Samstag, 5. Februar 2011

Gründungstreffen einer neuen "Glaube und Licht"- Gruppe


Am Sonntag, 06. Februar 2011 ist es endlich soweit! Nach einer langen Anlaufzeit findet das erste Treffen um 14, 00 Uhr in Iveldingen / Amel statt. Nachdem wir uns in einer Vorstellungsrunde kennengelernt haben (in den Räumlichkeiten unter der Kirche) und Lieder gesungen haben, feiern wir gemeinsam Gottesdienst, der unter dem Thema steht: "Ihr seid das Licht der Welt". Nach der Eucharistiefeier sind wir dann noch bei Kaffee und Kuchen zusammen. Alle Menschen mit einer geistigen Behinderung sind eingeladen teilzunehmen.

Was ist "Glaube und Licht"

„Glaube und Licht“ gibt es seit Ostern 1971, also seit ungefähr 40 Jahren. Damals pilgerten Marie-Hélène Mathieu und Jean Vanier mit einer Behindertengruppe nach Lourdes. Sie spürten dort, dass sie nicht überall Willkommen waren. Manche Hotels wollten keine geistig Behinderten aufnehmen. Die Gruppe um Marie-Hélène Mathieu und Jean Vanier suchte Kontakt zu anderen Behindertengruppen, denen es ähnlich ging. Nach dieser Wallfahrt, die für alle trotzdem eine Gnadenzeit wurde, hielten zahlreiche Gemeinschaften die Verbindung aufrecht und vertieften sie. So entstand „Glaube und Licht“ aus dem Wunsch heraus, Menschen mit einer geistigen Behinderung und ihren Familien zu helfen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Im Lauf der Jahre entstanden in der ganzen Welt in verschiedenen christlichen Traditionen weitere Gemeinschaften in 75 Ländern.

Das Ziel von „Glaube und Licht“

Die Verantwortlichen von „Glaube und Licht“ verfolgen das Ziel, Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, ihren Angehörigen und Freunden die Gelegenheit zu geben, in einem christlichen Geist ihre Freundschaft zu teilen, miteinander zu beten, zu feiern und die Freude am Leben zu pflegen. Die Gemeinschaften, die normalerweise bis dreißig Personen umfassen, treffen sich in regelmäßigen Abständen, bevorzugt am Sonntagnachmittag. Darüber hinaus werden Ferienlager, Exerzitien oder Wallfahrten organisiert.

Monatliche Treffen

Gemeinschaft und Begegnung ist sehr wichtig bei „Glaube und Licht“. Darum gibt es monatliche Treffen. Sie umfassen eine Zeit des Wiedersehens, um miteinander zu sprechen und einander zuzuhören. Wesentlich ist es persönliche Beziehungen zu knüpfen, wo man die Leiden des anderen entdecken kann. Den Personen mit einer geistigen Behinderung gibt „Glaube und Licht“ die Möglichkeit Freundschaften aufzubauen und zu leben. Wir sind davon überzeugt, dass im gegenseitigen Annehmen, im Miteinander eine Kraft liegt, nämlich die Kraft der Liebe, die im Innern eines jeden Menschen versteckte Quellen zum Sprudeln bringen kann.
Religiöser Bezug
Als das Besondere oder sagen wir lieber als der wesentliche Unterschied zwischen anderen Behindertenorganisationen und „Glaube und Licht“ ist sicher der religiöse Bezug zu nennen. Alle Gruppen bekennen sich zur christlichen Tradition und es ist in den Gruppen eine Selbstverständlichkeit bei dem monatlichen Treffen gemeinsam Eucharistie zu feiern oder, wenn ein Priester fehlt, andere Formen des gemeinschaftlichen Gebetes, der Schriftlesung oder des persönlichen Austausches zu pflegen und so Gemeinschaft mit Gott zu suchen.

Gerade der geistig behinderte Mensch, der in unserer Zeit des Wettlaufs oft überfordert ist und sich dadurch zurückgestoßen fühlt, braucht eine klare Zusage, dass er liebenswert ist. Das heißt: er braucht die Zusage, dass er wertvoll ist, so wertvoll wie jeder andere Mensch. Denn der Wert eines Menschen ergibt sich nicht aus der Summe aller Leistungen die der Mensch erbringt, sondern jeder Mensch ist zunächst ein Kind Gottes, von Gott gewollt, von Gott geschaffen und deshalb sehr wertvoll. In der Gemeinschaft von „Glaube und Licht“ versuchen wir also den behinderten, deren Eltern und Familien spüren zu lassen, dass sie einen Schatz in sich tragen, dass sie in der Lage sind Anderen etwas zu schenken, das sie Freude verbreiten können, dass ihr Gebet für die Kirche sehr wichtig ist und dass sie wertvoll sind indem was sie sind

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