Freitag, 3. September 2010

Auftakt zum Fest "Im Dienste der Königin" in Steffeshausen

Am Freitagabend war es endlich soweit. Nach den fast einjährigen Vorbereitungen wurde das Marienfest „Im Dienste der Königin „ in Steffeshausen feierlich mit einem Gottesdienst eröffnet.

War es ein Zufall, dass der Start des Festes auf einen Herz-Jesu-Freitag fiel? Pater Jünemann ging in seiner Festpredigt darauf ein und stellte eine Verbindung her, zwischen dem Herzen Jesu und dem Unbefleckten Herzen Mariens. Er rief die Gläubigen auf, Maria in ihr Leben aufzunehmen und selber in das Leben Mariens einzutreten.

Wenn Maria uns auffordert, in ihr unbeflecktes Herz einzutreten bedeutet das mit anderen Worten, sie wirklich zum Vorbild gewählt zu haben und in allem auf ihre Hilfe zu vertrauen. Es muss uns, wie Maria, um Jesus gehen, dass er tatsächlich das Zentrum, Ausgangspunkt und Ziel unseres Lebens ist. Wir müssen in unserer Freiheit Christus unseren König und seine Herrschaft wählen, so führte der Festredner in seiner Predigt aus.

Wir beginnen dann das Leben der Liebe ernsthafter zu leben. Es ist das, was Gott von uns allen erwartet und uns zum höchsten Gebot gab. So leben wir die Heiligkeit zu der jeder Mensch berufen ist! Um das zu erreichen muss unser Herz stetz empfänglich sein für die Wahrheit und die Anrufe der Liebe Gottes. Dabei will uns Maria Vorbild sein.

Pater Hermann-Josef Jünemann lud die Gläubigen ein an den Feierlichkeiten der kommenden zwei Tage leilzunehmen. Hier noch einmal das Programm:

Das Festprogramm für Samstag und Sonntag:

Samstag, 4. September: 18 Uhr - Abendgottesdienst mit Predigt in Ouren

Sonntag, 5. September:

* 10.15 Uhr - Feierlicher Gottesdienst in Reuland mit Festansprache, mitgestaltet von den vereinigten Kirchenchören der drei Pfarren. Anschließend Generalversammlung der Vereinigung »Im Dienste der Königin« mit Mittagessen im Saal Richter-Scholtes. Es finden keine Messfeiern in Lascheid und Maspelt statt.

* 13.45 Uhr - Aufstellung der Prozession an der Pfarrkirche.

* 14 Uhr - Marienprozession unter Mitwirkung der Musikvereine von Reuland-Lascheid und von „Musica Nova“ Ouren-Steffeshausen-Auel sowie der vereinigten Kirchenchöre der drei Pfarren und des Jugendchores Contento.

* 15.15 Uhr - Abschlussfeier mit Festansprache an der Paul-Gerardy-Schule.






Gegen 16.00 Uhr: Frohes Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.

Donnerstag, 2. September 2010

Wort Gottes für den Tag, Freitag, 04. September 2010.

Die Leute kamen zu Jesus und sagten zu ihm: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die Jünger der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken. Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; in jenen Tagen werden sie fasten.Und er erzählte ihnen auch noch ein Gleichnis:
Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Kleid ab und setzt es auf ein altes Kleid; denn das neue Kleid wäre zerschnitten und zu dem alten Kleid würde das Stück von dem neuen nicht passen. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Denn der neue Wein zerreißt die Schläuche; er läuft aus und die Schläuche sind unbrauchb--- Neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen.Und niemand, der alten Wein getrunken hat, will neuen; denn er sagt: Der alte Wein ist besser. (Lk 5,33-39)

Am Beginn des heutigen Evangeliums steht ganz klar ein Vorwurf. Jesus wird sehr deutlich klar gemacht, dass seine Jünger wie alle anderen religiösen Gruppe dieser Zeit zu fasten haben. Das Fasten war Ausdruck der Bußgesinnung, aber auch Ausdruck der Erwartung des verheißenen Messias. Und gerade deshalb fasten Jesu Jünger eben nicht, denn sie haben den Messias gefunden.

