Dienstag, 6. Dezember 2011

7. Dezember: Gedenktag des hl.Bischofs Ambrosius von Mailand

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Wir gedenken heute des heiligen Ambrosius, des großen Bischofs aus Mailand, der im 4. Jahrhundert lebte. Nach einer oft dargestellten Legende träufelten Bienen über der Wiege dem Säugling Honig in den Mund und flogen davon, ohne es zu verletzen; aber sie hatten ihm die „honigsüße Sprache“ seiner späteren Schriften und Hymnen, besonders des „Ambrosianischen Lobgesangs“, vermittelt. 374 wurde er zum Bischof von Mailand gewählt und machte sich besonders verdient im Kampf gegen die Irrlehre des so genannten Arianismus und im Einsatz für die Lehre der Kirche. Heute wird er als einer der Kirchenlehrer verehrt. Das älteste uns überlieferte Weihnachtslied „Komm, du Heiland aller Welt“ (Gl 108), stammt von ihm.


Ambrosius: „Ein Mann des Volkes“

Einen großen Mann macht es aus, dass er bei aller Größe noch bescheiden bleiben kann. Dieser Satz könnte wohl am besten das Wesen des heiligen Ambrosius charakterisieren. Denn obgleich er ein exzellenter Theologe, ein begnadeter Prediger und Schrift-Gelehrter war, blieb er dennoch zeitlebens ein für alle Menschen zugänglicher Mann.



Das war es wohl auch, was die Menschen damals bewegte, ihn als Bischof von Mailand vorzuschlagen. Besonders die Auslegung des Wortes Gottes lag ihm am Herzen. Als Bischof war es ja eine seiner ersten Aufgaben zu predigen. Seine Predigt und seine Auslegung der heiligen Schrift kam bei den Leuten gut an. Er verstand es die Herzen der Menschen zu treffen. Er fand die richtigen Worte, so dass sie sich verstanden fühlten. So kommt es nicht von ungefähr, dass man von ihm sagte, seine Reden seien süß wie Honig gewesen.


Patron der Wachszieher und der Imker

Mit dem Honig und mit dem Imkern hat Ambrosius aber nie etwas zu tun gehabt. Vielleicht hat er ja gerne Honig gegessen, wir wissen es nicht. Aber fleißig wie die Bienen war er. Ich selber, der Verfasser dieser Zeilen bin mit Herz und Seele Imker. Wir wissen als Imker welchen Fleiß die Bienen an den Tag legen, wenn es irgendwo etwas zu ernten gibt. Unermüdlich sind sie dann unterwegs. Dieser Fleiß beschert uns Imkern dann eine reiche Ernte. Natürlich gehört auch der Fleiß des Imkers dazu, denn ganz ohne das Mitwirken des Imkers geht’s auch wieder nicht. Zuletzt aber verdanken wir eine reiche Ernte dem Segen Gottes.



Gott lässt wachsen und gedeihen, und beschert uns so eine reiche Ernte. Das ist auch der Anlass, warum am heutigen Tag, (oder an den kommenden Tagen), viele Imkervereinigungen ihr Patronatsfest begehen. Bei uns ist es so, dass wir uns am kommenden Freitag zu einem Gottesdienst versammeln. Wir ehren unseren Schutzpatron und wir danken Gott für die empfangenen Gaben, die Honigernte des vergangenen Sommers. Anschließend sind wir in gemütlicher Runde zusammen.



Heute möchte ich – aus gegebenem Anlass – Ihnen verehrte Leser dieses Blogs einen Einblick in das Leben der Bienen geben. Anlässlich des Besuchs einer Schulklasse entstanden die folgenden Fotos, die – wie so oft – Ludwig Wirtzfeld für Sie eingefangen  und mir zur Verfügung gestellt hat.

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Vorweg einige Erklärungen: Ich imkere nicht in einem Bienenhaus, sondern in freistehenden Styropor-Beuten. Diese Form des Imkerns hat sich in den letzten 20 Jahren etabliert und ist inzwischen anerkannt und bei vielen Imkern beliebt. Mein Bienenstand befindet sich direkt hinter meinem Pfarrhaus, daran angrenzend ein Garten in dem ich vorwiegend die einjährige Phacelia anbaue. Diese Gründüngerpflanze, die ein guter Bodenverbesserer ist, wird gerne von Bienen angeflogen. Sowohl Pollen als auch Nektar wird von den Bienen geerntet.


Winterruhe am Bienenstand




Frühjahr! Neues Leben erwacht, auch am Bienenstand 

Die Klasse des 4. Schuljahres medet sich zum Besuch 
des Bienenstandes mit ihrer Lehrerin an.



Bevor wir ein Bienenvolk öffnen 
gibt es erst einige Erklärungen zur Bienenhaltung.



Zu einem Besuch am Bienenstand
gehört die richtige Kleidung.

 Gut besetzte Wabe. Oben: voll verdekelte Honigwabe


Hier hat der Imker der Natur freien Lauf gelassen. 
Die Bienen haben viele Königinnenzellen angesetzt.
Das Ergebnis seht ihr im folgenden Bild.


Das Volk hat sich geteilt, ist geschwärmt



Das interessiert die Kinder besonders:
Eine KÖNIGIN! (weiß gezeichnet)

 
 

Der Besuch ist beendet, fast ...



Eine Kostprobe gehört dazu.
Besonders beliebt ist der bei uns in der Eifel geerntete
cremige Frühjahrshonig. 
Die gelbe Farbe verrät, dass ein großer Anteil 
an Löwenzahnblüten von den Bienen besucht wurde.



Wie bereits angesprochen, wird die Phaceliablüte
gerne von Bienen aber auch von Hummeln und vielen 
anderen Insekten angeflogen.  
Die phaceliapflanze ist für diese Tiere eine ergiebige Futterpflanze.

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