Donnerstag, 31. März 2011

April, April


Der April macht, was er will", heißt eine alte Bauernregel. Der April ist ein unbeständiger Monat: Sonnenschein wechselt mit Regen oder gar Schneefall. Von angenehmer Wärme fällt die Temperatur noch einmal auf winterliches Niveau. Ein wankelmütiger Monat, der April: Der Winter will sich noch nicht ganz verabschieden, aber der Frühling ist auch nicht mehr aufzuhalten. Altes muss weichen, damit Neues kommen kann. Der April ist eine Zeit des Umbruchs, geprägt nicht nur von Wetterkapriolen, sondern auch von Stimmungsschwankungen.

Aprilscherz

Erstmals überliefert ist die Redensart „in den April schicken“ in Deutschland 1618 in Bayern. Mit den europäischen Auswanderern gelangte diese Tradition auch nach Nordamerika. Wie es dazu kam, dass der 1. April zum Tag für besondere Scherze wurde, ist bislang unbekannt. Gesichert ist dem Theologen Manfred Becker-Huberti zufolge einzig, dass es schon im Volksglauben der Antike eine Vielzahl von angeblichen Unglückstagen gab (vergl. Freitar, der 13.), zu denen regelmäßig auch der 1. April zählte.

Was ist los im April?

Gottesdienstordnung für den Monat April:
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Es ist noch Fastenzeit

Kehrt um! Diese Aufforderung zieht sich als Grundton durch die gesamte Fastenzeit. Umkehren bedeutet: sich umwenden und zurückgehen oder -fahren bzw. etwas in die entgegengesetzte Richtung bringen. Das heißt also konkret, dass ich die bisher gegangenen Wege mit all ihrem Auf und Ab, mit all ihren Unwegsamkeiten, mit all meinen Fehlern und mit all meiner Schuld zurückgehe. Zunächst eine erschreckende Vorstellung – und dennoch: Wenn ich konsequent diesen Weg weitergehe, bedeutet das auch, zu meinem Ursprung, zu meinem Schöpfer, zu Gott zurückzukehren. Unter diesem Aspekt wird die Aufforderung „ Kehrt um!“ zu einer frohen und befreienden Botschaft.

4. Fastensonntag: „Laetare“

Wir stehen mitten in der österlichen Bußzeit und sind auf dem Weg hin zum Höhepunkt des Kirchenjahres, dem Osterfest, an dem wir Christi Tod und Auferstehung feiern. Dass diese Zeit nichts mit Verbitterung und Lebensverneinung zu tun hat, erkennen wir am Namen des vierten Fastensonntags: „LAETARE ‑ Freue dich!“ Wir dürfen uns freuen. Denn wir gehen auf ein gemeinsames Ziel zu, auf Ostern.

Freude lässt sich nicht verordnen. Freude wächst, wenn wir mit offenen Augen wahrnehmen, welche Fülle uns jeden Tag geschenkt ist.

Fastenkollekte „MITEINANDER TEILEN“

Freuen wir uns, dass Jesus uns das Gebot der Liebe gegeben hat, das uns über unseren eigenen Tellerrand hinweg schauen lässt zu denjenigen, die nicht über die materiellen Dinge verfügen, die wir als selbstverständlich hinnehmen.

Die Fastenaktion „MITEINANDER TEILEN“ lädt uns am 4. Fastensonntag zur Solidarität ein mit diesen Menschen. MITEINANDER TEILEN möchte auf die Menschen in den Elendsvierteln der großen Städte in Afrika, Asien und Lateinamerika aufmerksam machen und bittet um unsere finanzielle Unterstützung. Diese Menschen sind auf vielfache Weise bedroht: Ihnen fehlt ein sicheres Dach über dem Kopf. Die Wohnverhältnisse sind nach unseren Maßstäben unzumutbar, sauberes Trinkwasser ist eine Rarität. Eine hinreichende Gesundheitsversorgung ist der dringende Wunsch vieler Menschen. Kinder würden gerne zur Schule gehen wenn es denn eine gäbe oder wenn sie das Schulgeld bezahlen könnten; eine hohe Arbeitslosigkeit verschärft die Armut noch zusätzlich.

