Donnerstag, 17. November 2011

Wohin sollen wir gehen? – 35 Jugendliche aus dem Pfarrverband Reuland begeben sich auf dem Weg, hin zum Sakrament der Firmung

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Wohin soll ich gehen? Welchen Weg soll ich gehen? - Grundfragen menschlichen Lebens, die auch junge Menschen schon ansprechen. Sie müssen sich entscheiden, welche Schule sie besuchen, welchen Berufsweg sie einschlagen, welche Freunde sie haben ...




In diesen Tagen beginnen in vier verschiedenen Gruppen 35 Jungen und Mädchen mit der Vorbereitung auf die Firmung. Der Firmkurs steht unter dem Leitgedanken „Wohin soll ich gehen?“ 10 Katecheten, 1 Priester und 9 Laien, möchten mit ihnen darüber sprechen, dass der Lebensweg eines Menschen – auch ihr Lebensweg – sehr bunt ist, dass der Lebensweg nicht immer gerade verläuft, sondern wir können auf Abwege geraten, in Sackgassen landen ... In solchen Situationen ist es wichtig Menschen zu haben, die uns helfen wieder auf den richtigen weg zu kommen, sogenannte ‚Wegweiser’. Das können Eltern, Lehrer, Freunde oder andere Personen ihres Vertrauens sein.




Im Verlauf unserer Firmvorbereitung weisen wir die Jugendlichen darauf hin, dass es auf unserem Lebensweg als Christen aber noch einen Wegweiser gibt, nämlich Jesus. Der Weg zur Firmung beginnt nicht erst mit der ersten Gruppenstunde, sondern hat einen längst vergangenen Anfang. Er war bei unserer Taufe. Damals hatten unsere Eltern eine Taufkerze für uns empfangen als Zeichen für Christus. An diesem Tag hat der Weg mit Jesus begonnen. Er soll das Licht für unseren Lebensweg sein.



Und es s gibt noch etwas Wichtiges, das uns auf unserem Weg zur Firmung begleiten wird: Das Wort Gottes. Wir Christen glauben, dass Gott in den Texten der Heiligen Schrift zu uns spricht. Die Bibel kann deshalb, genau wie Menschen, Wegweiser für uns sein. In unseren Gruppenstunden werden wir immer wieder Texte aus der Heiligen Schrift lesen und bedenken.



Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem 10-wöchigen Programm, das wir für unsere Firmlinge vorbereitet haben.


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Bischof aloys Jousten
Die Firmung als Sakrament

Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Dabei wird der Firmling nach kirchlichem Verständnis durch Gottes Geist gestärkt, ein Leben aus dem Glauben zu führen. Spender des Firmsakramentes ist der Diözesanbischof oder ein beauftragter Priester, der dem Firmling die Hand auflegt, die Stirn mit Chrisam-Öl salbt und die Worte spricht: „(Name), sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist.“ Die Salbung eines Menschen mit Öl versinnbildlicht seine Erwählung durch Gott und bringt Segensfülle, Stärkung und Heil zum Ausdruck.

Mit der Firmung kommt zum Abschluss, was in der Taufe begonnen wurde: Jugendliche, die als Kind getauft wurden, haben durch die spätere Firmung die Möglichkeit, ein bewusstes Ja zu ihrem Glauben zu sagen. Als Säuglinge war ihnen
das nicht möglich. Ab jetzt sind auch weniger ihre Eltern als sie selbst für ihr Glaubensleben verantwortlich - eben als „erwachsene“ Gläubige.

Für den Empfang der Firmung gibt es keinen traditionellen Tag. Jede Gemeinde stimmt einen Termin mit dem Bischof ab. Bis zur Firmung durchlaufen die Firmlinge eine Vorbereitungszeit von mehreren Monaten. Für etwa fünfunddreißig Jugendliche aus dem Pfarrverband Reuland beginnt in diesen Tagen diese Vorbereitung auf die Firmung. Firmtermine sind der 15. Und der 22. April 2012.


 Engagierte Laien helfen bei der Vorbereitung


--> Nicht mehr denkbar ist die Vorbereitung der Jugendlichen ohne Katecheten. Diese erwachsenen Menschen stellen sich in den Dienst der Pfarre, aber vor allem der Jugendlichen. Sie müssen offen für alle Fragen der jungen Menschen sein, besonders ihr persönliches Glaubenszeugnis ist sehr wichtig. Sie bringen Zeit und Kraft auf und setzen sich der besonderen Herausforderung aus, jungen Menschen in einer nicht einfachen Altersphase Orientierung zu geben. Für den Pfarrverband Reuland sind neun ehrenamtliche Katecheten tätig.

Glaube und Glaubensweitergabe vollzieht sich an erster Stelle in der Familie! Darum glauben wir dass es wichtig ist, die Eltern in die Vorbereitung der Firmung mit einzubeziehen. Für sie besteht die Chance, neu über den Glauben in der Familie ins Gespräch zu kommen. Nicht wenige Eltern haben die Vorbereitung ihres Kindes auf die Erstkommunion oder die Firmung als Vertiefung und Erneuerung des eigenen Glaubens erlebt. Wir laden einige Wochen vor Beginn der Vorbereitungszeit die Eltern zu einem Informationsabend ein. Ziel ist es, ihnen einen Einblick in die Katechese zu geben, welche den Jugendlichen, ihren Kindern, vermittelt wird.

Das Ziel der Vorbereitung auf die Firmung ist nicht, die Kinder nur mit frommem Wissen voll zu stopfen, sondern wir werden uns bemühen in den Gruppen über unseren Glauben zu sprechen und besonders über die Mitte unseres Glaubens, Jesus Christus. Wir werden versuchen herauszufinden, was der christliche Glaube an wichtigen Impulsen und Hilfen für das Leben anbietet.

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