Dienstag, 30. August 2011

Gottesdienstordnung für den Monat September 2011

Feste und Gedenktage im September
Der September ist der Schutzengelmonat. In der Tradition unseres Glaubens haben Engel immer wieder eine Rolle gespielt. Die hl. Schrift sagt nicht viel zu Engeln. Manchmal werden sie nur mit einem Satz erwähnt. Man kann sagen, Engel sind himmlische Wesen, die existieren und die wir doch nicht zu Gesicht bekommen. Sie sind Boten Gottes, die an besonderen Wendepunkten der Menschen auftreten.
So verkündet der Engel Gabriel Maria die Geburt Jesu, Engel erklären den Hirten, was es mit dem kleinen Kind in der Krippe im Stall auf sich hat; zweimal erscheint ein Engel des Herrn Josef im Traum: Einmal weil er unsicher ist, ob er Maria zur Frau nehmen soll, oder nicht. Ein anderes Mal um ihn vor Herodes zu warnen und ihm zu sagen, dass er nach Ägypten fliehen soll. Ein Engel stärkt Jesus in seiner Todesangst, und Engel erklären den Frauen am Ostermorgen, was es mit dem leeren Grab auf sich hat.
Die Rede von Engeln ist also eine Ausdrucksweise, derer sich die heilige Schrift bedient, um Erfahrungen die Menschen mit Gott gemacht haben, in Worte zu fassen. Wir verehren die Engel als Heilige. Z. Bsp. unseren Schutzengel, d.h. unseren Namenspatron. Aber Engel, vor allem Schutzengel, wollen nicht nur bewundert und verehrt, sondern nachgeahmt werden. Das Fest der Erzengel Gabriel, Raphael und Michael feiern wir am 29. September.
Im September feiern wir drei Marienfeste: Am 8. September feiern wir das Fest Mariä Geburt; am 12. September Mariä Namen und am 15. September Mariä Schmerzen.

Die vielen Marienfeste im Lauf des Kirchenjahres weisen immer wieder auf das Geheimnis der Menschwerdung Gottes hin, darauf, dass er von einer Frau geboren wurde. Einer Frau die sich, wie alle Mütter, freut über ihr Kind und mit ihm leidet.

Das Fest Mariä Geburt weist uns darauf hin, dass Gott Maria von Anfang an erwählt hat auf ihre Weise mitzuwirken an dem großen Erlösungsgeschehen. Voll Vertrauen lässt sie sich ein auf den Anspruch Gottes.
Fest Mariä Namen erinnert an den Namenstag Marias. Ihr Name ist abgeleitet von Mirjam was man deuten kann als „Geliebte Jahwes“.

Am 15. September gedenken wir der „sieben Schmerzen Mariens . Als die sieben Schmerzen Mariens werden angesehen:
1. Die Weissagung des Simeon, dass Maria viel leiden werde;
2. Ihre Flucht nach Ägypten;
3. Die dreitägige Suche des Jungen Jesus nach der Tempelwallfahrt;
4. Der Kreuzgang nach Golgotha
5. Die Kreuzigung;
6. Die Kreuzabnahme Jesu
7. Die Grablegung
Jedes dieser Ereignisse war für Maria eine schmerzvolle Erfahrung, weshalb die Künstler die Schmerzensmutter oft mit sieben Speeren im Herzen darstellen. Wir alle, besonders aber die Mütter, wissen uns mit unseren Schmerzen bei Maria gut aufgehoben. Vertrauen wir ihr alles an, was uns das Herz schwermacht.
Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.“ Dieses Sprichwort passt zum heiligen Johannes Chrysostomus, dessen Fest wir am 13. September begehen.
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Der Bischof aus Konstantinopel war ein so begnadeter Prediger, so dass man ihn „Goldmund“ – Chrysostomus – nannte. Als Bischof lebte er sehr einfach; er sorgte sich für die Kranken und Armen seiner Stadt durch den Bau von Krankenhäusern und Hospizen und mahnte die soziale Verantwortung auch beim Königshofe an. Das brachte ihm Verleumdungen und Verbannung ein, in deren Folge er schließlich im Jahr 407 starb.
Wir schauen am 14. September zurück in die Geschichte des Christentums: Jerusalem, 13. September des Jahres 335: Die von Kaiser Konstantin für das heilige Kreuz gebaute Kirche neben der Auferstehungs- oder Grabeskirche wird eingeweiht. Am Tag nach dieser Kirchweihe wird den Menschen zum ersten Mal das Kreuz Christi gezeigt – erhöht zur Verehrung der Gläubigen. Die Ehre aber gilt dem, der am Kreuz durch Liebe und Leiden erhöht wurde; der am Kreuz sichtbar für alle Welt Himmel und Erde und Gott mit Mensch verband. Seitdem ist das Kreuz nicht mehr wegzudenken aus dieser Welt. Das Kreuz Christi steht für alle Kreuze, die Menschen in dieser Welt tragen.

17. September: Der Heilige des heutigen Tages, Bischof Lambert von Lüttich, der um das Jahr 705 oder 706 durch die Schergen seines Landesherrn ermordet wurde, gleicht in gewisser Weise dem heiligen Stephanus: Gewalt- und widerstandslos, betend und vergebend starb er um der Gerechtigkeit und der Freiheit der Kirche willen, von einem Speer durchbohrt. Der hl. Lambertus war der erste Bischof der Diözese Lüttich.
Drei Märtyrer aus Korea feiern wir am 20. September. Während dreier großer Christenverfolgungen im 19. Jahrhundert wurden Andreas Kim Taegon, Paulus Chong Hasang und andere um ihres Glaubens willen getötet. Heute wird der christliche Glaube in Südkorea von vielen angenommen. Das Gedächtnis der Märtyrer aus Korea verbindet uns mit den Christen dieses Landes und lässt uns erkennen: Das Wort Gottes kennt keine Grenzen. Es trifft in jedem Volk und in jedem Land auf Menschen mit offenen Herzen.
„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ Diese bekannten Worte finden wir im Evangelium und sie rufen zur Entscheidung am 27. September wenn wir des heiligen Vinzenz von Paul gedenken.
Im Evangelium des 30. September hören wir: „Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe“. Von einem Sendungsbewusstsein sind wir Christen der Westlichen Welt weit entfernt. In diesem Satz spiegelt sich die Erfahrung der ersten gläubigen Christen wieder. Der Tagesheilige, den wir heute feiern, der Hl. Hieronymus, gehörte noch dieser Generation an. Er lebte im 4. Jahrhundert nach Christus und hat jahrelang in Rom als Sekretär des Papstes gearbeitet. Als der Papst starb musste er Rom verlassen, weil er sich durch Kritik am verweltlichten Klerus Feinde geschaffen hatte. Er ging nach Bethlehem, wo er bis zu seinem Tode als Priester und theologischer Lehrer tätig war. Am bekanntesten wurde er durch seine Bibelübersetzung, vom Hebräischen ins Lateinische. Von dieser Übersetzung leitet sich auch unsere deutsche Übersetzung der Hl. Schrift ab.

Die Gottesdienstordnung für den Monat September finden Sie: Hier

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