Samstag, 18. September 2010

Kirmes in Burg Reuland und Alster sowie in Maspelt

An diesem Wochenende (17. bis 20. September) wird in der Pfarre Reuland Kirmes gefeiert. Mit dem Dorf Reuland feiern Alster, Weweler und Stoubach ebenfalls Kirmes. Lascheid, das auch zur Pfarre Reuland gehört, feiert seine eigene Kirmes am darauffolgenden Wochenende (25/26. September) mit dem ‘Michelsfest‘. Unsere Vorfahren konnten einem solchen Fest noch so manches abgewinnen. Für sie war Kirmes ein wichtiger Tag im Jahresfestkreis. Für viele ist dieses Fest heutzutage dagegen eines von vielen Festen. Es geht unter, hat an Bedeutung verloren, angesichts der vielen Veranstaltungen die uns geboten werden.

An Kirmes (Kirchweih) erinnern wir uns an den Tag, da der Heiland zum ersten Mal in eine Kirche eingekehrt, ja gleichsam seine Wohnung aufgeschlagen hat.
Zwar wohnt Gott überall, im Himmel und auf Erden, an allen Orten, er kann in kein Gebäude eingeschlossen werden. Aber wir dürfen doch sagen, hier wohnt Gott in besonderer Weise. Hier wird sein Wort verkündigt, hier wird Christus im heiligen Opfer gegenwärtig unter uns, hier empfangen wir die Sakramente der Kirche.

Das Kirmestreiben beginnt am Freitagabend mit einerDisco in einem beheizten Festzelt in Alster, mit dem DJ-Team No Limit. Am Sonntag findet ein Festgottesdienst in der St. Stephanus-Kirche statt. Danach legen Vertreter des Junggesellenvereins einen Kranz am Ehrenmahl der Kriegsopfer nieder. Es schließt sich der Frühschoppen an. Am Nachmittag tragen die geladenen Vereine eine Schubkarren-Rallye aus. Abends findet im Saal Richter ein Ball mit DJ Joe statt.


Kirmes in Maspelt

Gleichzeitig mit Reuland feiert die Rektoratskirche St. Hilarius in Maspelt ihre Kirmes. Auch hier beginnt die Kirmes schon am Freitagabend mit dem Kirmesbaumaufrichten. Am Samstag, Sonntag und Montag finden sich die Bewohner in der kleinen Dorfgaststätte bei Helmut Reuten ein, um zu feiern. Am Sonntag findet ein Festgottesdienst in der Kirche statt, der durch den Kirchenchor St. Hilarius Bracht - Maspelt verschönert wird.


Einige Gedanken zur Kirmes
(nicht nur für Maspelt)


In jenen Tagen trat Josua vor das Volk und sprach: Fürchtet also jetzt den Herrn und dient ihm in vollkommener Treue. Schafft die Götter fort, denen eure Väter jenseits des Stroms und in Ägypten gedient haben, und dient dem Herrn! Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stroms dienten, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen. Das Volk antwortete: Das sei uns fern, dass wir den Herrn verlassen und anderen Göttern dienen. Denn der Herr, unser Gott, war es, der uns und unsere Väter aus dem Sklavenhaus Ägypten herausgeführt hat und der vor unseren Augen alle die großen Wunder getan hat. Er hat uns beschützt auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind, und unter allen Völkern, durch deren Gebiet wir gezogen sind. (Jos 19,14-17)


"Ich und mein Haus wollen dem Herrn diesen", das sagt Josua in der Lesung. Um diese Aussage zu verstehen, müssen wir uns erinnern, in welcher Situation Josua beziehungsweise das Volk Israel lebte. Josua war zu der Zeit, die wir hier betrachten, der Führer des Volkes Israel war. Er war der Nachfolger des Moses. Er hatte Israel ins gelobte Land geführt und Sicherheit und Frieden erkämpft. Nun ist er alt und er kann auf viele Erfolge hinweisen, die er mit Gottes Hilfe erfahren hat. Aber er hatte auch Fehler gemacht, und das Volk hatte nicht immer nach Gottes und den Anweisungen Moses und Josuas gehandelt. Das hatte oft zu Problemen geführt.

