Samstag, 7. August 2010

Wort Gottes für den Tag, Sonntag, 08. August 2010

Vom wahren Schatz

Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben.

Verkauft eure Habe und gebt den Erlös den Armen! Macht euch Geldbeutel, die nicht zerreißen. Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, droben im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frisst. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. (Lk 12,32-34)

Besitz ist nur Vorläufig. Wir sind nur Pilger, Gäste auf dieser Erde. "Wir wandern ohne Ruh' mit mancherlei Beschwerden der ew'gen Heimat zu." Jesus hat die Armen selig gepriesen. Er liebte die Armen und war selbst einer von ihnen. Armut bedeutet für ihn die Haltung der inneren Freiheit und Unabhängigkeit gegenüber Besitz. Besitztümer können einen Menschen regelrecht versklaven in dem Sinne, dass nicht er sie besitzt, sondem sie ihn. All sein Denken und Handeln kreist nur noch um die Wahrung und Mehrung seines Besitzes. Wenn wir etwas haben, dürfen wir es genießen und an ihm freuen, wir können es aber auch mit anderen teilen und so in einen himmlischen Schatz verwandeln.

Jesus greift nicht den Reichtum an. Er wird seinen Jüngern an anderer Stelle im Evangelium sagen, dass man damit viel Gutes tun kann. Lasse an all dem, das du nicht nicht zum Leben brauchst, auch andere teilnehmen, vor allem die, die in Not und Elend leben. Das eigentliche Leben hängt nicht davon ab, wie viel einer besitzt, sagt er, vor allem aber nicht das ewige Leben bei Gott. Der Mensch lebt nicht allein für dieses Leben. Hier aber hat er die Möglichkeit, sich durch seine Liebe zu den Menschen und zu Gott einen ewigen Besitz zu schaffen, der ihn vor Gott reich macht.


Eine russische Legende erzählt: Ein reicher Mann dachte auch im Sterben nur an das, woran er sein Leben lang gedacht hatte: an sein Geld. Mit letzter Kraft löste er den Schlüssel vom Halsband, winkte der Magd, deutete auf die Truhe neben seinem Bett und befahl, ihm den großen Beutel Geld in den Sarg zu legen.

Im Himmel sah er dann einen langen Tisch auf dem die feinsten Speisen standen. “Sag, was kostet das Lachsbrot?” fragte er. “Eine Kopeke”, wurde ihm geantwortet. “Und die Sardine?” - “Gleich viel.”- “Und diese Pastete?””Alles eine Kopeke”. Er schmunzelte. Billig, dachte er, herrlich billig! Und er wählte sich eine ganze Platte aus. Aber als er mit einem Goldstück bezahlen wollte, nahm der Verkäufer die Münze nicht. “Alter”-, sagte er und schüttelte bedauernd den Kopf, “du hast wenig im Leben gelernt!“ - “Was soll das?” murrte der Alte. “Ist mein Geld nicht gut genug?” Da hörte er die Antwort: “Wir nehmen hier nur das Geld, das einer zu seinen Lebzeiten verschenkt hat.”

Donnerstag, 5. August 2010

Kinder fragen nach Gott:

Kommen Tiere in den Himmel?

„Warum nicht?“, sagt Rainer Hagencord, ein Theologieprofessor in Münster, der sich besonders mit dem Thema Tiere und Religion befasst. Denn es gibt gute Gründe dafür, dass dein Meerschweinchen und Omas Hund bei Gott leben werden:

Ein Grund: Tiere sind ganz nahe bei Gott, weil sie keine Sünde begehen können. Sie können ja nicht entscheiden, ob sie gut oder böse sein wollen, und mussten deswegen auch nicht das Paradies (also Gottes Garten) verlassen.

Noch ein Grund: Tiere sind Teil der Schöpfung. Der heilige Paulus weiß, dass Tiere wie wir Menschen auch viel Schlimmes erleben. „Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden“, schreibt er in seinem Brief an die Gemeinde in Rom. Das heißt doch, dass Gott die ganze Welt erlösen wird. Alle Geschöpfe sind ihm wertvoll!

