Sonntag, 18. September 2011

Kirmes in der Pfarre Burg Reuland

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Die Pfarre St. Stephanus Burg-Reuland beging an diesem Sonntag ihre Kirmes. Neben Reuland sind das die Dörfer Stoupbach, Weweler, Alster und Maspelt.


 Das Kirchweihfest, die Einweihung, die Indienstnahme des Gotteshauses, war früher ein richtiges Volksfest. Umzüge und Spiel, Musik und Tanz und Kirmesbuden und Karusells gehörten dazu. Jedes Jahr freuten sich die Menschen aufs Neue daran, ihre Kirche zu haben. Manches alte Brauchtum ist als Ausdruck der Freude an diesem Tag da und dort noch erhalten geblieben. In einigen Häusern wird auch noch groß Kirmes gefeiert indem man viele Gäste einlädt. Für viele ist dieses Fest heutzutage dagegen eines von vielen. Es geht unter, hat an Bedeutung verloren, angesichts der vielen Veranstaltungen die uns geboten werden. Vielleicht hat es auch ein wenig damit zu tun, dass wir Gott aus den Augen verloren haben.

Unsere Vorfahren haben sich ihre Kirche viel kosten lassen, obwohl sie ärmer gewesen sind als die meisten von uns heute, so dass wir uns die Frage stellen können, wie
sie diese großartige Leistung vollbracht haben, mit den geringen Mitteln, die ihnen zur Verfügung standen. Überall dort, wo Kirchen gebaut wurden, seien es nun kleine Dorfkirchen oder große Kathedralen, geschah dies nicht nur aus reinen Zweckmäßigkeitsgründen, also um der Glaubensgemeinschaft einen Versammlungsraum zu schaffen, sondern es geschah zu ihrer eigenen Freude und Erbauung, mehr aber noch zum Lob und zur Ehre Gottes, für den das Schönste gerade gut genug sein kann. Nicht anders können wir erklären mit wie viel Liebe und Detailfreude aber auch mit welchen wertvollen Gegenständen alte Kirchen ausgestattet wurden.

So gesehen ist es gar keine Überraschung, dass man früher die Einweihung der Kirche und die Erinnerung daran als Festtag begangen hat und diesen dann jedes Jahr von neuem begeht.

Das Fest der Kirmes beginnt mit dem Aufrichten des Kirmesbaumes, welches die Arbeit des Junggesellenvereins ist. Danach kann dann das eigentliche Kirmesfest beginnen.

Nach dem Sonntagsgottesdienst versammeln sich alle am Kriegerdenkmahl des Dorfes, wo die Junggesellen einen Kranz nieder legen.



Eine Besonderheit dürfte sein, dass das Dorf Lascheid seine Kirmes zwar erst am kommenden Wochenende (23. - 25. September) feiert, seinen Kirmesbaum aber schon am vergangenen Freitag aufrichtete. Diese Besonderheit erklärt sich wohl durch die Verbindung des Dorfes zur Pfarre Burg Reuland, zu der es gehört. Die eigentliche Kirmes wird aber erst in einer Woche im Rahmen des Michelsfestes in Lascheid gefeiert. (Fotos Ludwig Wirtzfeld)




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