So hatte Gott angeordnet, dass sie bei der Eroberung des Landes sich nicht mit den betreffenden Völkern vermischen sollten, weil diese im tiefsten Heidentum lebten. Das Problem bestand darin, dass Gott vermeiden wollte, dass das Volk Israel sich mit den Heidenvölkern eins machte, ihre Sitten und Gebräuche annahm und schließlich auch ihren Glauben. Es sollte nicht dazu kommen, dass Israels Männer heidnische Frauen und gläubige israelische Frauen nicht heidnische Männer heiraten sollten.

Denn leider ist es eine Tatsache, dass in solchen Fällen sehr oft nicht der Gläubige den Ungläubigen bekehrt, sondern der Ungläubige den Gläubigen zu sich herabzieht. Das hatte Israel oft nicht beachtet und so lebte es mit heidnischen Völkern zusammen und hatte mit ihnen Gemeinschaft in allen Lebensgebieten und so handelten viele nicht nach den Geboten Gottes sondern waren der 'Welt' - das sind alle Dinge, die nicht dem Wort Gottes entsprechen - zu geordnet. Sie ließen sich vom Zeitgeist bestimmen.

Aber sie hatten scheinbar gute Argumente. Sie sagten: sicher wissen wir, dass Gott manches anders geboten hat. Aber ist das nicht zum Teil überholt und übertrieben? Passt das noch in unsere Zeit? Das alles darf man nicht so genau nehmen. Wenn wir auch manches anders halten, fallen wir ja nicht gleich vom Glauben ab. Wir tun doch nur das, was praktisch alle tun und das kann doch nicht so verkehrt sein.

Als ich mir das vor Augen führte, dachte ich plötzlich: Naja, das betrifft uns heute ja doch irgendwie. Als diese Kirche gebaut wurde, war sie in ihrer Größe sicher für Maspelt angemessen. Heute ist sie für unsere Gottesdienste meistens zu groß.

"Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen", der Leitsatz hat sich nur noch in einigen wenigen Familien gehalten. Die meisten haben sich angepasst, nicht an heidnische Bräuche, aber sie haben sich dem Zeitgeist der Bequemlichkeit angepasst.

"Lasst fahren die Götter, denen eure Väter gedient haben", diesem Motto hängt heute so mancher an. Der Abschied vom Christentum begann langsam, aber er geschah stetig, immer ein bisschen mehr. Ein bisschen Druck seitens der Freunde und die meisten kommen plötzlich ohne Gott klar oder glauben es zumindest. Es ist wie damals mit den Weggenossen Josuas: Ungläubige bekehren die Gläubigen.

Neue Götter scheinen am Himmel auf, die Konsum- und Freizeitgötter. Sie verlangen einiges an Zeit und Geld, scheinen aber attraktiver zu sein, als der lebendige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde und ganz bestimmt attraktiver, als Christus, der gekreuzigte. Mit der Zeit wird sich zeigen, welche Götter die besseren sind ....

Kalenderblatt 18. September 2010


Donnerstag, 16. September 2010

Das Bistum Lüttich feiert seinen Bistumspatron, den heiligen Lambertus


Am 17. September gedenkt die Kirche von Lüttich des HL. Lambertus. Lambertus wurde um 672 zum Bischof von Maastricht geweiht, musste aber schon drei Jahre später seinen Bischofsitz verlassen und wurde nach Stavelot in die Verbannung geschickt. Hier lebte er sieben Jahre lang in der dortigen Abtei, wo er zusammen mit dem hl. Willibrord aus Echternach die Christianisierung auch unserer Heimat vorantrieb.Er durfte schließlich zurück in seine Heimatstadt Maastricht.

Weil Bischof Lambert die Immunitätsrechte der Kirche gegenüber der Staatsgewalt konsequent verteidigte, ließ man ihn am 17. September, wahrscheinlich im Jahr 705, in seinem Haus in Lüttich (Leodium) erschlagen. Bestattet wurde er zunächst im Grab seines Vaters in der Ecclesia sancti Petri in Maastricht, aber um 717 von seinem Nachfolger Bischof Hubertus anlässlich der Verlegung des Bischofssitzes nach Lüttich an den Sterbeort zurückübertragen.

Schon früher, im Jahr 714, wird in den Quellen eine „Basilika des hl. Martyrers Lambert“ erwähnt, die wohl am Ort der Ermordung in Lüttich errichtet worden war. Über dem Lütticher Haus und dem Grab Lamberts entstand die 718 vollendete neue Basilica sancti Landiberti, in der schon bald eine besondere Verehrung des Bischofs Lambert einsetzte. Die in den folgenden Jahrhunderten immer wieder vergrößerte Kathedralkirche (karolingischer Bau, ottonische Basilika, gotische Kathedrale) und das Lambert-Mausoleum bestanden bis zur vollständigen Zerstörung in den Wirren nach der Französischen Revolution (1794).

