Dienstag, 10. Mai 2011

Treffen der Alleinlebenden im Saal "Zur Brücke" in Lascheid

Alle Fotos: Ludwig Wirtzfeld

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Einmal im Jahr treffen sich die Alleinlebenden Frauen des Dekanats St. Vith-Süd zu einem gemütlichen Nachmittag. Die Organisation dieses Treffens liegt jeweils in Händen einer örtlichen Landfrauengruppe. Dieses Jahr waren es die Landfrauen aus Auel-Steffeshausen und aus der Pfarre Burg-Reuland, welche für die Organisation verantwortlich zeichneten. Etwa neunzig Frauen waren der Einladung gefolgt und durften ein kurzweiliges Programm genießen.


Anita Michaelis begrüßte die Anwesenden im Namen der Landfrauengruppen während Marie-Therése Kaut durch das Programm führte.

"Mehr als Teilen"

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Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Mehr als Teilen", übrigens das Jahresmotto der Landfrauen. Sowohl Kaplan Hilger als auch Frau Gisela Cloodt, Regionalverantwortliche der Landfrauen, gingen in ihren Redebeiträgen auf dieses Thema ein.



Das Teilen hat eine große Bedeutung in unserem Glauben. So kennen wir alle die Fastenaktion „Miteinander Teilen“. Miteinander Teilen ist Eine-Welt-Aktion, an der sich katholische und evangelische Christen beteiligen. Sie sehen in der Kluft zwischen Nord und Süd, in der Existenznot von fast einer Milliarde Menschen eine tägliche Herausforderung.

Wenn wir Christen zusammen Eucharistie feiern, dann bricht der Priester das gesegnete Brot und teilt es aus. Das ist ein sehr wichtiges Zeichen, denn erst dann wenn wir teilen kommen wir Gott näher. Erst wenn wir unseren Reichtum teilen, kommen wir in Gottes Nähe. Mit diesem Reichtum ist nicht allein Brot oder Geld gemeint, sondern wir können vieles miteinander teilen.


Ein bekanntes Sprichwort sagt: Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz. Und tatsächlich: Die Freude ist größer, wenn sich ein anderer mit mir freut und der Kummer wird weniger, wenn mir jemand zuhört und Trost schenkt.

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Teilen macht nicht arm, sondern reich ...


In keinem anderen Evangelium, wie in Matthäus 14, 13-21, wird wird uns so deutlich vor Augen geführt, dass wir durch das Teilen nicht ärmer werden, im Gegenteil:
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Wir sehen Jesus in einsamer Gegend. Viele Menschen sind ihm gefolgt. Es wird Abend. Frage der Jünger: "Wo sollen wir das Brot her holen, um all die Leute satt zu machen?" Es gibt aber da ein Kind, das hat fünf Brote und zwei Fiesche dabei ...

Jesus lässt sich die Brote und die Fische bringen. Er blickt zum Himmel und spricht den Lobpreis, bricht die Brote und gibt sie den Jüngern. Jesus, der den Menschen mit so viel Liebe begegnet, erfährt sich zunächst selber als Beschenkter. Mit offenen Händen lässt er sich von Gott, seinem Vater beschenken. Voll Vertrauen und Dankbarkeit lebt er ganz aus der Kraft seines Vaters. Und er gibt das weiter, was er empfangen hat. Die Jünger verteilen anschließend die Brote und die Fische – und es werden alle satt, und nicht nur das: Es bleibt sogar noch viel übrig.



Für mich ist diese Geschichte kein Zauberkunststück. Für mich eröffnet diese Geschichte eine neue Perspektive, nämlich: Wir sind alle von Gott Beschenkte. Und wenn wir uns dessen bewusst sind, dann können wir von der Kraft weitergeben, die wir empfangen haben. Wir können helfen, dass auch für andere neue Hoffnung entsteht, dass andere zu essen bekommen, manchmal im ganz direkten Sinne, manchmal im übertragenen Sinn. Wir können weiterschenken, weil wir selber Beschenkte sind.


--> Von fünf Broten und zwei Fischen werden 5000 Männer, dazu noch Frauen und Kinder satt. Diese wunderbare Brotvermehrung ist nicht das Ergebnis eines Lottogewinns. Diese wunderbare Brotvermehrung ist ein Zeichen für Gott, der uns in seiner Liebe mit so vielem beschenkt und unsere Hände füllt. Unser Dank für die erfahrenen Wohltaten Gottes sollen uns dazu verleiten das Empfangene zu teilen. Dadurch wächst bei uns Freude und wir erfahren: auch wenn wir teilen, werden wir nicht ärmer, sondern reicher, ja wenn wir teilen begegnen wir Gott in unserem Mitbruder und unserer Mitschwester.


Ein buntes Programm ließ keine Langeweile aufkommen, an diesem Nachmittag. Die Kinder des 2. Schuljahres der Paul-Gerardy-Schule aus Reuland gaben kleine Sketche zu Besten. Ebenso die Landfrauengruppen Auel-Steffeshausen und Burg Reuland.


Zum Ende gab es noch etwas für den Gaumen, so dass man sicherlich sagen kann: Ein gelunger Nachmittag, organisiert für die Alleinlebenden Frauen. Glückwunsch den Organisatorinnen!

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