Mittwoch, 5. Januar 2011

20*C+M+B+11 Die Sternsinger kommen!



Wir feiern das Fest der "Erscheinung des Herrn"

Manche Ereignisse die man uns erzählt können wir nicht auf Anhieb glauben und dann sagen wir: Da geh’ ich doch mal selber hin und schaue mir das an. Ja, manche Dinge muss man selbst gesehen oder erlebt haben um sie zu begreifen. Heute feiern wir, dass Menschen, drei Könige, oder Sterndeuter, aus fernen Ländern zu Maria und Jesus kommen, weil sie den neugeborenen König selbst sehen wollen. Dahinter steht: Ich möchte es selbst sehen, um es zu begreifen, um es wahrzunehmen.

Das heutige Fest „Erscheinung des Herrn“ erinnert uns daran, dass Gottes Heil nicht auf bestimmte Personen begrenzt ist, oder auf eine bestimmte Region. Nein, Gottes Heil gilt allen Menschen. Darum stellt uns die Hl. Schrift die Sterndeuter vor, die hl. drei Könige, wie sie im Volksmund genannt werden. Sie stehen stellvertretend für alle Menschen außerhalb Israels. Sie verkörpern die Erdteile der damals bekannten Welt. Unser Glaube sagt: Christus ist das Licht für alle Menschen.

Die Sterndeuter stehen für die vielen suchenden Menschen. Es sind solche die mit der Botschaft Jesu noch nicht so vertraut sind und jene, die sich schwer tun mit seinem Evangelium. Vielleicht gehören wir selber zu ihnen. Für sie alle stehen die Sterndeuter stellvertretend.

ln diesen Tagen werden wieder viele Jungen und Mädchen als Sternsinger unterwegs sein und die Frohe Botschaft von der Geburt Christi in die Häuser und Wohnungen der Menschen tragen. Die Kinder und Jugendlichen tun dies in ihrer Freizeit, sie sammeln Geld, nicht um ihr Taschengeld aufzubessern, sondern damit Kinder in armen Ländern geholfen wird. Dieses Jahr tun sie es für die Kinder in Kambodscha. Dort werden jedes Jahr noch immer viele Kinder durch Landminen verletzt. Diese schrecklichen Waffen, die aussehen wie eine Untertasse, liegen wenige Zentimeter unter der Erde verborgen. Wer darauf tritt löst eine Explosion aus und die Folge sind meistens verstümmelte Arme oder Beine.

Die diesjährige Aktion der Sternsinger zielt darauf ab, dass solche Kinder mit einer körperlichen Behinderung eine gute ärztliche Versorgung und gute Arm- und Beinprothesen bekommen, damit sie zur Schule gehen können und - trotz Behinderung - mit den andern Kindern spielen können.

Eine gute Sache also. Durch das Tun unserer Sternsinger, durch ihr Engagement wird für mich eines deutlich: Wo Menschen nicht nur an sich selber denken, sondern sich für andere einsetzen, da ist eine Sternstunde für die Menschheit. Da wird es hell und warm in den Herzen vieler Menschen. Da geht für viele ein Licht auf, wie den Sterndeutern damals. Öffnen wir uns für die Botschaft der Sternsinger, öffnen wir unsere Herzen und Geldbeutel, damit viele Kinder in Kambodscha Sternstunden erleben dürfen.

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