Der hl. Lambert ist Patron vieler Kirchen und wie gesagt unseres Bistums. Nehmen wir am heutigen Tag unseren jetzigen Bischof Alois, der in der Nachfolge des hl. Lambertus steht, in unser Gebet mit hinein, und bitten wir Gott, er möge ihn leiten und führen in seinem Dienst als Bischof.

Dienstag, 14. September 2010

15. September: Maria Dolores - Fest der Sieben Schmerzen Mariens

Jesu Lebensweg führte zum Kreuz auf Golgotha. Maria ist ihrem Sohn nachgefolgt, hat mit ihm gelitten und ist so zur Mutter der Schmerzen herangereift. Viele haben in Schmerz und Leid bei ihr Trost und Hilfe gefunden.
Als in Mitteleuropa die große Pest wütete, der 25 Millionen Menschen zum Opfer fielen - um das Jahr 1350 - da kam in der christlichen Kunst die Darstellung der Schmerzensmutter auf, als Zeichen der Hoffnung und des Trostes inmitten des namenlosen Leids. Vom 15. Jahrhundert an stellte die Kunst die volkstümliche Mater dolorosa mit den Schwertern in der Brust dar. Von Papst Pius VII. wurde das Fest 1814 zum Dank für seine geglückte Heimkehr aus der fünfjähigen, durch die Franzosen verhängten Gefangenschaft für die ganze Kirche verfügt. Und so schauen auch wir heute auf die "Mater Dolorosa" und gedenken ihrer Schmerzen.
Von den "Sieben Schmerzen Mariens" spricht die Überlieferung der Kirche:
Es beginnt mit der Weissagung Simeons bei der Darstellung Jesu im Tempel. Eigentlich eine frohe Stunde, als Maria und Josef das göttliche Kind in den Tempel bringen, um es Gott zu weihen. Und doch fallen dunkle prophetische Worte: "Durch diesen werden viele in Israel zu Fall kommen. Er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen" (Lk 2,34+35). - An Jesus Christus werden sich die Geister scheiden. Nur wenige werden an ihn glauben. Viele werden gleichgültig bleiben, manche aber werden ihn hassen. Maria ist die Mutter aller Glaubenden, aller, die gegen den Strom schwimmen und Christus die Treue halten. - Sie ist aber auch die Mutter der Märtyrer, jener, die um des Glaubens willen Verfolgung, Benachteiligung und Spott erleiden.
Die Flucht nach Ägypten ist das zweite Schmerzensgeheimnis. König Herodes trachtet dem Jesuskind nach dem Leben. Und die Heilige Familie wird zur heimatlosen Flüchtlingsfamilie. Wie viele Menschen erleiden das schlimme Schicksal von Flucht und Vertreibung. Wie viele haben es im Zweiten Weltkrieg erlitten. Und doch: die Heimat im Glauben bleibt. - Gerade an marianischen Wallfahrtsorten fühlen sich viele zu Hause, die ihre Heimat verloren haben. Bei unserer himmlischen Mutter sind wir immer daheim.
Die Suche nach dem zwölfjährigen Jesus ist der dritte Schmerz Mariens. - Wie viele können sich auch damit identifizieren. Wie viele suchen nach verlorenen Söhnen und Töchtern! Gerade heute, wo so viele familiäre Bande abreißen. Möge Maria helfen, dass Eltern und Kinder sich wiederfinden. - Möge sie auch helfen, dass die junge Generation Christus wiederfindet, und nicht in der Gottvergessenheit verloren geht.
Am Kreuzweg muss Maria den letzten, furchtbaren Gang ihres Sohnes mitanschauen. Das ist der vierte Schmerz. Und von ihm gilt das alttestamentliche Wort: "Ihr alle, die ihr des Weges zieht, schaut doch und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz" (Klagelieder 1,12).
Leid anderer, geliebter Menschen anschauen zu müssen, ohne helfen zu können, ist eine harte Prüfung. Wenn wir nichts aktiv tun können, meinen wir, es ist alles sinnlos. Aber manchmal kommt es nur aufs Aushalten, aufs Beim -anderen -Bleiben an. - "Liebe zeigt sich im Bleiben" (Joseph Kardinal Ratzinger).
Schließlich sieht Maria ihren Sohn am Kreuz sterben. Maria war bei Jesus in seiner Todesstunde. Und da Jesus sie uns zur Mutter gegeben hat, hoffen wir, dass sie auch uns in unserer Todesstunde beisteht. So bitten wir sie ja in jedem Ave Maria: "Bitte für uns - jetzt und in der Stunde unseres Todes".
Den sechsten Schmerz sehen wir dargestellt auf unserem Gnadenbild: der tote Jesus wird in den Schoß seiner Mutter gelegt. "Pieta" wird diese Darstellung in der Kunst genannt. Unzählige Künstler haben sich an diesem Motiv versucht. Am berühmtesten Michelangelos Werk im Petersdom. Pieta - ein italienisches Wort - heißt zu deutsch: "Kummer, Leid", aber auch "Barmherzigkeit, Mitleid". Weil Maria das tiefste menschliche Leid selbst durchgemacht hat ist sie für alle Leidenden die mitleidsvolle "Mutter der Barmherzigkeit" geworden.
Der siebte und letzte Schmerz Mariens ist das Begräbnis Jesu. Bis zuletzt - bis zum Ort seiner letzten Ruhe bleibt Maria bei ihrem Sohn. Jesus ist den wirklichen, den vollen Tod gestorben, bis ins Grab hinein. Aber das Grab hat ihn nicht halten können. Der Sohn Gottes war stärker als der Tod. Darum sind für uns Gräber nicht Orte der Verzweiflung, sondern der Hoffnung. Und Maria ist die Trösterin der Trauernden. In den sieben Schmerzen Mariens können sich die Menschen in ihren Ängsten und Sorgen, in ihrem Schmerz und ihrem Kummer wiederfinden - wie auch in den 14 Kreuzwegstationen Christi. Danken wir Gott, dass er uns Maria, die Mutter der Schmerzen, gegeben hat.

