn sein Vater schon kurz nach der Geburt vorausschauend bezeichnet hat – Jesus wird ihn s

Dienstag, 22. Juni 2010

Priesterausflug 2010


Gestern waren die meisten Pfarren verwaist, denn die Seelsorger waren zum Betriebsausflug aufgebrochen. Dem Dekanat Büllingen war die Aufgabe zugefallen den diesjährigen Ausflug zu organisieren. Wir blieben in der Region selbst. Sehenswürdiges zu erkunden, aus der Gegend von Elsenborn, Kalterherberg und Monschau, stand auf dem Programm. Petrus ließ die Sonne scheinen und so stand einem schönen Tag nichts mehr im Wege.










Erste Station unseres Ausflugs war das Militärlager Elsenborn, wo wir in der Unteroffiziersmesse vom stellvertretenden Lagerkommandanten empfangen wurden und uns Kaffee und ein kleiner Imbiss serviert wurden.














Dechant Herbert Vilz begrüßt die Mitbrüder aus den deutschsprachigen Dekanaten des Bistums Lüttich.










Wir besuchten die Kapelle des Militärlagers. Hier erläuterte uns Hermann Brouwers, Militärgeistlicher in Elsenborn, die Eigenarten dieser Kirche.



Dann ging es weiter zum Trouschbaum-Museum, welches im Lager Elsenborn angesiedelt ist und Militärausrüstung verschiedener Epochen beherbergt. Auch ist die Entstehung des Lagers Elsenborn sehr anschaulich dargestellt. Corporal-Cheff -Hepp erwies sich als kompetenter Führer durch das Museum.



Im Anschluss an diese beiden Besichtigungen führte uns die Fahrt zum Eifelstädtchen Monschau, wo wir im Restaurant "Alt-Monschau" das Mittagessen einnahmen. Eine geführte Wanderung durch die Monschauer Altstadt gab uns die Möglichkeit einen tieferen Einblick in das Leben dieses schönen Städtchens zu nehmen. Eine frei Zeit im Anschluss, ermöglichte es jedem Teilnehmer persönliche Besichtigungen vorzunehmen oder auf einer der zahlreichen Terassen Platz zu nehmen.




Der Tag endete in Kalterherberg, wo wir in der Kirche die Vesper gemeinsam beteten gefolgt von einem gemeinsamen Abendbrot, welches diesesen schönen und erlebnisreichen Tag abschloss.


Eine Fotoserie zum Priesterausflug finden Sie HIER

Fotos von Lothar Klinges: Hier klicken

Sonntag, 20. Juni 2010

21. Juni: Gedenktag des Hl. Aloisius (Luigi) von Gonzaga

Die Kirche begeht heute am 21. Juni den Gedenktag des Heiligen Aloisius von Gonzaga (* 9. März 1568 in Castiglione delle Stiviere (bei Mantua, Norditalien); † 21. Juni 1591 in Rom)

Eigentlich hieß er Luigi. Er war Erstgeborener und damit erbberechtigter Sohn des Ferdinand Gonzaga, Markgraf von Castiglione, und der Marta Tana, aus einer Nebenlinie der Familie Gonzaga. Er fiel schon als Kind durch seine intensive, von der Mutter beeinflusste Frömmigkeit auf. Mit zehn Jahren wurde er am Hofe der Medici in Brescia als Page verwendet. Anschließend war er am Hofe von König Philipp II. von Spanien tätig.

Starken Eindruck scheint der verwandte Kardinal von Mailand, Karl Borromäus, auf den jungen Mann gemacht zu haben. Karl Borromäus war es schließlich auch, der den 12-jährigen Luigi auf die 1. hl. Kommunion vorbereitete und sie ihm spendete. Im Jahre 1585 verzichtete Luigi zugunsten seines Bruders Rudolf auf das väterliche Erbe, die Markgrafschaft Castiglione.

Nach der Einwilligung seines Vaters, auf die er geduldig und mühsam warten musste, trat er in Rom in den neu gegründeten Orden der Jesuiten ein. Dort betrieb er theologische Studien. Die Pflege Kranker lag ihm am Herzen. Er setzte sich dafür ein, dass auch Armen ein würdiges Begräbnis zuteil wurde.

Seine intensive Sorge um Kranke führte ungewollt zu seinem frühen Tode. Als in Rom eine Pestepidemie wütete, infizierte sich Aloisius und starb mit 23 Jahren.

In der Kunst wird er als junger Mann in einer schwarzen Soutane und weißem Kragen oder als Page dargestellt. Seine Attribute sind eine Lilie, anspielend auf seine Keuschheit, ein Kreuz, anspielend auf Frömmigkeit und Opfer, ein Schädel, anspielend auf seinen frühen Tod und ein Rosenkranz, der auf seine Hingabe zur Jungfrau Maria hinweist.

Wenn wir auf heilige Menschen schauen, so fällt oft deren Kompromisslosigkeit in der Christus-Nachfolge auf. Diese gilt auch – trotz seines kurzen Lebens – für den heiligen Aloisius Gonzaga. Ohne Schonung und Schutz seiner eigenen Gesundheit pflegte er bei einer Pestepidemie in Rom unermüdlich die Kranken, steckte sich dabei an und verstarb 1591 im Alter von 23 Jahren.

Sind wir selber nicht oft bereits damit überfordert, unsere Mitmenschen mit einem Blick der Liebe anzuschauen und so von tatkräftiger Nächstenliebe weit entfernt? Heilige verrücken unsere Maßstäbe: Sie zeigen, wie es geht, sich nach dem Evangelium zu richten.