Dienstag, 3. Mai 2011

Wort Gottes für den Tag - Mittwoch, 04.Mai 2011

Als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.

Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.


Diese Zwölf sandte Jesus aus. (Mt 9,36 -10,5a)

Deutschland ist Missionsland, so las ich vor kurzem in einer deutschen Zeitschrift. So braucht es nicht zu wundern, dass in den letzten Jahren die Bischöfe in ihren Hirtenbriefen zu einer neuen Missionierung, einer Neuevangelisierung aufrufen. Evangelisierung meint aber nicht nur ein lehrhaftes Beibringen von Jesus-Geschichten, sondern Menschen die „Frohe Botschaft“ eben als frohe Botschaft zu erschließen.
Wir haben etwas zu bieten, besser: Gott hat durch uns etwas zu bieten! „Anbieten“ können wir aber nur etwas, wovon wir selbst überzeugt sind und vor allem, was wir selber leben. Etwa Werte und Lebenshaltungen, die sich aus unserem Glauben ergeben. Darum sind wir Christen besonders gefordert. Wir sollen das, was wir im Glauben erkannt haben, auch leben. Wenn die Missionare, die einst in unterentwickelte Länder auszogen, um diesen Menschen den christlichen Glauben zu bringen, nur gepredigt hätten, wäre ihr Unternehmen gescheitert. Erst ihr Tun ließ die Menschen zum Glauben kommen.

Sie orientieren sich dabei an Jesus selbst: Das Evangelium, das Jesus verkündete, begnügte sich nicht mit Worten, sondern wurde in die Tat umgesetzt. Beim Lesen der Evangelien erkennen wir, dass Jesus wesentlich mehr Zeit darauf verwandte, Kranke gesund zu machen, Hungrige zu speisen und die Betrübten zu trösten als darauf, nur über Gott zu sprechen. Er setzte die Worte der christlichen Wahrheit in Taten christlicher Liebe um.


Um dieses Werk fortzusetzen wählt Jesus zwölf Jünger aus, die uns heute Namentlich genannt wurden. Es ist, als ob Jesus zunächst nur eine überschaubare Zahl aussendet. Er fängt sozusagen ‚klein‘ an. Diese werden dann Ausschau halten nach neuen Mitarbeitern.


Gott hält ständig Ausschau nach Menschenhänden", hat einmal jemand gesagt. Gott sagt
beständig: „Wen soll ich senden? Wer will mein Bote sein?". Denn im Reich Gottes gibt es viele Aufgaben; Aufgaben für Menschen, die hinausgehen in die Mission, und für Menschen, die daheim bleiben und dort missionieren; Gott hat Aufgaben für Menschen, die ihre Hände benutzen, und für Menschen, die ihren Geist benutzen und er braucht Menschen die sein Werk durch ihr Gebet begleiten. Immer aber hält Jesus Ausschau nach Menschen, die sein Werk weiterführen.
Wer hellhörig ist und mit offenen Augen durch die Welt geht, der wird genug Gelegenheit finden, Gutes zu tun. Deshalb lasset uns bestrebt sein, anderen umsonst zu geben: Aufmerksamkeit und Zeit, Interesse und Anteilnahme, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Jeden Tag neu müssen wir alle, die Großen wie die Kleinen, uns fragen: Wie kann ich an der Sache Jesu mitarbeiten? Wo kann ich sein Bote sein?

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