Montag, 13. September 2010

14. September: Fest Kreuzerhöhung

Ursprung des Festes

Das heutige Fest erinnert an Ereignisse der frühen Kirchengeschichte. Nachdem die Juden im Jahre 135 n. Chr. einen letzten Aufstand gegen Rom versucht hatten, vertrieb sie Kaiser Hadrian aus Jerusalem und gründete dort eine heidnische Stadt. Das Gelände mit dem Grab Jesu wurde eingeebnet und darüber ein Aphrodite-Heiligtum errichtet. Erst Kaiser Konstantin ließ im Jahre 326 die heidnischen Bauten niederreißen und den natürlichen Felsen, in den das Grab Jesu gehauen war, wieder freilegen. Gemäß römischer Sitte überbauten die kaiserlichen Architekten das Grab Christi mit einem Rundbau, an den eine fünfschiffige Basilika angeschlossen wurde. Die Weihe dieser großartigen Anlage erfolgte am 13. September 335. – Nach legendären Berichten hatte die Mutter Konstantins, die heilige Helena, das Kreuz Christi in Jerusalem aufgefunden und es einen Tag später vor allem Volk „erhöhen“, d. h. zur Verehrung aufstellen lassen.


"An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab... und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei." (Joh. 19,41-42)
Nur wenig ist von dem ursprünglichen byzantinischen Bau erhalten, der 614 n.Chr. von den Persern geplündert und niedergebrannt worden war. Dem teilweisen Wiederaufbau unter dem Patriarchen Modestos folgte eine Beschädigung der Kirche durch ein Erdbeben im Jahre 808 und die Zerstörung auf Befehl des Fatamidenkalifen al-Hakim 1009. Ein Teil des Bauwerks wurde 1048 unter dem byzantinischen Kaiser Konstantin Monomachus wiederaufgebaut, doch die meisten Trakte der heutigen Grabeskirche sind das Ergebnis des Wiederaufbaus unter den Kreuzfahrern im 12. Jahrhundert sowie späterer Renovierungsarbeiten (die jüngsten Restaurations- und Konservierungsarbeiten begannen 1959 und sind bis heute nicht abgeschlossen). Die heutige Kirche umfaßt die Hälfte des Areals der ursprünglichen byzantinischen Kirche, und nur die Grabrotunde entspricht annähernd in Form und Anlage dem Original aus dem 4. Jahrhundert.
Nach der Kreuzfahrerzeit fielen Bezirk und Bau der Grabeskirche in den Besitz der drei großen Denominationen - der griechisch-orthodoxen, der armenisch-orthodoxen und der römisch-katholischen (lateinischen) Kirche. Andere Gemeinschaften - die koptisch-orthodoxe (ägyptische), die äthiopisch-orthodoxe und die syrisch-orthodoxe Kirche - haben ebenfalls bestimmte Rechte und kleineren Besitz in der Kirche oder ihrer nahen Umgebung. Die Rechte und Privilegien aller dieser Gemeinschaften werden durch den Status quo der heiligen Stätten (1852) geschützt, wie er durch den Artikel LXII des Abkommens des Berliner Kongresses (1878) garantiert wird.
