Freitag, 22. Juli 2011

Für Sie gelesen:

Katholiken wollen mehr Liebe erlauben

Ginge es nach der großen Mehrheit der Kirchengemeinderäte im Landkreis
Ludwigsburg dürften Priester eine irdische Ehe eingehen und Geschiedene wieder heiraten, ohne kirchenrechtliche Folgen befürchten zu müssen. Das hat eine aktuelle Erhebung des Dekanats ergeben.
Fast zeitgleich zur bundesweiten Eröffnung des kirchlichen Dialogprozesses in Mannheim haben auch die Katholiken im Landkreis Ludwigsburg begonnen, über den Erneuerungsbedarf in der katholischen Kirche zu beraten. Im Dekanatsrat, der die Katholiken im Kreis vertritt, sind jetzt die Ergebnisse einer Erhebung unter den Kirchengemeinderäten vorgestellt und diskutiert worden.

Demnach sprechen sich 82 Prozent der Kirchengemeinderäte für die Abschaffung des Pflichtzölibats aus, 72 Prozent setzen sich dafür ein, dass auch Geschiedene, die wieder heiraten, die Sakramente gespendet bekommen, und 64 Prozent sähen es gerne, wenn Priester mehr Zeit für die Seelsorge aufwenden könnten.
Bei der Erhebung wurden Themen gesammelt und gewichtet, die aus der Sicht der Kirchengemeinderäte für eine Erneuerung der Kirche besonders bedeutsam sind.

Lioba Stehmer, die stellvertretende Vorsitzende des Dekanatsrats aus Hemmingen, freute sich über die hohe Beteiligung: "Es haben sich 395 von insgesamt rund 500 Kirchengemeinderäten beteiligt", berichtete sie. Neue Themen kamen bei der Erhebung allerdings nicht zur Sprache. Viele Anregungen stünden schon seit Jahren auf der Agenda und verlangten nach Lösungen, heißt es in einer Stellungnahme des Dekanats. Bemerkenswert seien allerdings die zum Teil hohen Zustimmungsraten, die belegten, dass sich die Katholiken in vielen wichtigen Reformanliegen in der Mehrheit einig seien.
Quelle: "Leonberger Kreiszeitung", vom 20.07.2011 Mehr Informationen im Internet unter www.drs.de

Junge Familien stärken

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. in Stuttgart (SkF) sucht ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die als Familienpatinnen für bestimmte Zeit Neueltern mit Rat und Tat zur Seite stehen wollen. Die Suche findet im Rahme des vom Deutschen Caritasverband bundesweit an 80 Standorten ins Leben gerufenen Projekts „Frühe Hilfen“ statt.

Alleinerziehende, junge Familien und werdende Eltern sind heutzutage vielen Belastungen ausgesetzt. Armut, Arbeitslosigkeit, psychische Probleme oder einfach
nur die neue Lebenssituation mit einem Baby bringen sie häufig an den Rand ihrer Belastungsgrenze. Das Projekt „Frühe Hilfen“ soll helfen, dass Eltern und Alleinerziehende mit kleinen Kindern im Alltag so früh wie möglich unterstützt werden. Der SkF in Stuttgart nimmt seit März diesen Jahres zusammen mit vier weiteren Trägern im Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart an diesem bundesweiten Projekt teil. Übergreifendes Ziel ist es eine ehrenamtliche Unterstützungsstruktur für Familien im Übergang von der Schwangerschaft zur Elternschaft bis zum Kleinkindalter vor Ort aufzubauen sowie die lokalen Akteure der verschiedenen caritativen Dienste und Zugänge zu vernetzen. Weiterhin sollen Qualifizierungsbausteine für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen erprobt werden.

