Samstag, 26. November 2011

Einstimmung in die Adventszeit

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Impuls für den ersten Adventssonntag und die Woche

Am Ende des Neuen Testaments, im vorletzten Satz des letzten Buches, der Offenbarung des Johannes, steht die Bitte: Maranatha - Komm, Herr! Wir Christen sind Menschen, die auf die Ankunft unseres Herrn warten, auf Christus, der am Ende der Zeiten wiederkommt. Durch die Einführung des Advents soll gerade dieser Charakter unseres Glaubens unterstrichen werden: wir sind wartende und hoffende Menschen.
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Durch die kommenden Adventwochen begleitet uns unser Adventkranz.

Seine grünen Zweige deuten auf die Hoffnung, die wir in uns tragen.

Die Kerzen erinnern uns an Jesus, der Licht in unsere Dunkelheit bringt. Wir entzünden die erste Kerze und lassen den Schein der Kerze auf uns wirken.


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Die Adventszeit ist eine Zeit, die uns eine große Gnade bringt. Es ist eine Zeit, in der wir reich beschenkt werden: Gott schenkt uns seinen Sohn! Jesus wird Mensch! Auf sein Geburtsfest bereiten wir uns in den kommenden Tagen und Wochen vor. Damals hatten die Menschen keinen Platz für Josef und seine schwangere Frau Maria. So kam Jesus in einem Stall oder einer Höhle zur Welt



In der Adventszeit wollen wir Jesus einen Platz bereiten.

Wir überlegen:
•  Wie kann ich Jesus einen Platz bereiten
- in meinem Leben, in meinem Herzen?

Worauf möchte ich in den kommenden Tagen
des Advents besonders achten?


Wir wollen beten:

Gott,

du schenkst uns diese Zeit des Advents,

diese Zeit der Gnade.

Wir freuen uns auf die Geburt deines Sohnes.

Wir wollen Jesus einen Platz bereiten

in unserem Leben, in unserem Herzen.

Hilf uns, dass uns dies auch gelingt.

Segne uns und begleite uns durch diese Zeit.

Sei uns nahe, sei unser Licht. Amen.


Bei der Beantwortung der Frage, wie wir Jesus einen Platz bereiten können kommt uns der Esel aus der weihnachtlichen Krippe zu Hilfe. Er kann uns mit seinen Eigenschaften und Merkmalen eine Hilfe sein.

Schauen wir uns den Esel einmal an:
•  Wie sieht er aus?
•  Woran erinnert mich ein Esel?
•  Was verbinde ich mit einem Esel?

Ein Esel hat lange Ohren, die auch sehr beweglich sind. Er kann wohl sehr gut hören. Er kann aber auch mit seinen Ohren seine Stimmung zeigen: wenn er Z. B. seine Ohren hängen lässt, dann ist er entspannt; wenn er seine Ohren aufstellt, dann ist er neugierig und wachsam; wenn er Angst bekommt, dann dreht er seine Ohren auf die Seite.

 

Wenn wir auch keine Eselsohren haben, so nehmen wir doch Vieles mit unseren Ohren wahr: Geräusche, Stimmen, Klänge, Lärm, Musik. Vieles bekommen wir oft zu hören. Vieles strömt auf unsere Ohren ein -

Angenehmes wie Unangenehmes, Aufheiterndes wie Beängstigendes,

Erfreuliches wie Nerviges, ...



Manchmal hören wir gar nicht mehr richtig hin: wir „schalten auf

Durchzug!“ Manchmal verschließen wir unsere Ohren: Nein, wir wollen etwas nicht hören!



Manchmal werden unsere Ohren länger, wir spitzen unsere Ohren: Dann hören wir ganz genau hin; wir sind neugierig und gespannt!



Wir überlegen:
•  Was habe ich heute schon alles gehört?
•  Wann verschließe ich meine Ohren?
•  Wann fällt es mir schwer zuzuhören?
•  Was höre ich gerne? Wann bin ich ganz aufmerksam?

Heute sagt Jesus im Evangelium:

„Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ (Mt 24, 42) Seid wachsam! Seid aufmerksam! Um aufmerksam zu sein, braucht man auch wache Ohren. Wir wollen still werden und „unsere Ohren lang machen“. Schließen wir unsere Augen und lauschen in die Stille.



Zum Abschluss beten wir:

Guter Gott,

du hast uns Ohren geschenkt.

Mit ihnen können wir vieles hören ~

den Klang der Glocke,

das Schnurren der Katze,

das Pfeifen des Windes,

die Musik,

die verschiedenen Stimmen.

Du hast uns Ohren geschenkt,

damit wir einander hören und verstehen.
Schenke uns wache Ohren füreinander.

Hilf uns einander zu verstehen.

Lass uns auf dein Wort hören,

das uns Mut macht. Amen.

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Quelle: Es ist für uns eine Zeit angekommen. Unser Weg durch die Adventszeit 2010, Herausgegeben von der Katholischen Landvolkbewegung Bayern.

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