Freitag, 16. September 2011

Das Bistum Lüttich feiert seinen Bistumspatron


Am 17. September gedenkt die Kirche von Lüttich des HL. Lambertus. Lambertus wurde um 672 zum Bischof von Maastricht geweiht, musste aber schon drei Jahre später seinen Bischofsitz verlassen und wurde nach Stavelot in die Verbannung geschickt. Hier lebte er sieben Jahre lang in der dortigen Abtei, wo er zusammen mit dem hl. Willibrord aus Echternach die Christianisierung auch unserer Heimat vorantrieb.Er durfte schließlich zurück in seine Heimatstadt Maastricht.

Weil Bischof Lambert die Immunitätsrechte der Kirche gegenüber der Staatsgewalt konsequent
Statue des hl. Lambertus
verteidigte, ließ man ihn am 17. September, wahrscheinlich im Jahr 705, in seinem Haus in Lüttich (Leodium) erschlagen. Bestattet wurde er zunächst im Grab seines Vaters in der Ecclesia sancti Petri in Maastricht, aber um 717 von seinem Nachfolger Bischof Hubertus anlässlich der Verlegung des Bischofssitzes nach Lüttich an den Sterbeort zurückübertragen.
 
Schon früher, im Jahr 714, wird in den Quellen eine „Basilika des hl. Martyrers Lambert“ erwähnt, die wohl am Ort der Ermordung in Lüttich errichtet worden war. Über dem Lütticher Haus und dem Grab Lamberts entstand die 718 vollendete neue Basilica sancti Landiberti, in der schon bald eine besondere Verehrung des Bischofs Lambert einsetzte. Die in den folgenden Jahrhunderten immer wieder vergrößerte Kathedralkirche (karolingischer Bau, ottonische Basilika, gotische Kathedrale) und das Lambert- Mausoleum bestanden bis zur vollständigen Zerstörung in den Wirren nach der Französischen Revolution (1794).


Büste des hl. Lambertus im Bistumsmuseum


Der hl. Lambert ist Patron vieler Kirchen und wie
Bischiof Aloys Jousten
gesagt unseres Bistums. Nehmen wir am heutigen Tag unseren jetzigen Bischof Alois, der in der Nachfolge des hl. Lambertus steht, in unser Gebet mit hinein, und bitten wir Gott, er möge ihn leiten und führen in seinem Dienst als Bischof.

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