Mittwoch, 23. Februar 2011

Zeuge gesucht - Wahl des Matthias zum Apostel Jesu

„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt“, heißt es im Johannes-
evangelium. Die Apostelgemeinschaft will nach dem Ausscheiden von Judas den Zwölferkreis wieder schließen. Sie spüren: Die endgültige Entscheidung für einen Nachfolger zu treffen, liegt nicht in ihrer Macht allein. Und es gibt Kriterien: Er muss zum erweiterten Jüngerkreis gehören und er muss Zeuge der Auferstehung sein können.


Wie der Herr sich selbst seine Jünger ausgesucht hat, so lassen sie sich bei dieser Wahl vom Geist Gottes leiten, der sich für Matthias als Nachrücker in den Apostelkreis entscheidet.
Suchen wir nach Quellen der Verehrung des Apostels Mathias steht die neutestamentliche Überlieferung in Apg 1, 5-26 sicher an erster Stelle. In den Tagen nach der Aufnahme Jesu in den Himmel, noch vor dem Pfingstfest, rief Petrus die Jünger Jesu zusammen und forderte sie auf, anstelle des zum Verräter gewordenen Judas Iskariot einen anderen aus ihrem Kreis zum Apostel nachzuwählen. Die Bedingung für den Kandidaten lautet: ,,Einen der Männer, die bei uns waren in der ganzen Zeit, da der Herr Jesus bei uns aus- und einging.“

Der Überlieferung nach gab es zwei Kandidaten, welche würdig zu sein schienen, nämlich Josef, genannt Barsabbas, und Matthias. Und so sollte, das Los entscheiden. Es fiel auf Matthias, der darum als Ersatzapostel den noch lebenden elf Aposteln beigezählt wurde. Mehr wissen wir nicht über diesen Apostel der jetzt dem Zwölferkreis hinzugerechnet wird. Weder über sein persönliches Schicksal, noch über seine Tätigkeit, wissen wir nichts historisch Gesichertes.
Nach der Legende soll Matthias in Äthiopien gewirkt und das Martyrium erlitten haben. Seine Reliquien wurden im Auftrag der Kaiserin Helena nach Trier gebracht; dort werden sie in der Abteikirche St. Matthias verehrt, die im Mittelalter das Ziel vieler Wallfahrten war.

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