Sonntag, 26. Juni 2011

Fronleichnamsprozession von Steffeshausen nach Reuland


Den Symbolen Brot und Wein hat die Kirche einen eigenen Feiertag gewidmet: das Fronleichnamsfest. So wie überall dort, wo der Donnerstag des Fronleichnamsfestes kein gesetzlicher Feiertag ist, zog am gestrigen Sonntag die Fron-
leichnamsprozession von Steffeshausen nach Reuland, unter großer Anteilnahme der Gläubigen.

Schon seit Jahren ist es Brauch geworden, dass die beiden Pfarren keine eigene Prozession haben, sondern sie verbinden sich an diesem Tag zu einer einzigen Glaubensgemeinschaft, die den feiert der die Mitte ihres Glaubens ist, Jesus Christus. Nachfolgend eine Bilderfolge, von Ludwig Wirtzfeld, die einen Teil der Prozession im Foto festhält.




Dieses Fest will uns erinnern, dass bei jeder Messe im Brot und im Wein der in unserer Mitte ist, der sein Leben hingab, weil er die Menschen liebt mit einer Liebe, die sich bis in den Tod schenkt, und den Gott auferweckt und in dem er den Tod für immer überwunden hat.


Wie wir heute Eucharistie zu feiern pflegen, das begann „Am Abend vor seinem Leiden“. Jesus nimmt Brot und Wein und verteilt in diesen Gaben des Lebens, das er in seinem Tod und in seiner Auferstehung für uns hingeben wird. Aber das ist nicht alles. Denn was Jesus vor seinem Leiden getan hat, das tut er auch nach seiner Auferstehung. „Und als mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn.“ So haben es die Emmausjünger erlebt (Lk 24,30f).


Die Kirche weiß seitdem und glaubt seitdem: Die Feier der Eucharistie ist nicht nur eine Erinnerung an die Vergangenheit. Es ist die Feier mit einem Gegenwärtigen - mit Jesus, der von den Toten auferstanden ist. Er teilt in den Gaben von Brot und Wein sein göttliches Leben mit uns. „Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben“. Und dieses ewige Leben verbindet die, die es empfangen, auch untereinander.


Die Eucharistie ist für die Kirche und für jeden Christen lebenswichtig. In ihr schenkt sich Christus für uns als die Kraft des Lebens. Eine Kraft, damit wir selbst wieder geben und schenken können. Dieses Brot verwandelt die Welt, es ist Trost für die Kranken, Wegzehrung der Sterbenden, Hoffnung für die Verzweifelten.


Indem Jesus die heilige Eucharistie einsetzte hat er uns eine Möglichkeit geschaffen ihn mit auf unseren Lebensweg zu nehmen als Stärkung, darum dürfen wir ihn in jeder Eucharistiefeier empfangen. Heute nehmen wir ihn zusätzlich mit in der Monstranz, gehen entlang der Felder und Häuser, dass er sie und uns segne. Er, der von sich gesagt hat: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

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