Samstag, 30. April 2011

Willkommen, Wonnemonat Mai


Mit dem heutigen Sonntag beginnt einer der schönsten Monate des Jahres: Der Monat Mai. Er ist nach der römischen Göttin Maja benannt, ist der 5. Monat des Jahres. Dieser Monat hat ein besonderes Flair und es gibt (noch) die Pflege von Brauchtum und Tradition, wie das Aufstellen des Maibaums durch die örtlichen Junggesellen. Die jungen Männer in der Eifel singen ihrer Angebeteten die „Maienacht“ und hinterlassen als Zeichen von Sympathie und Verehrung geschmückte Birkensträuße .

Vielfach vermittelt der Mai etwas Traumhaftes. Es ist die Zeit für Liebende, und nicht wenige haben sich diesen Zeitabschnitt zur Hochzeit und Vermählung ausgesucht. Andere wiederum schwelgen in schönen Erinnerungen.

Die zum Teil unbequeme Winterkleidung kann nunmehr im Schrank verstaut werden. Vom launischen April, der besonders wetterfühligen Menschen zu schaffen macht, nehmen wir Abschied. Auf Feldern, in Gärten sieht man Menschen wirken. Die Welt lebt wieder sichtbarer und schöner. Vogelgezwitscher sagt uns, dass die Natur wieder neu lebt.

Der Mai ist der Marienmonat. Menschen verehren die Gottesmutter und pilgern zu ihren Anbetungs- und Gedenkstätten.

In diesem herrlichen Monat gibt es den Muttertag und den Vatertag. Zwei Tage von besonderer Prägung, die Dank und Anerkennung an liebe Menschen vermitteln sollen.

Alte Kalender bezeichnen die einzelnen Monate oft mit Mondnamen; z.B. Nebelmond, Harmmond, Christmond, Erntemond... Das deutet auf die Eigenschaften bzw. Hauptbeschäftigungen während dieser Zeit hin. Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond für den Monat Mai ein. (althochdeutsch "wunnimanot" = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit "Wonne" im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun.

In der Kirche feiern wir einige Feste im Monat Mai

1. Mai: Tag der Arbeit

Es scheint seltsam, dass wir den „Tag der Arbeit“ feiern indem wir nicht arbeiten. Darin liegt aber ein Sinn: Arbeit wird menschlich, wenn wir die Möglichkeit haben, von ihr zu lassen, Pause zu machen, Abstand von ihr zu nehmen.

2. Sonntg im Mai: Muttertag

Am 8. Mai ist es wieder soweit! Der Muttertag will gefeiert werden. Schon in der Antike zelebrierten die Griechen ein großes Fest zu Ehren ihrer Göttermutter. Im Mittelalter gab es in England den Brauch der Kirche als religiöse Mutter zu ehren und ihr Geschenke darzubringen.


International populär wurde der Muttertag aber schließlich durch die Initiative der Amerikanerin Anna Marie Jarvis. Sie führte in Grafton am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter Ann Maria Reeves Jarvis, ein Memorial Mothers Day Meeting durch. Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet.

Sie widmete sich nun hauptberuflich dem Ziel, einen offiziellen Muttertag zu schaffen und startete eine Initiative für die Einführung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter, indem sie Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine schrieb. Die Bewegung wuchs sehr rasch an. So wurde der Muttertag 1914 zum ersten Mal als nationaler Feiertag begangen.

Weil Ostern dieses Jahr so spät im Kalender fiel müssen wir uns mit Christi-Himmelfahrt und Pfingsten noch etwas gedulden, bis im Juni. Aber wir haben ja noch die Osterzeit. Bis zum 12. Juni dauert sie noch an. Diese Wochen bis Pfingsten bieten sich an zu folgenden Überlegungen: Vergessen wir nicht dass Jesus für uns (für jeden von uns persönlich) gestorben und auferstanden ist. Wir sind erlöste Menschen. Das ist keine Feiertagsbotschaft, sondern soll Alltagserfahrung werden. Dafür brauchen wir Zeit – Zeit bis Pfingsten!

Die „Bitttage“ vor Christi Himmelfahrt

Die Bitttage laden uns ein, unser Leben vor Gott zu bringen, mit allem, was zu uns gehört. In unserer ländlichen Gegend halten wir noch eine Art Feldprozessionen. Ihr Anliegen war und ist vor allem das Gebet um eine gute Ernte und um die Gesundheit und das Wohl von Mensch und Tier.

Doch wir sind aufgefordert, über unsere Orts- oder Gemeindegrenzen hinauszuschauen und die Anliegen der Menschen in der ganzen Welt in den Blick zu nehmen und sie in unser Gebet hineinzunehmen. So bitten wir nicht nur um den Segen für die Feldfrüchte, sondern auch für den Frieden in der Welt und um Gottes Segen für die menschliche Arbeit. Gott sorgt sich um viel mehr als um unser eigenes körperliches Wohl und das, was wir für unser menschliches Leben brauchen.

Keine Kommentare: