Samstag, 6. August 2011

Weltjugendtag 2011 Madrid: Bisher 440.000 Anmeldungen

Aus Deutschland reisen rund 16.500 Jugendliche und junge Erwachsene zum katholischen Weltjugendtag (WJT) in Madrid. Das teilte der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode, am Donnerstag (14.07.2011) in Köln mit. Weltweit hätten sich bislang rund 440.000 Teilnehmer angemeldet, davon 285.000 aus Europa. Papst Benedikt XVI. nimmt ab dem 18.08.2011 an dem Großtreffen teil, das vom 16. bis 21.08.2011 stattfindet. Zudem werden nach Angaben des Vatikan 14.000 Priester und rund 750 Bischöfe aus aller Welt erwartet.

"Fest der Jugend"
Bode griff die Kritik des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) am Sponsoring des WJT durch Großkonzerne auf. Man könne sich nicht mit dem Thema Globalisierung befassen, ohne sich der Verstrickung in den Konsum bewusst zu werden, betonte Bode. Es gebe nicht nur eine Globalisierung des Glaubens, sondern auch die Globalisierung des Konsums. Die Weltjugendtage bezeichnete Bode als "Meilensteine der Jugendpastoral" und als "Feste der Jugend". Hier würden "Übungsfelder des Glaubens aufgetan". Jugendliche bräuchten Halt und Orientierung in einer unsicheren Welt, so Bode. Zugleich dürfe man der Jugend zutrauen, in Zeiten von Krieg und Terrorismus "ein Netzwerk des Glaubens und der Liebe zu entwickeln".

Wasserversorgung in der Hitze sichergestellt
Der Leiter der deutschen Delegation und Beauftragte für Jugendseelsorge der Bischofskonferenz, Markus Etscheid-Stams, sagte, die größte Altersgruppe aus Deutschland seien Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren. Wegen der zu erwartenden Hitze in Madrid werden Veranstaltungen vom Nachmittag auf den Abend verlegt. Eine umfassende Wasserversorgung sei sichergestellt. Die Gesamtkosten des WJT betragen nach Angaben der spanischen Veranstalter 55 bis 62 Millionen Euro. Der WJT werde den spanischen Haushalt jedoch nicht finanziell belasten. Durch Umsätze im Zusammenhang mit dem Großereignis könne die Wirtschaft des Landes vielmehr mit Gewinnen von 100 Millionen Euro rechnen.

Weltjugenttag kostet 50 Millionen

Madrids Politiker rütteln am Euro-Rettungsschirm, 100.000 unzufriedene Bürger protestierten auf den Straßen, vier von zehn junge Spanier sind arbeitslos: Auch vor diesem Hintergrund findet in Madrid der Weltjugendtag statt – der allerdings die Staatskasse nicht belasten soll: Die Kosten von etwa 50 Millionen Euro werden zu 70 Prozent von den Teilnehmern getragen; für den Rest kommen 100 Sponsoren auf.

Rucksack für jeden WJT-Besucher
Der Papst hat sein "Gepäck" bereits erhalten
Madrid. Ob er auch das Weltjugendtags-T-Shirt anzieht? Papst Benedikt XVI. hat nämlich seinen offiziellen WJT-Pilgerrucksack bereits erhalten – und in dem steckt das gelbe Shirt. Wie bei vorherigen Weltjugendtagen erhalten alle angemeldeten Teilnehmer einen Rucksack. Die gelben und roten Farben spiegeln die Nationalfarben Spaniens wieder. Auch der beigelegte Fächer ist ein Zeichen für die Kultur der Iberer. Außerdem finden sich noch ein Rosenkranz, das Pilgerbuch, der WJT-Führer und der "Youcat" (Katechismus für junge Erwachsene) im Gepäck. Ganz wichtig außerdem: die Dauerkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in Madrid und der Pilgerhut gegen die starke Sonne. Außerdem erhalten die angemeldeten Teilnehmer mit ihrem Pilgerpass Zugang zu kulturellen Veranstaltungen aus Anlass des Großereignisses, vorrangigen Einlass bei allen Hauptveranstaltungen des Weltjugendtags sowie eine Unfallversicherung, die den Aufenthalt beim WJT abdeckt.
Quelle: http://kirchensite.de/aktuelles/schwerpunktthema/wjt-2011-spanien

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