Ein Drittes: Wir glauben, dass wir einmal mit unserem ganzen Sein, mit allem, was uns ausmacht, bei Gott aufgehoben sein werden. Und da g e h ö ren unsere Freunde dazu und unsere geliebten Eltern und Geschwister. Wenn wir tot sind, hoffen wir, dass wir sie wiederfinden werden bei Gott. Und vielleicht auch das Tier, mit dem wir viele Jahre gelebt haben. Es gehört zu uns, und deshalb gehört es auch zu Gott. In Gottes Ewigkeit ist Platz für alle!

Christina Bramkamp

Sagen Sie mir Ihre Meinung!
Schreiben Sie mir, wie Sie darüber denken, ob Tiere in den Himmel kommen. Benutzen Sie dazu das Kontaktformular, ganz unten auf dieser Seite. Danke für Ihre Stellungnahme. (Wenn sie mitmachen erklären Sie sich bereit, dass Ihre Meinung auf dieser Seite veröffentlicht wird, unter Angabe Ihres Namenskürzels und ihres Wohnorts. Beispiel: Barbara S. aus Niederprüm meint: ...)

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Kein Moralunterricht für Kinder katholischer Eltern

In den Gemeinde- wie den Gemeinschaftsschulen in Ostbelgien dürfen, respektive müssen allein die Eltern entscheiden, ob ihr Kind dem Religionsunterricht oder aber dem nichtreligiösen Moralunterricht folgen wird.

Für katholische Eltern sollte diese Entscheidung eigentlich keinerlei Fragen aufwerfen, so Bischof Aloys Jousten in einem Rundschreiben; da der Religionsunterricht Teil des christlichen Erziehungsauftrages der Eltern ist. Der Moralunterricht wolle und könne „diesen Auftrag nicht wahrnehmen oder gar ersetzen“, da er nicht im Glauben verwurzelt ist. „Der Religionsunterricht will an erster Stelle die Botschaft des Evangeliums in der lebendigen Überlieferung der Kirche vermitteln. Er will helfen, den christlichen Glauben als eine den ganzen Menschen prägende Kraft zu erfahren.“

Die Erziehung zum Glauben „verlangt von den Eltern eine konsequente Haltung“, so unser Bischof. Und er wisse durchaus, dass „es hierzu manchmal Mut und Durchsetzungsvermögen braucht.“


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Dienstag, 3. August 2010

Jean-Marie Vianney - Pfarrer von Ars


Heute gedenken wir eines großen Menschen. Würde er noch leben, dann käme
jetzt Wiederspruch von ihm, denn er war zeitlebens ein bescheidener Mensch. Ich spreche vom heiligen Pfarrer von Ars.

Zuerst sollte er nicht Priester werden, denn die Verantwortlichen im Bistum meinten, er sei zu dumm und schaffe das Studium nicht. Tatsächlich hatte er Schwierigkeiten die lateinische Sprache zu lernen. Doch er bestand sein Studium und wurde 1815 zum Priester geweiht. Er bekam die kleine Pfarre Ars bei Lyon zugeteilt, wo er 37 Jahre segensreich gewirkt hat.

Durch sein reiches Gebetsleben, seine Seelsorge, seine Bescheidenheit und seine Begabung mit Menschen umzugehen, hat er viele Menschen zu Gott hingeführt. Bald wurde er ein gesuchter Beichtvater, der intuitiv die Probleme der Beichtenden erfasste. Etwa ab 1826 wurde Ars ein Pilgerort, weil die Menschen seine Predigten hören und bei ihm beichten wollten. Es wird berichtet, dass er täglich vierzehn bis achtzehn Stunden im Beichtstuhl saß. Sein Dienst im Beichtstuhl begann oft schon um 1 Uhr nachts. Alleine im letzten Jahr seines Lebens sollen insgesamt ca. 100.000 Menschen die Kirche in Ars besucht haben.

Durch seine geduldige, gütige und bescheidene Art fand Vianney den Weg zu den Herzen der Menschen und führte sie zur Umkehr. Aus dem gottverlassenen Ort machte er eine „Musterpfarrei“ mit sozialen Einrichtungen und engagierten Gemeindemitgliedern. 1859 starb er in Ars, seiner ersten und einzigen Pfarrei. 1925 wurde der „Pfarrer von Ars“ heilig gesprochen. Er ist der Patron aller in der Seelsorge tätigen Menschen.