Nach einem Erdbeben im Jahre 1927 mußte die zuständige politische Instanz (wie vom Status quo vorgesehen) eingreifen, um die dringend erforderlichen Reparaturarbeiten an der Bausubstanz durchführen zu lassen. Derartige Interventionen sind seit 1959 nicht mehr notwendig, da die drei großen Gemeinschaften inzwischen ein gemeinsames bautechnisches Amt eingesetzt haben.
Einige der umstrittenen Angelegenheiten bleiben jedoch ungelöst; dazu gehört der andauernde Konflikt zwischen der koptischen und äthiopischen Orthodoxie über die Besitzrechte in der Kapelle der Äthiopier (auf dem Dach der St. Helena-Kapelle).

Fest Kreuzerhöhung in Ouren
Am heutigen Tag schauen wir auf das Kreuz. Mehr aber noch auf den am Kreuz erhöhten. Jesus ist seinen Weg zu Ende gegangen, unbeirrbar, konsequent. Es war der Weg der Liebe und der Gewaltlosigkeit. Den Mächtigen seiner Zeit missfiel sein Verhalten. Seine Forderungen störten sie. Er hätte sich anpassen sollen, dann wäre ihm nichts geschehen. Aber dann wäre er weder Gott noch sich selbst treu geblieben und es gäbe für unsere Verstorbenen keine Hoffnung. Sein Tod am Kreuz: In den Augen der Welt ein Scheitern, in den Augen der Gläubigen ein Sieg, unser Sieg.
Dieses Fest bedeutet für die Ourener sozusagen die "zweite Kirmes". Sie haben das Fest am vergangenen Wochenende begangen.

Sonntag, 12. September 2010

13. September - Gedenktag des Hl. Johannes Chrysostomus

„Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.“ Dieses Sprichwort passt zum heiligen Johannes Chrysostomus, dessen wir heute gedenken. Der Bischof aus Konstantinopel war ein so begnadeter Prediger, so dass man ihn „Goldmund“ – Chrysostomus – nannte. Als Bischof lebte er sehr einfach; er sorgte sich für die Kranken und Armen seiner Stadt durch den Bau von Krankenhäusern und Hospizen und mahnte die soziale Verantwortung auch bei Hofe an. Das brachte ihm Verleumdunge-und Verbannung ein, in deren Folge er schließlich im Jahr 407 starb. Mit Blick auf ihn könnten wir das Sprichwort erweitern: „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund und handeln die Hände.“Kirchenlehrer


Johannes Chrysostomus wird als einer der vier großen griechischen Kirchenväter verehrt, in der katholischen Kirche zählt er zu den Kirchenlehrern. Die Übersetzung seiner Werke ins Lateinische begann um 415/420 durch die Arbeit des Anianus von Celeda, der damit den Pelagianismus verteidigen wollte. Der Umfang unechten Materials ist sehr hoch; das bedeutendste dieser Werke ist ein Kommentar zum Matthäus-Evangelium, vefasst von einem Anhänger des Arianismus, wohl in Italien um das Jahr 600. Die Würdigung als "Chrysostomos" wurde erstmals im 6. Jahrhundert gebraucht. 1908 wurde Johannes von Papst Pius X. zum Patron der Prediger ernannt. Die nach ihm benannte Liturgie, die Normalordnung des Gottesdienstes in den orthodoxen Kirchen, stammt nicht von Johannes; wahrscheinlich gehen Gebete zur Gabenbereitung und einige der zentralen Priestergebete auf ihn zurück.
Attribute: Bienenkorb, mit Engel
Patron der Beter, Prediger und Redner; bei Epilepsie