Montag, 27. Juni 2011

Wort Gottes für den Tag, Dienstag, 28. Juni 2011.

Jesus rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.

Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. (Mk 6, 7-13)


Jesus gibt im heutigen Evangelientext seinen Jüngern den Rat, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen. Das erinnert an ein anderes Wort Jesu: „Sorgt euch nicht dauernd um euer Leben ... Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?“.Jesus stellt uns die Vögel des Himmels als Beispiel vor Augen: Wir sollen uns selbst und das Leben so leicht nehmen wie die Vögel am Himmel. Warum er dies tut, hat jemand einmal so zu erklären versucht: „Ein Vogel ist schnell und flink, weil er weich und leicht ist. Ein Stein dagegen ist hilflos, weil er hart und schwer ist.Seien wir also nicht schwer wie ein Stein, sondern leicht wie ein Vogel! Das wäre eine wunderbare Lebensregel für die Boten Jesu heute, die sich selbst und ihre Aufgabe oft genug viel zu schwer nehmen. Alles wird leichter, wenn wir uns selbst nur nicht so schwer nehmen. Alles wird leicht, wenn wir uns selbst vergessen können. Alles wird leicht, wenn wir versuchen ohne Angst an eine Aufgabe heranzugehen.

Die Botschaft Jesu ist nicht schwer, sondern leicht. Was sie uns schwer werden scheint sind wir selber. Versuchen wir darum, das Schwere loszulassen und selber leicht zu werden. All das, was uns behindert, Jesus zu folgen, vor allem die Angst um uns selbst, können wir im Vertrauen auf ihn getrost loslassen. Wir brauchen die zentnerschweren Gewichte unserer Bindungen und Traditionen, unserer Rücksichten und Absicherungen nicht, um das Lied des Evangeliums zu singen. Je mehr Reisegepäck wir mitschleppen, um so weniger weit kommen wir. Am Ende ist die Belastung womöglich so groß, dass wir völlig unbeweglich werden.


Wie anders dagegen die Vögel, die sich ohne irgendwelchen Ballast mit Leichtigkeit in den Himmel erheben. Sie machen sich keine Sorgen um die Zukunft, sondern leben ihre Bestimmung unbeschwerten Herzens von Augenblick zu Augenblick. Sie haben
keine Angst, nicht gut genug zu sein, sondern singen ihr Lied, so gut sie können. Es ist Erfüllung ihres Daseins, mit ihrem Gesang Freude zu verschenken, mit dem was sie haben.So sollten es auch die Boten des Evangeliums tun. Sie haben der Welt die schönste Botschaft zu bringen, die es gibt. Sie brauchen keine Angst davor zu haben, wie andere sie beurteilen. Es lohnt sich, dieses Lied zu singen für Gute und für Böse und ganz gleich, ob es jemand hören will oder nicht.

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