Montag, 25. April 2011

Wort Gottes für den Tag - Dienstag, 26. April 2011

Jesus offenbarte sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus (Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war. (Joh 21,1-14)

Das Osterbild, das uns die Bibel heute vor Augen führt, zeichnet den Stimmungswandel der Jünger. Sie waren beim Fischfang erfolglos geblieben und machten dann die überraschende Erfahrung eines reichen Fischfangs, als sie es auf das Wort des Auferstandenen hin noch einmal probierten.

Dieser kleine Ausschnitt aus dem Johannesevangelium ist ein Bild für unsere Kirchen heute. Christen brauchen besonders heute Ermutigung. Die Zeiten sind für die Kirche nicht rosig. Die Zahl der Gläubigen geht zurück. Kirchen werden geschlossen. Viele machen sich Sorgen um die Zukunft der Kirche. In der Seelsorge stellt sich häufig Erfolglosigkeit ein. Da werden wir an das heutige Evangelium erinnert. Die Jünger blieben bei ihrem nächtlichen Fischfang erfolglos. Das ist ein Bild für die Erfahrung frühchristlicher Gemeinden. Die Anfangsbegeisterung der Christen hatte sich gelegt. Es war nicht mehr so leicht, Menschen für den christlichen Glauben zu gewinnen.
Da will Johannes die Gläubigen trösten und ermutigen.

Seine Osterbotschaft zielt darauf ab, die Resignation zu überwinden. Die Jünger versuchen den Fischfang auf das Wort Jesu hin noch einmal und der Erfolg blieb nicht aus. Schließlich steht der Auferstandene am Ufer und bereitet den Jüngern ein Mal zur Stärkung.

Auch wir Christen von heute dürfen uns auf ihn verlassen. Er bleibt der Herr seiner Kirche. Wenn wir in seinem Auftrag handeln. bleibt der Segen nicht aus. Er fordert uns zum Fischfang auf, zur Seelsorge, zur Mission. Er füllt die Netze zu gegebener Zeit. Er ist es auch, der uns stärkt durch sein Mahl. Wir müssen nicht resignieren. Haben wir nur Geduld! Christen dürfen Optimisten sein.

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