Samstag, 23. Juli 2011

Suchend fällt uns das Himmelreich zu

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Es ist Ferienzeit. Erwachsene Menschen nutzen die Urlaubszeit auf verschiedene Weise. Viele fahren in Urlaub ans Meer, oder in die Berge oder weit weg in ein fernes Land, andere bleiben zu Hause und verbringen die Ferien in Balkonien. Für die Kinder sind die Ferien eine Zeit zum Spielen mit Freunden. Wir haben früher in den Ferien oft Schatzsuche gespielt. Dabei ging es darum, im Boden vergrabene Steine zu suchen, die wir vorher mit Gold- und Silberbronze angemalt hatten.


Es ist übrigens ein uralter Traum der Menschen auf Schatzsuche zu gehen und ungeahnte Reichtümer zu entdecken. Dieser Gedanke hat sicher nicht nur für Kinder seinen Reiz. Jesus greift diese Sehnsucht der Menschen heute im Evangelium auf. Im Gleichnis vom Schatz im Acker und von der kostbaren Perle deutet Jesus an: Das größte Glück besteht darin Gott zu finden, an ihn zu glauben, für sein Reich zu wirken.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja.


Es gibt Chancen im Leben die bekommt man nur einmal und nie wieder. Man kann sich nicht immer alle Türen offen halten. Wenn es darauf ankommt, darf man nicht zögern. Im Gleichnis will Jesus seinen Zuhörer damals und uns heute klar machen, dass es mit dem Himmelreich genau so ist: Wer für sich entdeckt, wie unendlich wertvoll der Schatz des Himmelreiches ist, der wird mit größter Freude alle Anstrengungen unternehmen, um diesen Himmelsschatz zu bekommen. Also nicht Entsagung und schmerzliches Opfer, nicht Verlust und ermüdende Kraftanstrengung kennzeichnen den Christen auf der Schatzsuche seines Lebens , sondern unbändige Vorfreude auf das was er schon im Blick hat: die herrliche Aussicht auf das spätere Himmelreich! Das Beispiel des Schatzsuchers und des Perlenhändlers sollen uns zeigen: Lass dich nicht abbringen von dieser Suche!


Um sicher zu gehen, dass er auch verstanden wurde, macht Jesus wieein guter Lehrer am Schluss seiner Erklärungen sogar eine Lernkontrolle. Er fragt ausdrücklich nach: „Habt ihr das verstanden?“

Die Jünger haben ihn verstanden, so versichern sie ihm zumindest. Und wir, haben wir verstanden? Das Himmelreich ist da – glänzend wie eine kostbare Perle. Es wird uns zufallen. Jedoch nicht indem wir warten, bis wir zufällig darauf stoßen, sondern indem wir suchen.

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