Freitag, 19. August 2011

20. August Gedenktag des hl. Bernhard von Clairveaux

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Die Kirche feiert heute den Gedenktag des heiligen Bernhard von Clairvaux. Bernhard war einer der bedeutendsten Mönche des Zisterzienserordens. Auf ihn geht die Gründung des Klosters in Clairvaux zurück, das sich unter seiner Führung zur bedeutenden Abtei entwickelte.
Als Abt nahm Bernhard unermüdlich zu den aktuellen Fragen seiner Zeit Stellung. Er kämpfte für die Einheit der Kirche und übte mit seinen Predigten auf die Menschen der damaligen Zeit einen starken Einfluss aus. Bernhard war ein Mann von großer Faszination. Er zog junge Männer in einem Maße an, dass fast jedes Jahr zwei neue Klöster von Clairvaux aus errichtet werden mussten; insgesamt gründete er weitere 68 Klöster, weitere waren ihm unterstellt, so dass 164 Abteien seiner geistlichen Führung unterstanden; bis zu Bernhards Tod wurden schon 343 neue Gründungen gezählt.
Am 20. August 1153 starb er, als einer der einflussreichsten Männer seines Jahrhunderts. 1174 wurde er heilig gesprochen und 1830 zum Kirchenlehrer erhoben.
Theologische Bedeutung (Quelle: wikipedia.org)

Bernhards vielleicht berühmteste Schrift ist sein Brief an seinen ehemaligen Schüler, der unter dem Namen Eugen III zum Papst avancierte. Bernhard war dem Papst gegenüber väterlich aber auch kritisch. Er ermahnt ihn, sich nicht an die Schmeichelei und den materiellen Wohlstand des Papsthofes anzupassen. Der als De consideratione weiten Kreisen bekannte Brief wird heute häufig nachgedruckt und zitiert.

Bernhard gilt als der Begründer und Bahnbrecher der mittelalterlichen Christusmystik, der Christusdevotion. Im Mittelpunkt seiner Mystik
steht Jesus als der Gekreuzigte, als Leidensmann. Bernhards Werk hat die Frömmigkeit der nächsten Jahrhunderte, auch die evangelische, nachhaltig beeinflusst.

Die Herz-Jesu-Verehrung wurzelt in der bernardinischen Lehre und wurde von den
Zisterzienserinnen von Kloster Helfta vertieft. Darüber hinaus gilt Bernhard als Doctor marianus, einer der großen Mariologen des Mittelalters. Nicht zuletzt wird Bernhards Verständnis der Ästhetik gerühmt. Er setzte sich für Stilreinheit in der Musik und Architektur ein, wodurch die abendländische Baugeschichte wesentlich beeinflusst wurde. Da alle Kirchenbauten der Zisterzienser dieselben Dimensionen aufweisen sollte, sprach man nach Bernhards Archtitekturreform von einem Bernhardinischen Plan. Die ergreifende Schlichtheit der Zisterzienserbauten wird als Baustein des gesamten Reformprogramms gesehen; die Kirchen der ersten Jahrhunderte sind vor allem wegen der Lichtdramatik berühmt.

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