Donnerstag, 6. Oktober 2011

7. Oktober Rosenkranzfest


-->Wer eine gefährliche Situation unerwartet gut überstanden hat, erinnert sich oft lebenslang an den entscheidenden Tag und an jene, die Hilfe geleistet haben. So wurde das Gedenken an den Sieg über die Türken in der Seeschlacht bei Lepanto im Jahr 1571 Anlass für das Rosenkranzfest. Der Dank richtete sich an die Gottesmutter Maria und durch sie an unseren gütigen Gott. Das Fest ist aber älter als der „Rosenkranzmonat“ Oktober, der erst 1883 eingeführt wurde. Alle Gläubigen sind eingeladen, gerade in diesem Monat privat oder gemeinschaftlich den Rosenkranz zu beten.
 


Das meditative, wiederholende Gebet, bei dem die Gebete mit einer Schnur abgezählt werden, ist in vielen Religionen verbreitet. Gebetsketten oder –schnüre sind in außerchristlichen Religionen, besonders im Hinduismus oder Buddhismus, weiter und früher verbreitet als es der Rosenkranz in der Katholischen Kirche ist. Im Christentum ist spätestens seit dem Hochmittelalter die sogenannte "Pater-Noster-Schnur" zum Gebet des Vaterunser bekannt. Aus ihr hat sich der Rosenkranz in seiner heutigen Form als marianisches Gebet entwickelt.

Die heute übliche Form des Rosenkranzes bzw. des Rosenkranzgebetes umfasst das Glaubensbekenntnis, das Ehre sei dem Vater sowie fünf Gesätze, die je ein Vaterunser und zehn Ave Maria enthalten, wobei beim Namen Jesu jeweils eines der vier Geheimnisse – des freudenreichen, des schmerzhaften, des glorreichen, des trostreichen oder anderer – eingefügt wird (vgl. Gotteslob Nr. 33 und 590). Die Rosenkranzschnur umfasst deshalb in der Regel 6 große und 53 kleinere Perlen, Steine oder ähnliches.

Über das Rosenkranzgebet gibt es unterschiedliche Meinungen. Die
einen mögen es gar nicht, viele andere schätzen es aber, und es ist ihnen lieb, wert und teuer. Die einen sehen im Rosenkranzgebet nur ein Heruntergeleier des ewig Gleichen, finden es langweilig und anstrengend, die anderen fühlen sich gerade im ständigen Wiederholen des Ave Maria geborgen.

Das Rosenkranzgebet ist ein Meditationsgebet. Die Wiederholung des Ave, die Betrachtung der eingeschobenen Christusgeheimnisse, lassen den Beter innerlich zur Ruhe kommen. Und genau hierin liegt die Chance des Rosenkranzes, denn nach Ruhe und Geborgenheit sehnt sich so manche aufgescheuchte Seele in unseren Tagen.




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