Montag, 2. August 2010

"Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich für diese Aufgabe bestimmt."

Leben und Leiden des Propheten Jeremia

Wer als gläubiger Mensch seinen Weg mit Gott gehen möchte, hat es unter Umständen nicht leicht in dieser Welt. Das kann vom Achselzucken und Kopfschütteln über die Verspottung bis hin zu Feindschaft und Verfolgung reichen.

Eigentlich war das aber wohl schon immer so.
Auch der Prophet Jeremia hat dies erleben müssen. Er fühlt sich von seinen Feinden bedrängt. Es geht soweit, dass er mit Gott hadert und ihm Vorwürfe macht, denn als Prophet, als von Gott Berufener glaubte er sich des Schutzes Gottes sicher, doch er hat den Eindruck, Gott fordert immer nur von ihm, versagt ihm aber jeden Trost und Hilfe.

Aber Gott entlässt seinen Propheten nicht aus seinem Dienst. Er fordert weiter unbedingtes Vertrauen und gibt ihm die Zusage: Hab keine Angst vor ihnen, ich bin mit dir.

In dieser Woche hören wir - wie schon in der vergangenenen Woche - in den Werktagsgottesdiensten Lesungen aus dem Buch des Propheten Jeremia.


Die Berufung Jeremias zum Propheten

Jeremia wurde etwa 645 v. Chr. in der Nähe von Jerusalem in einer Priesterfamilie geboren. Er ist ein junger Mann, als Gott ihn in seinen Dienst beruft:

Das Wort des Herrn erging an mich: Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt. Da sagte ich: Ach, mein Gott und Herr, ich kann doch nicht reden, ich bin ja noch so jung. Aber der Herr erwiderte mir: Sag nicht: Ich bin noch so jung. Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten - Spruch des Herrn. Dann streckte der Herr seine Hand aus, berührte meinen Mund und sagte zu mir: Hiermit lege ich meine Worte in deinen Mund. Sieh her! Am heutigen Tag setze ich dich über Völker und Reiche; du sollst ausreißen und niederreißen, vernichten und einreißen, aufbauen und einpflanzen (Jer 1,4-10)

Jeremia wusste, dass er von nun an ein Prophet sein wird und immer für die Wahrheit eintreten muss, wenn Gott es will. Von nun an schaut er sich mehr in seiner Umgebung um. Er sieht, dass die Leute stehlen und lügen, Ehebruch begehen und morden, dass sie Götter anbeten, die gar keine sind, und am Feiertag versammehi sie sich wie Unschuldslämmer im Tempel zum Gottesdienst, als sei gar nichts gewesen.

„Das geht nicht!“, denkt Jeremia, „das nimmt ein schlimmes Ende. Ich geh in den Tempel und sag‘s ihnen.“ Er tut es. Er sagt den Leuten richtig die Meinung. „Euer Tempei wird vernichtet werden, lässt Gott euch sagen. Er wird vernichtet werden, und ihr mit ihm, werm ihr so weitermacht!“ Sie stürzen sich auf ihn und wollen ihn lynchen. Es wäre schlecht mit ihm ausgegangen, wenn da nicht einer von der königlichen Wache ihm geholfen hatte.

Aber er lässt sich nicht entmutigen. Beim nächsten Gottesdienst im Tempel geht er wieder hin. Er hat einen großen Krug dabei. Er stellt sich in die Mitte des Tempels und ruft: „Schaut mal, wenn ihr euch nicht bessert, dann ergeht es euch so!“ Damit wirft er den Krug auf den Marmorboden, so dass er in tausend Stücke zerbricht (vgl. Jer Kap 19). Die Leute halten sich die Ohren zu und schreien, der Priester lässt ihn gefangen nehmen und abführen, und hinter der Mauer wird er in einen Pflock gelegt. Hände und Füße und Kopf stecken zwischen den Balken, alles tut ihm weh, aber am meisten tut es ihm weh, wie sie ihn verspotten und ihn anspucken (Vgl. Jer Kap. 20)

