Sonntag, 5. Juni 2011

Feier der Erstkommunion der Pfarren Reuland, Steffeshausen und Ouren





Bei strahlendem Sonnenschein und unter den Klängen des Kgl. Musikvereins „Burgecho Reuland - Lascheid“ zogen die Erstkommunionkinder zur Pfarrkirche St. Stephanus in Reuland.

„Mit großer Freude begrüße ich alle, die heute hierher gekommen sind“, so Pfarrer Willy Kessel.
Und der Pfarrer sagte weiter: „Ganz besonders heiße ich euch, liebe Kinder, hier in unserer Kirche willkommen. Nun ist er da, der schöne Tag, auf den ihr euch so lange gefreut habt. Könnt ihr euch vorstellen, dass dieser Tag zu den ganz besonderen in eurem Leben gehören wird? Die Kirche ist festlich geschmückt, ihr seid festlich gekleidet, ihr habt Verwandte und Freunde zu eurem Fest eingeladen, weil ihr sie gern habt. Sie freuen sich mit euch, beschenken euch und wünschen so viel Gutes.
Aber das Wichtigste an diesem Tag sind nicht die äußerlichen Dinge. Das Wichtigste ist das Geschenk der persönlichen Begegnung mit Jesus in der Feier der heiligen Messe. Er möchte euer Freund sein und deshalb lädt er euch heute ein, zum ersten Mal von seinem Brot zu essen“.


„Mit Jesus in einem Boot“

Das Thema des diesjährigen Erstkommuniongottesdienstes angelehnt an das Evangelium nach Markus (Mk 4,35-41), wo uns der Evangelist berichtet wie die Jünger mit dem Boot auf dem See Genesaret unterwegs sind. Es entwickelt sich ein schwerer Sturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?
Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.



„Ich kann mir gut vorstellen, welche Angst die Jünger ausgestanden haben. Ich bin mir sicher, dass auch ich geschrien hätte. Ich wäre ganz sicher unter denen gewesen, die da geschrien haben: Herr kümmert es dich nicht, dass wir untergehen. Ich hätte Angst gehabt. Als Kind schon, da hatte ich so richtige Angst vor dem Sturm, vor dem Gewitter, da hat mich nichts im Bett gehalten, wenn es geblitzt und gedonnert hat. Und jetzt hab' ich oft Angst vor ganz anderen Stürmen, vor dem was kommen wird, wie's mir wohl noch ergehen wird, ob ich die arbeit schaffe, die auf mich zukommt. Ich hab' Angst davor, zu versagen, beurteilt zu werden, ausgelacht, nicht ernst genommen, vielleicht sogar ausgenutzt zu werden. Angst davor, nicht der sein zu dürfen, der ich bin, mich dauernd verstellen zu müssen“, so Pfarrer Kessel.



Nun brachten Kinder zum Ausdruck, wovor sie Angst haben: wenn es dunkel ist; wenn Streit ist und geschrien wird; wenn ich allein bin; ich habe Angst vor Strafen ...

„Da tut uns das heutige Evangelium gut. Es tut gut zu entdecken, dass es den Jüngern damals nicht anders gegangen ist, dass es denen, welche die ganze Zeit mit Jesus zusammen waren, kein bisschen anders erging, dass sie Angst hatten, Angst, obwohl sie wussten, dass Jesus mit ihnen im Boot war. Und das anzuschauen, das macht uns Mut“ so der Pfarrer.
Pfarrer Kessel: „Liebe Kommunionkinder, ich möchte euch Mut machen es genau so wie die Jünger zu tun! Je älter ihr werdet können Situationen in eurem Leben entstehen in denen ihr Angst habt. Und da sollt ihr euch an diesen kleinen Evangelienabschnitt erinnern.

Ihr sollt die Angst nicht verstecken, sondern ganz einfach dazu stehen und vor allem so wie die Jünger im Boot sollt ihr zu Jesus rufen: "Herr Gott, wo bist Du? Lass doch etwas von Dir hören! Zeig' mir doch, dass Du wirklich da bist, dass Du nicht schläfst, dass Du Dich kümmerst, um uns, um mich. Lass es mich spüren!
Er wird uns zwar nicht immer alle Wünsche erfüllen, aber vielleicht spürt ihr es ja doch, wie Jesus aufsteht und den Stürmen, die euch bedrohen, gebietet: "Schweig, sei still!" Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.
Diese Erfahrung, dass Gott uns immer nahe ist, dass er immer da ist wünsche ich uns allen, aber besonders euch liebe Kommunionkinder.“ Alle Fotos: Ludwig Wirtzfeld

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