Sonntag, 27. Februar 2011

Wort Gottes für den Tag, Montag, 28. Februar 2011.

Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Danach wird Jesus heute im Evangelium gefragt. Eine gute Frage, die auch die meinsten unter uns sicherlich interessiert. (Lies: Mk 10,17-27) Da kommt ein reicher Mann in Kontakt mit der kleinen Jüngergemeinde die sich um Jesus angesammelt hat und fragt sozusagen nach den Bedingungen, die Anrecht auf das ewige Leben geben. Er weiß anscheinend noch nicht, dass es vor Gott kein Tun gibt das ihm Recht und Anspruch auf den Himmel gibt.

Jesus antwortet zunächst wie ein Gesetzeslehrer: Du kennst doch die Gebote und nennt exemplarisch: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, da sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! (Ex 20,12-16). Der Mann beteuert, alle diese Gebote von Jugend an befolgt zu haben. Jesus und darin eingeschlossen die Gemeinde reagieren positiv: er gewann ihn lieb. Der Mann ist willkommen.

Aber dann folgt der entscheidende Rat Jesu. Er antwortet dem jungen Mann nicht, was er tun muss, sondern was er lassen muss, nämlich alles: „Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!“ (Mk 10,21) Jesus bietet ihm eine unvergängliche ‚Wertanlage’ bei Gott, die ihm niemand je wird nehmen können. Aber Kein Wunder, dass der Mann über Jesu Antwort erschrocken ist. „Er ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.“ Dann setzt er doch lieber auf seinen Besitz als auf die Verheißungen Jesu. „Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen“ kommentiert Jesus den Abgang des Mannes.

Wie die Jünger damals wird das Wort Jesu die Christen aller Zeiten er
schrecken und bestürzen. Aber er nimmt es nicht zurück, sondern schärft es noch ein: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
Natürlich muss man sich dann fragen: Wer kann dann noch gerettet werden? Können wir dann noch vor Gott bestehen? Die Provokation bleibt. Jesus fragt alle Christen: Wie hältst du es mit deinem Besitz? Hast du ihn oder hat er dich? Wo hindert er dich an der Offenheit Gott und den Menschen gegenüber?
In dieser Spannung zwischen Festhalten und Loslassen sind wir alle herausgefordert, unsere persönlichen Entscheidungen zu treffen und uns zu fragen: Bin ich auf dem Weg, der zum Leben führt? Was ist mir wichtig? Wofür lebe ich? Wo setze ich meine Prioritäten? Was muss ich eventuell lassen, um das ewige Leben zu gewinnen? Fragen, die wichtig sind und die jede(r) für sich beantworten muss. Letzten Endes dürfen wir aber auf die Größe und die Güte Gottes zählen. Auch bei unserem Versagen ist er noch der absolut Gute. Denn „für Gott ist alles möglich“ (Mk 10,27).

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