Montag, 22. August 2011

Gedenktag der hl. Rosa von Lima (1586–1617)


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Die heilige Rosa von Lima, geborene Isabel de Flores, im Jahr 1586 in Lima in Peru geboren, als „erste Blume der Heiligkeit in Südamerika“ bezeichnet, richtete ihr Leben ganz an Jesus aus. Sie kannte sowohl das Gefühl völliger Verlassenheit und der inneren Dürre, als auch von Zeiten der überschäumenden Freude und des Gefühls mystischen Vereint-Seins mit Jesus.

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Sie ist nicht nur Patronin Lateinamerikas, sondern auch des Landes Peru und dessen Hauptstadt Lima sowie von Westindien und den Philippinen. Sie war ungewöhnlich tapfer, genügsam, mystisch begabt und fromm. Häufig flehte sie in Gebeten zu Gott: „Herr, vermehre meine Leiden, aber auch meine Liebe“.

1606 schloss sich Rosa de Flores dem dritten Orden des heiligen Dominikus (um 1170–1221) an. Von da ab nannte sie sich „Rosa a Santa Maria“. Mit ihrer Arbeit am Webstuhl und als Gärtnerin trug sie zum Unterhalt ihrer Familie bei. Schon seit ihrer Kindheit betete sie dafür, dass das Wort Gottes dahin eile und die Welt erfülle. Besonders in Herz schloss sie den Franziskanermissionar Franziskus Solanus, der unter den Indios wirkte.
Als Terziarin des heiligen Dominikus hatte sich Rosa die heilige Katharina von Siena (um 1347–1380) zum Vorbild genommen, die wie sie Terziarin gewesen war. Sie baute im Garten ihres Elternhauses in Lima eine Bretterhütte, lebte darin, besuchte Arme und Kranke, gab sich dem Gebet hin, aß und schlief wenig.
Schwerste körperliche und seelische Schmerzen ertrug Rosa von Lima mit ungewöhnlicher Geduld. Wiederholt wurden ihr mystische Gnadenbeweise zuteil. Die bedeutende Mystikerin wies mutig auf die schädlichen Folgen der spanischen Eroberung hin und erntete damit heftige öffentliche Kritik. Durch ihr hartes Büßerleben wollte sie die Schandtaten ihrer spanischen Landsleute an den einheimischen Indios sühnen.
Weil es kein Kloster in Lima gab, in das sie gerne als richtige Nonne eingetreten wäre, beschloss Rosa, eines zu errichten. Unterstützung bei diesem Vorhaben erfuhr sie durch eine reiche Freundin, die Frau eines hohen Beamten.
Rosa von Lima starb am 24. August 1617 im Alter von nur 31 Jahren in Lima. Weil der Andrang der Menschen so groß war, die ihre Leiche noch einmal sehen wollten, musste die Beisetzung in der Dominikanerkirche zu Lima mehrfach verschoben werden. An ihrem Grab ereigneten sich immer wieder Wunder.
Das von Rosa herbeigesehnte Kloster öffnete erst 1623 seine Pforten. Papst Klemens X. (1590–1676) sprach sie 1671 heilig. Ihr Gedenktag ist der 23. August. In der Literatur wird Rosa von Lima als „Südamerikas erste Blüte der Heiligkeit“ bezeichnet.
Quelle: www.orden-online.de / Ernst Probst

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