Das Leben des Jeremia erhält seine Dramatik nicht nur durch die Ereignisse, in die er hineingestellt war, sie liegt auch im Propheten selbst begründet. Er besaß eine feinfühlige Natur, die zu einem Leben in Liebe und Stille drängte, aber sein Auftrag war, „ausreißen und niederreißen, vernichten und einreißen“ (vgl. Jer 1,10). Er musste vor allem Unheil voraussagen. Er sehnte sich nach Frieden und musste allezeit kämpfen: gegen die Seinen, die Könige, die Priester, die falschen Propheten, das ganze Volk. „Ein Mann, der mit aller Welt im in Zank und Streit liegt“ (vgl. Jer 15,10). Er wurde von seiner Sendung zerrissen und konnte sich ihr doch nicht entziehen (vgl. Jer 20,9). In seinen inneren Dialogen mit Gott bricht sich die Qual seines Herzens Bahn: „Warum dauert mein Leben ewig?“, oder jenes erschütternde Wort, das an Job denken lässt: „Verflucht der Tag, an dem ich geboren wurde“ (vgl. Jer 20,14). Durch seine Erfolglosigkeit, das sittliche und religiöse Leben des Volkes zu verändern, ist er tief enttäuscht worden.

Dieses Leiden hat aber seine Seele geläutert und offen gemacht für das Leben mit Gott. Jeremia sagt den Neuen Bund voraus. In der Passion seines Lebens und in seiner Unterwerfung unter den Auftrag Gottes kommt schon das Bild Jesu zum Vorschein. Zeit seines Lebens ist Jeremia in seiner Sendung gescheitert, nach seinem Tode aber wuchs seine Gestalt unablässig an Größe.

Sonntag, 1. August 2010

Gottesdienstordnung für den Monat August

Um alle Gottesdienste im Pfarrverband Reuland während des Monats August anzuzeigen, klicken Sie HIER

Wieder beginnt ein neuer Monat. Dieser ist - wie der Juli - ein Ferienmonat. Die Schulkinder haben noch frei bis 1. September und viele Arbeitnehmer, welche im Großherzogtum Luxemburg arbeiten beginnen mit ihrem Urlaub. Nachdem die Sonne im Juli die Urlauber verwöhnt hat, legt sie zur Zeit eine Ruhepause ein, zur Freude derjenigen welche soch hohen Temperaturen wie wir sie im Juli erlebten nicht gerne haben, oder ganz einfach nicht gut vertragen.

Jahrmarkt in Burg Reuland

Der August begann mit einem Sonntag, der vom Wetter her sehr zum Ausgehen einlud. Wolken und Sonne wechselten sich ab, aber es blieb trocken und war bei Temperaturen über 20 Grad sehr angenehm. Ideales Wetter, den Jahrmarkt in Burg Reuland zu besuchen, was denn auch viele taten. Aus der benachbarten Bundesrepublik, aus Luxemburg und der Wallonie, natürlich auch aus dem gesamten deutschsprachigen Gebiet kamen die Besucher angereist. Die Händler hatten sehr ansprechende Stände aufgebaut, das Warenangebot war groß. Für die Unterhaltung sorgte der KGL Musikverein "Burgecho Reulanbd - Lascheid", sowie andere Musikgruppen. Ein Feuerwerk beschloss den Tag. (Alle Fotos vom Markt von Ludwig Wirtzfeld)



Am 15. August feiern wir das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel.

Die Annahme, dass Maria, die Mutter unseres Herrn mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, gehört zu einer der ältesten Überlieferungen der Kirche.

In vielen Kirchen findet am 15. August nach altem Brauch die Kräuterweihe statt. Sie wird an diesem Tag vorgenommen, weil man den Namen und die Person der Gottesmutter seit altersher mit schönen und wohlriechenden Blumen in Verbindung gebracht hat. Maria trägt den Ehrennamen Blume des Feldes, oder Lilie der Täler. Seit alters her wissen die Menschen, dass von den Kräutern und Blumen des Feldes eine Heilkraft ausgeht. Die Menschen haben das erkannt und sich zu Nutzen gemacht. Ich möchte es einmal so ausdrücken: Sie haben erkannt, dass der Segen Gottes auf diesen Pflanzen liegt. Mit den Blumen bringen wir außerdem die Schönheit der Schöpfung in den Gottesdienst, der so zu einem sommerlichen Fest der Freude wird.