„Menschenwürdig leben. Überall!“. Mit diesem Motto stellt sich MISEREOR auf ihre Seite und rückt sie in den Mittelpunkt der Fastenaktion 2011. Diese Menschen kann MlSEREOR nur dank unserer großzügigen Hilfe bei ihren Anstrengungen für ein würdigeres Leben unterstützen. Herzliche Empfehlung!

10. April, der
5. Fastensonntag

Dieser trug früher den Namen Passionssonntag, weil uns die kommenden Tage zum Leiden und Sterben Jesu hinführen.

„Mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?“ (GL 621,1) Der Mensch fürchtet den Tod, er möchte leben. Wir hören an diesem Sonntag vom Tod des Lazarus‘, des Bruders der beiden Schwestern Marta und Maria. Marta weiß, von wem sie allein noch Heil und Leben erwarten kann: von Jesus Christus. Alles, worum er Gott bittet, wird Gott ihm geben.

17. April: Palmsonntag

Ich wäre gerne dabei gewesen - damals in Jerusalem. Jesus kam in diese Stadt und viele hatten auf ihn gewartet. Er sollte den Frieden bringen. Die Menschen jubelten ihm zu wie einem König. Aber es war ungewöhnlich, dass dieser König nicht auf einem schönen Pferd saß, sondern auf einem jungen Esel ritt.

Jesus ist ein besonderer Mensch. Sein Leben ist beeindruckend, einzigartig und es endet tragisch. Wir feiern ab heute den letzten Teil seines Lebensweges. Wir gehen ihn mit und beginnen heute mit dem feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem. Heute und in den Tagen der Karwoche spielen wir nicht den Leidensweg Jesu nach, sondern wir machen deutlich: Es ist auch unser Weg, ein Weg mit Jesus Christus auf den Tod zu, an dessen Ende wir die Auferstehung erhoffen.

Nach altem Brauch segnen wir an diesem Tag die Palmzweige, die wir nach dem Gottesdienst mit nach Hause nehmen um damit die Kreuze unserer Wohnungen zu schmücken.

21. April, Gründonnerstag

Dieser Tag erinnert an das Letzte Mahl Jesu und seiner Jünger am Abend vor seinem Tod. Die Freunde Jesu wussten damals in Jerusalem noch nicht, dass ihr Herr am nächsten Tag am Kreuz sterben würde und dass es das letzte gemeinsame Mahl mit Jesus war. Im Evangelium hören wir wie Jesus den Jüngern die Füße wäscht. Ihre Verwunderung darüber ist allzu verständlich. Ein Gastgeber, der seinen Gästen die Füße wäscht! Das ist doch allerhand! Vornehme Leute würden das ihre Dienstboten machen lassen. Wenn überhaupt ... Aber Jesus ist scheinbar nicht so vornehm. Er scheut sich nicht, den Jüngern zu zeigen, worauf es ankommt: Nämlich anderen in Liebe zu dienen, sogar - wenn man sich dafür klein machen muss. Nicht viel später macht er sich am Kreuz klein für die Fehler der Menschen. Erst von der Erfahrung des Karfreitags her haben die Jünger die Fußwaschung in etwa begriffen.

Sichtbares Zeichen für die liebende Hingabe Jesu am Kreuz wurden Brot und Wein. In der Lesung hören wir die Einsetzungsworte: "Das ist mein Leib" und "Das ist mein Blut". Machen wir uns heute neu bewusst welch großes Geschenk wir in jeder Eucharistiefeier empfangen, wenn wir die Hände öffnen und der Priester uns den Leib Christi reicht.

