Donnerstag, 4. August 2011

Weihetag der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom

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„Gott ruft sein Volk zusammen rings auf dem Erdenrund“ (GL 640,1) dieses Lied singen wir oft, wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln. Dass wir Volk Gottes sind, dürfen wir heute auf besondere Weise erleben. Die Kirche erinnert sich heute, am 4. August, auf der ganzen Erde an den Weihetag der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom. Das Besondere an dieser Kirche: Sie birgt ein kleines Stück der Krippe von Betlehem. Ob dieses Holzstück echt ist oder nicht: Viel entscheidender ist, dass durch Maria aus Nazaret Gottes Sohn Mensch geworden ist! Maria hat Ja gesagt zum Plan Gottes.


Die Basilika Santa Maria Maggiore erinnert jeden Besucher an dieses Geheimnis. Und heute will der Weihetag die ganze Welt daran erinnern: Gott hat durch Maria Großes gewirkt an uns. Unweigerlich sind unsere Gedanken deshalb heute auf Weihnachten gerichtet. Das passt aber irgendwie nicht in unser Denken hinein. Weihnachten – das ist Kerzenlicht, Schnee und schöne Lieder. Doch bei diesem Wetter sind wir so gar nicht in Weihnachtsstimmung. Aber vielleicht ist es gut so, weil wir spüren dürfen: Die Geburt Jesu ist mehr als nur schöne Gefühle, mehr als Schnee und Geschenke verteilen. Jesus ist nicht dazu Mensch geworden, dass wir ein trautes Familienfest mehr haben. Seine Geburt, sein Leben, Leiden und Sterben haben einen viel tieferen Sinn und Zweck.

Das klingt auch an, wenn Jesus die Jünger fragt: „Für wen haltet ihr mich?“ Und Petrus gibt die Antwort, die das Entscheidende aussagt: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Mt 16,16) Das ist das Wichtigste, was auch an diesem Fest im Vordergrund steht: Jesus, der durch Maria Mensch geworden ist, ist der wahre und einzige Sohn des lebendigen Gottes.

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