Die Aufgaben einer Familienpatin können sehr vielfältig sein. Oft reicht es schon, wenn jemand da ist, der zuhört und Verständnis zeigt. Aber auch Unterstützung beim Umgang mit den Kindern, in der Freizeitgestaltung, beim Organisieren des Haushalts oder die Begleitung bei Terminen und schwierigen Gesprächen können die Familiensituation entlasten und sehr hilfreich sein. Für die Aufgabe einer Familienpatin werden keine Fachkräfte gesucht, sondern aktive Frauen jeden Alters
und aller Nationalitäten, die flexibel, tolerant, offen für neue Erfahrungen, sensibel für Menschen in belastenden Lebensverhältnissen und kinderlieb sind.

Finanziell ermöglicht wird das auf drei Jahre angelegte Projekt durch eine Förderung der Aktion Mensch sowie einen Zuschuss der diözesanen Stiftung Mütter in Not und Spenden von insgesamt 112.000 Euro. Wer sich für eine Aufgabe als Familienpatin interessiert, wird gebeten mit der Projektkoordinatorin Margit Schilling Kontakt aufzunehmen unter: Tel.: 0711/92562-23 oder E-Mail: margit.schilling@skf-drs.de
Quelle: www.drs.de


Erstmals
wird eine Moschee nach 'Jesus' benannt

Amman (kath.net) „Die Moschee von Jesus Christus“. So nennt sich eine neue Moschee in Madaba, im Süden von Jordaniens Hauptstadt Amman. Die Moschee
steht nahe bei einer berühmten christlichen Kirche. Die berichtete „La Stampa“.

Die ungewöhnliche Idee hatte der Imam Jamal Al Sufrati: „Mir war aufgefallen, dass die arabische Welt voll von Moscheen ist, welche nach allen Propheten benannt sind, nur nicht nach Jesus“. Er erklärte weiter, dass die Moschee damit „eine Zeichen der Gemeinschaft und Toleranz geben möchte“, besonders nach den Spannungen zwischen den beiden Religionen wegen zwei beleidigenden Karikaturen über den Propheten Mohammed. Der Imam möchte damit „eine Zeichen der Gemeinschaft und Toleranz“ setzen.


Vatikanzeitung "Osservatore Romano": Benedikt XVI. verbringt Urlaub mit Nachdenken über Konzilsjubiläum und Arbeit an Jesus-Buch

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Benedikt XVI. bereitet sich während seines Sommerurlaubs in Castelgandolfo auch auf die Feierlichkeiten zum Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) vor. Angesichts des bevorstehenden 50. Jahrestages der Konzilseröffnung am 11. Oktober 2012 sei "das Nachdenken über den Glauben" ein zentrales Thema, dem sich Benedikt XVI. in diesen Tagen widme, schreibt die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Freitag).

Hauptsächlich arbeite der Papst während seines Aufenthalts in Castelgandolfo jedoch am letzten Band seines "Jesus von Nazareth"-Trilogie. Auch die Vorbereitung auf die Papstreisen zum Weltjugendtag im August nach Madrid und im September nach Deutschland stehe auf dem Programm. Dafür seien "viele Unterlagen und Bücher" aus dem Vatikan mitgebracht worden, schreibt die Vatikanzeitung.

Kirche in Not: Papst Benedikt XVI. bittet um Hilfe

Papst Benedikt XVI. hat die internationale Gemeinschaft zur sofortigen Hilfe für die von Dürre bedrohten Gebiete Afrikas aufgerufen. Durch die anhaltende Trockenheit sind nach Angaben der Vereinten Nationen eine halbe Million Kinder in Kenia, Äthiopien und Somalia vom Hungertod bedroht.

Pater Werenfried van Straaten (Gründer von "Kirche in Not") hat immer betont, dass ein Wunsch des Heiligen Vaters ein Befehl für KIRCHE IN NOT zu sein hat, darum
arbeiten unsere Länderreferenten zur Zeit mit Hochdruck daran, über die kirchlichen Strukturen vor Ort Soforthilfen für die Hungerflüchtlinge bereitzustellen.

Helfen Sie uns, in dieser großen Not zu helfen! Spenden Sie online oder direkt bei:

KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 200 2
BLZ: 750 903 00
IBAN: DE63750903000002152002

BIC: GENODEF1M05
LIGA Bank München

Kennwort: Flüchtlingshilfe Afrika

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