Dienstag, 11. Oktober 2011

Wort Gottes für den Tag, 12.10.2011


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In jener Zeit sprach Jesus:  Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht (Mt 11,28-30).


Zu Christus gehen




,,Ich werde euch Ruhe verschaffen", verspricht uns der Herr, und diejenigen, die seinem Weg folgen, nennt er "Selig", d. h. glücklich. Konkret heißt das: Ohne Gott, ohne eine lebendige Verbundenheit mit ihm im Glauben hat der Mensch keinen inneren Frieden und ist nicht glücklich. Es gibt einen Psalm, darin heißt es: Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe. Ähnlich drückt diese tiefe Wahrheit ein alter lateinischer Spruch aus: ‚Ubi Deus, ibi pax’, was soviel heißt wie: Dort, wo Gott ist, ist der Friede.



Gleichermaßen gilt: Wo es keinen Gott gibt, gibt es auch keinen beglückenden Frieden. So war es immer, und so wird es wohl auch immer sein. Sooft der Mensch der Meinung war, dass er weit von Gott entfernt glücklich sein könne, so oft machte er einen verhängnisvollen Fehler, dessen Folgen ihn nicht selten viel kosteten. Wenn man die Geschichte des Menschen auf Erden verfolgt, dann stellt es sich heraus, dass dieses Problem geradezu uralt und keine Erfindung unserer Zeit ist.



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Turmbau zu Babel (Wiener Version) Pieter Bruegel der Ältere
Denken wir an das Bild vom Turmbau zu Babel auf den ersten Seiten der Bibel. Nach den Vorstellungen jener Erzählung hatten alle Menschen eine Sprache. Sie lebten in Einheit und konnten mühelos miteinander kommunizieren. Doch ließen sie sich von Hochmut und Eitelkeit hinreißen. Sie wollten allein, ohne Gott, nur mit eigenen Kräften ihr künftiges Glück bauen, und der bis zum Himmel reichende Turm zu Babel sollte das sichtbare Symbol dafür sein. Der Ausgang dieses Unternehmens ist uns bekannt. Anstatt Einheit zu bewahren und Glück zu erlangen, verloren die Menschen die gemeinsame Sprache. Seitdem fiel es ihnen schwer, sich miteinander zu verständigen. Sie wurden über die ganze Erde zerstreut, und ihre Träume vom ruhigen und glücklichen Leben waren ausgeträumt.


Ohne Gott ist der Mensch nicht glücklich und kann sich des wahren Friedens nicht erfreuen. So sind wir, so ist unsere menschliche Natur. „Du hast uns für dich geschaffen, und unser Herz ist unruhig, bis es in dir ruht“, sagte Augustinus. Und er wusste wovon er sprach, denn bevor er diese hervorragende Entdeckung machte, war er viele Irr- und Umwege gegangen auf der Suche nach dem wahren Glück.



Darum sagt Jesus: „Kommt alle zu mir“ und er spricht besonders die Mühseligen und Beladenen an. Wenn ich also in meinem Leben wirklich glücklich sein will, dann muss ich mich stets in Richtung Christi begeben. Ich müsste tagtäglich aufs Neue Christus und sein Evangelium wählen und zu ihm gehen. Denn er ist es, der mich wirklich glücklich machen kann.


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