Dienstag, 17. Mai 2011

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 18. Mai 2011.

-->
Aufforderung zur Entscheidung zwischen Glauben und Unglauben

Jesus aber rief aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.

Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten. Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag. Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll. Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat. (Joh 12,44-50)

Zwei Wortpaare mit Gegensätzen fallen auf in den Worten Jesu: Licht und Finsternis bzw. retten und richten. Jesus macht eindeutig klar, wofür er selbst steht: „Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist“ und: „Ich bin nicht gekommen, um zu richten, sondern zu retten.“

Licht steht überall für Helligkeit, Wärme, Klarheit, Orientierung, letztlich für Leben; ohne Licht ist auf Dauer kein Leben möglich. Licht lässt aber auch Unterschiede erkennen, Verborgenes sichtbar werden, offenbar werden: Da geht mir ein Licht auf! Kein Wunder, dass an Jesus auch Anstoß genommen wird, denn vor seinen Augen wird deutlich, was Gott entspricht und zum Heil der Menschen ist – und was nur scheinbare Gerechtigkeit ist.

Manch einer muss seine Zurechtweisung entgegen nehmen, etwa wenn es um das Sabbatgebot geht. Jesus stellt Irrwege aber nicht heraus, um zu verurteilen, um Menschen in Gute und Böse zu unterteilen, sondern immer: damit ihnen ein Licht aufgeht. Er will aus falschen Denk- und Verhaltensmustern befreien und den Weg zum Leben, den Weg zu Gott, zeigen – er will retten.

Keine Kommentare: