Freitag, 4. November 2011

Wort Gottes für den Tag, Samstag, 5. November 2011

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Vom rechten Gebrauch des Reichtums

Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es mit euch zu Ende geht. Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen. Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?  Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer wahres Eigentum geben? Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon (Lk 16,9-15)

„Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es mit euch zu Ende geht“.


Mammon bezeichnete Hab und Gut, insbesondere das Geld. Man kannte auch damals die Macht des Geldes. Im Neuen Testament wird sie als dämonisch angesehen. Wer dieser Macht erliegt, dient einem Götzen. Man wusste, dass Besitz und Gebrauch von Geld mit viel Unrecht verbunden waren. Im Buch Jesus Sirach lesen wir (Sir 27,1): Des Geldes wegen haben schon viele gesündigt; wer es anzuhäufen sucht, schaut nicht genau hin, will sagen: achtet nicht auf Recht und Gesetz und Anstand.

Die Jünger und die Christen werden aufgefordert, mit Hilfe des ungerechten Mammons, also mit dem irdischen Geld und Besitz so umzugehen, dass sie Freunde Gottes werden und in die ewigen Wohnungen aufgenommen
werden.

Auch die Glaubenden sind auf den Umgang mit irdischem Besitz
und mit Geld angewiesen. Entscheidend ist, wie sie es tun. Wer sein Herz
an Besitz und Geld hängt, setzt dies an die erste Stelle und Gott, wenn er
eine Rolle spielt, an die zweite. Dann aber ist der Glaube an Gott in seinem
innersten Kern beschädigt. Wer so lebt, baut auf Werte, die schlussendlich
seine Existenz nicht sichern.

Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen.

Die Frage, ob man im großen oder kleinen Stil Unrecht begeht, soll gar nicht erst entstehen. Das Herz des Menschen soll ehrlich sein und sonst nichts, auch in kleinsten Dingen.

Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?

Wenn ihr mit irdischen Gütern nicht zuverlässig umgeht, wer wird euch dann das entscheidende Gut des Lebens anvertrauen: den Lohn des Himmels? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer wahres Eigentum geben? Es besteht also eine enge Relation zwischen dem Umgang mit dem irdischen Gut und dem Erhalt des himmlischen Gutes. Der Unehrliche und Unzuverlässige ist nicht auf dem Weg in die ewigen Wohnungen.



Konsequent ist deshalb das Wort vom unmöglichen Doppeldienst. Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. Die Redeweise vom hassen und lieben will bewusst überzeichnen. Wer dem Geld dient, wer auf Hab und Gut setzt, der kann nicht im Dienst Gottes stehen. Und wer Gott dient, der kann sein Herz nicht an vergänglichen Werten festmachen. Das wäre ein Widerspruch.




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