Freitag, 2. September 2011

Das Licht der Hoffnung - Die Ansprache einer Taufkerze

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 Liebe Taufgemeinde, vor allem: liebe Eltern und Paten!




Es ist mittlerweile alte Tradition, dass am ersten Advent eine Kerze auf dem Adventskranz angezündet wird. Auch ihr werdet gleich eine Kerze anzünden, eine ganz besondere Kerze, nämlich mich, die Taufkerze für N.N. Dass ich an der großen Kerze hier vorn, der Osterkerze, angezündet werde, ist ein Symbol, ein Zeichen: Ihr zeigt damit an, dass Eltern zwar an ihre Kinder das Leben weitergeben, dass das Leben aber, die Lebensflamme von Gott selbst kommt. Ihr seid nur Vermittler des Lebens.

So hat Gott Eurem Kind durch Euch das Leben geschenkt. Sein Lebenslicht brennt, und wenn ihr heute euer Kind zur Taufe bringt, sagt ihr damit einmal: „Danke, Gott, für dies Leben!“, und ihr bittet Gott gleichzeitig: „Beschütze dieses Leben, lass es wachsen.“

Mit der Taufe aber geschieht noch mehr: Christus sagt „Zu mir gehörst du nun und mein Licht soll dir leuchten: Es soll die Dunkelheit von Trauer und Verzweiflung in deinem Leben vertreiben, weil ich immer bei dir bin. Es soll deine Schuld verbrennen und dein Herz anzünden, so dass du nicht nur Liebe empfangen, sondern auch Liebe geben kannst.“

Dass euer Kind von diesem Licht, das Christus für sein Leben sein soll, erfährt, das ist eure Aufgabe, liebe Paten und liebe Eltern. Macht Euer Kind mit Jesus bekannt, lehrt es, mit ihm zu reden, auf ihn zu vertrauen! Ihr tut damit etwas ganz Wertvolles: Ihr bringt damit ein Licht in sein Leben, das niemals verlischt, was auch kommen mag. Und ihr erinnern es damit an die Bestimmung, die jeder Christ hat: nämlich Licht zu sein für andere, um die und in denen es dunkel ist.

Ihr wisst: Kerzen brennen herunter, Lebenszeit verrinnt, auch euer Kind wird einmal alt sein, sein Lebenslicht flackern und verlöschen. Mit der Taufe verspricht Gott aber: „Keiner, der zu mir gehört, soll im Finstern des Todes bleiben. Auf jeden, der durch die Taufe zu mir gehört, wartet das Licht eines neuen Lebens.“

Von all dem erzähle ich, liebe Eltern. Von der Hoffnung, die über den Tod hinausreicht. Diese Hoffnung möge wachsen und Raum gewinnen im Leben Eures Kindes. Amen. (nach einer Vorlage von Helmut Siegel)

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