Dienstag, 20. September 2011

"Komm und folge mir nach" - Jesus beruft Matthäus

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Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm. Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?

Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten. (Mt 9,9-13)

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Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.“ – Mit diesen Worten Jesu endet das Tagesevangelium am heutigen Fest des heiligen Matthäus. Als Apostel und Evangelist wird er in unseren Kirchen verehrt. Wenn wir diese Worte Jesu hören, dann sind es Worte der Ermutigung. Matthäus war nach den biblischen Zeugnissen ein Zöllner aus Kafarnaum, ein Mann mit einem schlechten Ruf. Gemieden von den anderen Menschen, darf Matthäus etwas ganz Besonderes erfahren: Er hört den direkten Ruf in die Nachfolge durch Jesus. Ohne Wenn und Aber folgt er ihm. Seine Antwort ist sein Leben. 

Matthäus war einer der 12 Apostel, die Jesus nachfolgten und der Verfasser des gleichnamigen Evangeliums. Als Zöllner hatte er zuvor unter dem Namen Levi in Kafarnaum am See Genesareth gelebt. Dort begegnete ihm Jesus, der ihn in der bekannten Szene aufforderte, ihm nachzufolgen. Levi verließ daraufhin sein Zollhaus, schloss sich der Gemeinschaft um Jesus an und wurde fortan Matthäus genannt.
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Aus unterschiedlichstem Anlass haben Menschen Jesus aufgesucht. Dabei ist auffallend, dass oftmals nur eine kurze Berührung, ein einfaches Wort, ein Augenkontakt Jesu ausgereicht haben und Menschen haben sich verwandelt; sie haben umgedacht, nachgedacht, sind in sich gegangen, sind umgekehrt, sind den Fußspuren Jesu gefolgt. So wie bei Matthäus, den er am Zoll sitzen sieht, hat Jesus situativ die Gelegenheit ergriffen, Menschen von seiner Frohen Botschaft zu überzeugen: Barmherzigkeit statt Opfer (Mt 9,13), und vor allem Feingefühl für die Kranken und die Randgruppen der Gesellschaft (Mt 9,10).


Über das Leben des Evangelisten nach den Pfingstereignissen ist nur wenig bekannt. Während einige Überlieferungen vom Tod durch Steinigen sprechen, sagen andere, der Apostel sei bei lebendigem Leib verbrannt worden, wieder andere, er sei friedlich im Schlaf gestorben.
 

Es gibt Hinweise, dass er Judäa verließ, um die Frohe Botschaft in Ägypten und Äthiopien zu verkünden. Zahlreiche Wundertaten in Äthiopien werden ihm zugeschrieben. So soll er den Sohn des Königs vom Tode erweckt und die Königstochter vom Aussatz geheilt haben. In Äthiopien ist er Quellen zufolge auch gestorben.






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