Montag, 21. Februar 2011

Fest der "Kathedra Petri" am 22. Februar

„Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Mt 16,16). Damit bekennt sich Petrus als erster zu Jesus als dem Sohn Gottes. Das aber ist kein Ergebnis seiner rein menschlichen Erfahrung und Überlegung. Jesus sagt: „Nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel“ (Mt 16,17). Der Glaube, zu dem Petrus gefunden hat, ist im Letzten ein Geschenk Gottes.

Jesus bestätigt den Glauben seines Apostels Simon und gibt ihm einen neuen Namen: „Ich aber sage dir: Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine
Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16,18). Dieser Felsendienst des Petrus soll in den Augen Jesu mehr sein als nur ein Symbol. Denn Jesus sagt weiter: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein“ (Mt 16,19). Die Schlüsselgewalt bedeutet Macht und Ehre, aber noch mehr stellt sie die Last der Verantwortung dar: Dem Petrus ist der Dienst der Einheit aufgetragen. Er soll das sichtbare Fundament der Gemeinschaft sein, in dem die Kirche ihre Festigkeit gewinnt. In jeder Eucharistiefeier wird für den Nachfolger des Petrus gebetet. Nur im Vertrauen auf den Heiligen Geist kann er den Platz auf der Kathedra Petri einnehmen.
Kathedra Petri heißt das Fest, welches die Kirche am heutigen Tag, dem 22. Februar, feierlich begeht. Kathedra Petri bedeutet so viel wie ‚Stuhl des Petrus'. Das Fest dient in der katholischen Kirche heute aber dem Gedenken an die an die Übertragung des besonderen Hirtenamtes, des Papstamtes, an Petrus und an die Errichtung des Bischofsstuhles in Rom durch Petrus, es ist in Rom schon Mitte des 4. Jahrhunderts bezeugt. So dürfen wir heute der 264 Bischöfe von Rom gedenken, die dem Petrus als Päpste im Dienst an der Kirche Jesu Christi nachgefolgt sind.
Die Kirche wird aber nicht nur repräsentiert durch den Bischofsstuhl von Rom, sondern wir alle sind Steine, mit denen Jesus seine Kirche aufbaut und in der er lebt. Und als „petri“ Steine haben wir die Verpflichtung sein Werk, das er begonnen hat, fortzuführen. Das soll unsere persönliche Aufgabe als Christen sein. Dazu hat uns Jesus berufen und darüber lässt uns das Fest Kathedra Petri nachdenken.

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