22. April, Karfreitag

Die Liturgie des Karfreitags ist keine Sterbeliturgie, sondern ein Fest des Lichtes und des Lebens. Wir können und dürfen Karfreitag feiern, weil wir fest daran glauben, dass Jesus den Tod besiegt hat und er für uns das Tor zum ewigen Leben ist. Daher sollen wir in stiller Bewunderung und in Dankbarkeit auf das Kreuz zu schauen. Jesus starb am Kreuz, weil er die Menschen lieb hat. Unter seinem Kreuz wollen wir auch aller Kreuze gedenken, die in unserer Weit aufgerichtet sind, die Menschen heute zu tragen haben.



Osternacht und Ostermorgen

Die Osternacht lädt Christen auf der ganze Erde ein, das Geheimnis der Auferstehung Jesu Christi zu feiern. Wenn wir diese Nacht als Nacht aller Nächte am Osterfeuer beginnen und die Osterkerze entzünden, dann können wir in diesem Zeichen dem nachspüren, was diese Nacht verheißt: Dem Sieg Jesu Christi über den Tod, der die begründete Hoffnung in sich birgt, dass er auch uns an diesem seinem Sieg über den Tod teilhaben lässt, weil er uns in der Taufe zu Kindern des Lichtes gemacht hat.

Frohe Ostern wünschen wir uns heute. Und als Christen freuen wir uns nicht nur über ein schönes Fest, ein gutes Essen und vielleicht über einen Ausflug: Der Grund unserer Freude ist die Auferstehung Jesu Christi von Toten, sein neues und unvergängliches Leben bei Gott. Denn daran haben auch wir Anteil; das Leben nach dem Tod ist auch uns zugesagt, wenn wir an ihn glauben. Nicht dass Leiden und sterbenmüssen uns erspart blieben – aber sie haben nicht das letzte Wort. Unsere Zukunft ist ein Leben, das uns auch der Tod nicht mehr entreißen kann.

Die Osteroktav (österliche Festwoche)

schließt sich an den Ostersonntag, in der jeder Wochentag wie der Ostertag selbst gefeiert wird, an. Der Ostermontag ist dabei ein staatlich geschützter Feiertag. Die Geschichte der Jünger auf dem Gang nach Emmaus (Lk 24, 13-35) ist das Evangelium des Tages. Die Evangelienstellen, die in der Osteroktav gelesen werden, haben alle die Begegnungen der Jünger Jesu mit dem Auferstandenen zum Inhalt. Diese Begegnungsgeschichten werden gleichsam als Beweis für das Ostergeschehen angeführt, so dass alle, die ihm begegnen, voller Freude jubeln dürfen: „ Der Herr ist auferstanden, ja er ist wahrhaft auferstanden!“


Firmfeier am Ostermontag

Am Ostermontag empfangen 42 Jugendliche aus dem Pfarrverband Reuland das Sakrament der Firmung durch unseren Bischof Aloys Jousten. Die Firmung vollendet die Taufgnade. Sie ist das Sakrament, das den Heiligen Geist verleiht, um uns in der Gotteskindschaft tiefer zu verwurzeln, uns fester in Christus einzugliedern, unsere Verbindung mit der Kirche zu stärken, uns mehr an ihrer Sendung zu beteiligen und uns zu helfen, in Wort und Tat für den christlichen Glauben Zeugnis zu geben. Taufe und Firmung gehören eng zusammen. Bei der sakramentalen Aufnahme Erwachsener in die Kirche werden Taufe und Firmung in einer Feier gespendet.

Mit dem Weißen Sonntag (1. Mai)

schließt die achttägige Osterfeier ab. Er hat seinen Namen von den weißen Taufkleidern, die in der Frühzeit der Kirche die neugetauften Mitchristen eine Woche lang trugen und am Sonntag nach Ostern wieder ablegten. Bis heute gehen in vielen Gemeinden die Erstkommunionkinder an diesem Sonntag zum ersten Mal zum Tisch des Herrn.



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