Mit Jesus ist etwas Neues angebrochen

Das Reich Gottes ist in Jesus unter ihnen schon Wirklichkeit geworden. Und das macht Jesus den Pharisäern und Schriftgelehrten anhand eines Gleichnisses klar. Mit ihm ist etwas Neues gekommen: das neue Kleid, der neue Wein, wie Jesus es bildlich ausdrückt. Es passt nicht mehr zum Alten ja sprengt sogar das Alte, wie der neue Wein den alten Schlauch. Das heißt dann ganz konkret, dass Jesus Schluss macht mit der alten Ordnung der Pharisäer und Schriftgelehrten. Sie aber sehen nur das, was in ihren Augen das Gesetz vorschreibt und erkennen dabei nicht, dass in Jesus Gottes Reich schon längst angebrochen ist. Wie sieht es da mit uns aus? Sehen wir das angebrochene Gottesreich? (Florian Grimm, in Liturgie Konkret, 09/2010, 3. September)

Mittwoch, 1. September 2010

Wissenswertes zum Papstwappen



Das aktuelle Papstwappen von Papst Benedikt XVI. (seit dem 19. April 2005)



Papst Benedikt XVI. wählte für sein Papstwappen Symbole, die sich bereits in seinem erzbischöflichen Wappen fanden.

Das Wappen von Papst Benedikt wurde übrigens von Bischof Andrea Cordero Lanza di Montezemolo gestaltet.





3 Elemente im Papstwappen

In einem dreigeteilten Wappenschild ist der „Freisinger Mohr“ zu sehen. Er erinnert an die Zeit, als Papst Benedikt Erzbischof von München und Freising und später Kardinal war. Der gekrönte Mohrenkopf ist seit 1316 durch den Freisinger Bischof Konrad III. als Wappen des alten Fürstbistums Freising bezeugt und blieb bis zur Säkularisation 1802/1803 fast unverändert erhalten.

Ein besonders charakteristisches Element des neuen Papstwappens ist der sogenannte „Korbiniansbär“ (Bischof Korbinian verbreitete im 8. Jahrhundert in Altbayern den christlichen Glauben und wird als Patron der Erzdiözese verehrt). Der Bär symbolisiert als Lastträger Gottes auch die Bürde des Amtes.

Das dritte Element, die Muschel, hat einen mehrfachen Symbolwert. Sie bezieht sich zunächst auf eine berühmte Legende um den heiligen Bischof und Kirchenlehrer Augustinus (354 bis 430). Als dieser am Meeresstrand entlangging, um über die Unergründlichkeit des Dreifaltigen Gottes nachzudenken, traf er auf einen Knaben, der mit einer Muschel Meerwasser in eine kleine Grube schüttete. Als Augustinus ihn nach dem Sinn seines Tuns fragte, bekam er zur Antwort: „Ich schöpfe das Meer in diese Grube.“ So ist die Muschel das Symbol für das Eintauchen in das unergründliche Meer der Gottheit.

Eine weitere Bedeutung hat die Muschel: Als „Pilgermuschel“ weist das Symbol ferner auf einen zentralen Begriff des Zweiten Vatikanischen Konzils, das „pilgernde Gottesvolk“ hin, als dessen Hirte sich Erzbischof Ratzinger sah und jetzt auch Benedikt XVI. sieht. Als Erzbischof hatte er das Symbol bewusst auch als „Jakobsmuschel“ in sein Wappen aufgenommen. Sie fand sich im Wappen des Schottenklosters in Regensburg, wo sich jetzt das Priesterseminar dieser Diözese befindet. Damit weist sie auf eine Lebensstation des Papstes und sein Wirken als Theologielehrer hin. Von 1969 bis zu seiner Ernennung als Erzbischof von München und Freising im Jahre 1977 lehrte er an der Universität Regensburg Dogmatik und Dogmengeschichte.

Die Schlüssel des Himmelreiches

Als Symbole geistlicher und weltlicher Macht werden ein goldener und ein silberner Schlüssel in der Anordnung eines Andreaskreuzes dargestellt. Die Schlüssel werden als typisches Petrussymbol gedeutet und bedeuten die Petrus und seinen Nachfolgern von Christus übertragenen Macht ("Schlüssel des Himmelreichs").

Das von Papst Benedikt XVI. neu aufgenommene Pallium, ein aus reiner Lammwolle gewobenes Wollband mit drei roten Kreuzen, deutet auf die Aufgabe hin, Hirte der ihm von Christus anvertrauten Herde zu sein.

Tiara wurde durch Mitra ersetzt



Die üblicherweise in den Papstwappen dargestellte Tiara (dreifache Papstkrone) wurde von Papst Benedikt XVI. durch eine einfache, silberne Bischofsmitra (Mitra = griechisch für Stirnbinde) mit drei goldenen Bändern (Querbalken) ersetzt. Sie stellen die drei Gewalten des Weiheamts dar: Lehren, Lenken, Heiligen. (Vergleiche auf der Graphik die Tiara auf dem Wappen von Papst Johannes -Paul II.).

Kalenderblatt 1. September 2010