Sonntag, 30. Januar 2011

„Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen“


Heute ist der Gedenktag des heiligen Johannes Don Bosco. Mit ihm verbinden wir Fröhlichkeit und Liebe zur Jugend. „Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen“, lautete seine Devise, als er sich als engagierter Priester im 19. Jahrhundert um die verwahrloste Jugend von Turin kümmerte.

Als Jugendlicher wächst er selber in bettelarmen Verhältnissen auf, seinen Vater hat er sehr früh verloren. Mit 14 Jahren ist er noch Analphabet. Was kann aus diesem jungen Menschen noch werden? In den meisten Fällen wäre sein Schicksal besiegelt, das ist leider noch heute so und umso so mehr vor fast 200 Jahren. Es ist das Glück dieses jungen Johannes Bosco, dass ein Pfarrer sich seiner annimmt, seine vielfältigen Begabungen entdeckt und ihn fördert, so dass er nach langem Mühen schließlich selbst Priester werden darf. Diese Erfahrung wird ihm selbst zur Berufung. Er nimmt sich der Jugendlichen in Turin an, er sorgt für ihren Leib und ihre Seele. Er gibt sein Leben lang weiter, was er selbst als Jugendlicher erleben durfte.

Zu seinem Wirkungskreis gehörten auch die Sträflinge des Turiner Gefängnisses, vor allem aber sah er seine Berufung darin Jugendlichen, die als sogenannte Straßenkinder in der Stadt herumlungerten, eine neue Perspektive für ihr Leben aufzuzeigen. Sein Mut zu diesem Unternehmen kam aus dem Vertrauen zu den Menschen und vor allem zu Gott. Bis heute halten die Ordensleute der Salesianer Don Bosco an dieser Sendung fest. Mit Gottvertrauen setzten sie ihre sozialen Anliegen durch: Voller Zuversicht gehen sie mutig den Weg, den sie als ihre persönliche Nachfolge Jesu begreifen - Sie tun es in der Hoffnung, dass Gott ihnen gegeben werde, was sie für ihre Aufgabe brauchen.

Gottes Liebe will auch uns zutiefst anrühren und zu einer Haltung der Mitmenschlichkeit und Gelassenheit bewegen.

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