Mittwoch, 22. Juni 2011

Gelobt und gebenedeit sei das allerheiligste Sakrament des Altares

In vielen Gegenden des deutschsprachigen Raumes feiern die Katholiken heute das Hochfest des Leibes und Blutes Christi - das Fronleichnamsfest. Wo dies nicht der Fall ist, wie hier bei uns in Belgien, wird das Fest auf den kommenden Sonntag verlegt.
Was wir an Gründonnerstag im Kirchenraum feiern, das bekennen wir heute in aller Öffentlichkeit: Jesus Christus Iebt fort in seiner Kirche, wenn zu seinem Gedächtnis Brot und Wein geteilt wird. Brot und Wein weisen nicht auf Jesus hin! In Brot und Wein, in diesen Zeichen ist er, Christus, selber da. Er ist da, er ist uns Nahrung fürs Leben geworden. Dieses unfassbare Geheimnis feiern wir an diesem Tag.

Sakrament des Altares

Vom Tisch singt das Festlied des heutigen Festes „Deinem Heiland deinem Lehrer“: Hier heißt es: „… der Tag hat sich genaht, da der Herr zum Tisch der Gnaden uns zum ersten Mal geladen und dies Mahl gestiftet hat.“

Es ist für das Wesen einer Religion bezeichnend, dass ein Tisch in ihrem Mittelpunkt steht. Denn der Altar ist der Tisch des Herrn, an dem wir das Mahl halten, die Eucharistie. Er die Mitte der Versammlung, wie gern gesagt wird. „Der Altar ist … Opfer und Mahltisch, an dem der Priester dasselbe tut, was der Herr getan hat und was er den Jüngern zu seinem Gedächtnis zu tun aufgetragen hat.

Der jungen Christengemeinde diente zunächst ein einfacher Tisch als Altar; er wurde jeweils vor der Feier der Eucharistie aufgestellt. Erst im Laufe der Zeit wurde daraus ein feststehender Altar wie wir ihn heute kennen.

Der Altar - ein geheimnisvoller Ort

Auf dem Altar vollzieht sich die Wandlung von Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Diese Wandlung hat der Altar auch mit einem Esstisch gemeinsam. Ohne Verwandlung gibt es kein Essen, aber kein Essen bleibt auch ohne Verwandlung. Erst durch die Verarbeitung der Lebensmittel und ihre Umwandlung werden die Kräfte frei, die in den Nahrungsmitteln stecken. Und der Tisch, an dem gespeist wird, macht aus einem bloßen Essen eine Tischgemeinschaft.


Den empfangenen Segen hinaustragen

Aus dieser Mahlgemeinschaft sollen wir leben und gleichzeitig den Segen weitergeben, der von diesem Tisch ausgeht. Denn der Tag soll nicht damit enden, dass die Monstranz wieder im Tabernakel verschwindet. Vielmehr sollen wir selber Brot und Wein werden, um die Welt mit der Nahrung des Glaubens, unseres eigenen Glaubens, zu verwandeln. Darum gehen wir mit der Gabe dieses Tisches nach draußen, um der Welt diesen Segen zu spenden, der aus unserem Tisch, dem Altar kommt und um uns zu unserem Glauben zu bekennen.
Die Eucharistie ist für die Kirche und für jeden Christen lebenswichtig. In ihr schenkt sich Christus für uns als die Kraft des Lebens. Eine Kraft, damit wir selbst wieder geben und schenken können. Dieses Brot verwandelt die Welt, es ist Trost für die Kranken, Wegzehrung der Sterbenden, Hoffnung für die Verzweifelten.

Indem Jesus die heilige Eucharistie einsetzte hat er uns eine Möglichkeit geschaffen ihn mit auf unseren Lebensweg zu nehmen als Stärkung, darum dürfen wir ihn in jeder Eucharistiefeier empfangen. Heute nehmen wir ihn zusätzlich mit in der Monstranz, gehen entlang der Felder und Häuser, dass er sie und uns segne. Er, der von sich gesagt hat: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

Keine Kommentare: