Freitag, 7. Januar 2011

Impuls für den Tag, 08. Januar 2011

Mittwoch, 5. Januar 2011

20*C+M+B+11 Die Sternsinger kommen!



Wir feiern das Fest der "Erscheinung des Herrn"

Manche Ereignisse die man uns erzählt können wir nicht auf Anhieb glauben und dann sagen wir: Da geh’ ich doch mal selber hin und schaue mir das an. Ja, manche Dinge muss man selbst gesehen oder erlebt haben um sie zu begreifen. Heute feiern wir, dass Menschen, drei Könige, oder Sterndeuter, aus fernen Ländern zu Maria und Jesus kommen, weil sie den neugeborenen König selbst sehen wollen. Dahinter steht: Ich möchte es selbst sehen, um es zu begreifen, um es wahrzunehmen.

Das heutige Fest „Erscheinung des Herrn“ erinnert uns daran, dass Gottes Heil nicht auf bestimmte Personen begrenzt ist, oder auf eine bestimmte Region. Nein, Gottes Heil gilt allen Menschen. Darum stellt uns die Hl. Schrift die Sterndeuter vor, die hl. drei Könige, wie sie im Volksmund genannt werden. Sie stehen stellvertretend für alle Menschen außerhalb Israels. Sie verkörpern die Erdteile der damals bekannten Welt. Unser Glaube sagt: Christus ist das Licht für alle Menschen.

Die Sterndeuter stehen für die vielen suchenden Menschen. Es sind solche die mit der Botschaft Jesu noch nicht so vertraut sind und jene, die sich schwer tun mit seinem Evangelium. Vielleicht gehören wir selber zu ihnen. Für sie alle stehen die Sterndeuter stellvertretend.

ln diesen Tagen werden wieder viele Jungen und Mädchen als Sternsinger unterwegs sein und die Frohe Botschaft von der Geburt Christi in die Häuser und Wohnungen der Menschen tragen. Die Kinder und Jugendlichen tun dies in ihrer Freizeit, sie sammeln Geld, nicht um ihr Taschengeld aufzubessern, sondern damit Kinder in armen Ländern geholfen wird. Dieses Jahr tun sie es für die Kinder in Kambodscha. Dort werden jedes Jahr noch immer viele Kinder durch Landminen verletzt. Diese schrecklichen Waffen, die aussehen wie eine Untertasse, liegen wenige Zentimeter unter der Erde verborgen. Wer darauf tritt löst eine Explosion aus und die Folge sind meistens verstümmelte Arme oder Beine.

Die diesjährige Aktion der Sternsinger zielt darauf ab, dass solche Kinder mit einer körperlichen Behinderung eine gute ärztliche Versorgung und gute Arm- und Beinprothesen bekommen, damit sie zur Schule gehen können und - trotz Behinderung - mit den andern Kindern spielen können.

Eine gute Sache also. Durch das Tun unserer Sternsinger, durch ihr Engagement wird für mich eines deutlich: Wo Menschen nicht nur an sich selber denken, sondern sich für andere einsetzen, da ist eine Sternstunde für die Menschheit. Da wird es hell und warm in den Herzen vieler Menschen. Da geht für viele ein Licht auf, wie den Sterndeutern damals. Öffnen wir uns für die Botschaft der Sternsinger, öffnen wir unsere Herzen und Geldbeutel, damit viele Kinder in Kambodscha Sternstunden erleben dürfen.

Dienstag, 4. Januar 2011

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 05. Januar 2011.


Wie kommt ein Mensch zum Glauben? Wie kommt jemand dazu, sein Leben auf Gott zu bauen? Durch kluge Worte, überzeugende Argumente, erstaunliche Begebenheiten? Die Erfahrung zeigt, dass es meistens persönliche Begegnungen sind, die Anstöße geben, sich auf den Glauben einzulassen: Begegnungen mit Menschen, für die Jesus Christus ganz wichtig ist.

Im Evangelium hören wir heute von der Begegnung Jesu mit zwei von den Jüngern des Johannes: Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister , wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus). Joh 1,35-42

Am Beginn ihrer Beziehung steht keine gelehrte Rede, keine Aufnahmeformalitäten oder Bedingungen, keine Eignungsprüfung – am Beginn steht eine unkomplizierte Einladung Jesu: Kommt und seht! Kommt zu mir und lernt mich kennen, verbringt Zeit mit mir, hört mir zu und seht, wie ich lebe – teilt das Leben mit mir. Eine persönliche Beziehung entsteht; Freunde nennt Jesus sie später. Sie werden erleben, wie er vorbehaltlos Menschen und deren Not begegnet, wie er mit Gott, den er Vater nennt, lebt, wie er predigt und wie er betet. Die beiden Jünger spüren gleich, dass sie in Jesus gefunden haben, was sie gesucht haben – und sie erzählen es weiter.

Heute trifft seine Einladung uns: Kommt und seht! Wir sind eingeladen von ihm, ihn immer besser kennen zu lernen, unser Leben mit ihm zu verbringen und uns von ihm prägen zu lassen. Aus Begegnung kann Beziehung werden, kann Glaube und Vertrauen wachsen.

Montag, 3. Januar 2011

Minis ganz groß - Ministrantendienst so beliebt wie nie zuvor

Rund 440.000 Jungen und Mädchen engagieren sich in Deutschland im Ministrantendienst – Tendenz steigend. Dr. Hahnen von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz sieht die Ministrantenpastoral als „eine der stärksten Säulen der kirchlichen Jugendarbeit, die sich großer Beliebtheit und Aufmerksamkeit erfreut“.

Meist sind es Kinder und Jugendliche - Mädchen wie Jungen -, die nach der Erstkommunion Ministranten werden und es häufig bis zum Ende ihrer Schulzeit bleiben. Eine Altersbegrenzung nach oben gibt es aber nicht. In vielen Gemeinden dienen auch Ältere und Rentner als Ministranten in den Gottesdiensten, besonders in den Messen und bei Beerdigungen an Wochentagen, wenn für Kinder der Schulbesuch ansteht.

"Haupteinsatzort" der Ministranten ist der Sonntagsgottesdienst in der Kirchengemeinde: die Heilige Messe. Die Ministranten halten beim Tagesgebet dem Priester das Messbuch vor, sie bereiten den Altar und bringen für die Eucharistiefeier die Gaben Brot und Wein herbei.

In feierlichen Gottesdiensten tragen sie das Vortragekreuz und Kerzen und bedienen das Weihrauchfass. Ansonsten können Ministranten auch in jedem anderen Gottesdienst dienen: bei Sakramentenspendungen wie Taufe oder Eheschließung, bei Beerdigungen, feierlichen Prozessionen u.a.m.


Wie wird man Ministrant und was sind die Aufgaben?

Jeder getaufte Katholik kann Ministrant/in werden. In den deutschsprachigen Diözesen ist es möglich und üblich, nach der Erstkommunion in den Dienst einzutreten. Das sollte mit einer gewissen persönlichen „Reife“ verbunden sein. Eine Grundkenntnis vom Gottesdienst, der Messfeier, ihrem Aufbau, Form und Sinn der liturgischen Zeichen ist hilfreich. Oft stellen Gruppenleiter aber fest: Die Offenheit, das Interesse sind da, aber es fehlt an Grundlegendem. Dann ist die Katechese umso mehr gefragt.

Das Angebot im Anschluss an die Erstkommunion zu machen, hat sich bewährt: Durch die Erstkommunionvorbereitung haben die Kinder gelernt, katechetisch zu arbeiten. Viele Kinder sind nach der Erstkommunion hoch motiviert, sie wollen sich einbringen und haben erste konkrete Erfahrungen in einer Gruppe und mit dem Feiern von Gottesdiensten gemacht. So kann es – für den, der will – nahtlos weitergehen.

Welche Aufgaben haben Ministranten im Gottesdienst?

· Die Kinder und Jugendlichen tun einen sichtbaren Dienst aus der Gemeinde im Gottesdienst der Gemeinde: mit Fahnen, Kerzen, Gabenbereitung, Weihrauch, Kollekte u. v. m.
· Sie erleben: Nicht ein einzelner macht den Gottesdienst aus, die versammelte und feiernde Gemeinde ist es. Sie handelt, unter Vorsitz des Priesters, auf Einladung Jesu selbst. Ministranten/innen zeigen besonders deutlich: auch hier vorn, an Altar und Ambo, ist diese Feier unser aller Sache.
· Ihr Tun hat Signalcharakter; auch ganz praktisch, etwa beim Aufstehen, Knien oder Beten.
· Und: Sie machen unsere Gottesdienste schöner, würdiger, feierlicher.

Weibliche Ministranten: Fest etabliert und geschätzt

Da der Ministrantendienst lange Zeit im Zusammenhang mit der Klerikerausbildung gesehen wurde, war der Dienst bis in die 1970er Jahre nur männlichen Katholiken vorbehalten. Seit dieser Zeit aber wurden in vielen Gemeinden der westlichen Welt auch Frauen und Mädchen für den Dienst zugelassen, ohne dass dies von Rom explizit gestattet worden wäre – andererseits wurde es aber auch nicht sanktioniert. Die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung billigte dann 1994 allen Bischöfen das Recht zu, in ihren Diözesen auch Frauen und Mädchen zum Dienst am Altar zuzulassen.

· Bereits das Zweite Vatikanische Konzil hatte klargestellt, dass es sich beim Dienst der Ministranten um einen liturgischen Dienst handelt, der im Sinne der tätigen Teilnahme an der Messfeier allen Getauften zukommt. Es lag somit kein theologischer Grund vor, Frauen und Mädchen vom Altardienst auszuschließen. Der Dienst von Ministrantinnen ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile fest etabliert und geschätzt, Gemeinden, in denen nur Jungen dienen, sind eine Ausnahme. In Deutschland belief sich 2008/09 der Anteil der weiblichen Ministranten auf 51,6 Prozent.

Das Ministrantengewand

Der Ministrant hat ein besonderes Gewand. Es erinnert uns an ein Kleid, das jeder übergestreift bekommt, wenn er in die Gemeinschaft mit Jesus Christus aufgenommen wird. Ich meine das Taufkleid, dessen tiefere Bedeutung der heilige Paulus erklärt: "Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angezogen" (Gal 3,27). Auch wenn ihr, liebe Ministranten, aus dem Taufkleid herausgewachsen seid, so habt ihr dafür gleichsam das Ministrantengewand angelegt. Ja, die Taufe ist der Ausgangspunkt eures "wahren liturgischen Dienstes" … Papst Johannes Paul II., Internationale Ministrantenwallfahrt, August 2001
Quelle: www.pfarrbriefservice.de

Sonntag, 2. Januar 2011

Heiligster Name Jesu



Am 3. Januar feiert die Kirche den Gedenktag vom "Heiligsten Namen Jesu". Zuerst hat Gott seinen Namen dem Mose am brennenden Dornbusch offenbart: Jahwe – Ich bin da – Ich bin der, als der ich mich erweisen werde. Jahwe erweist sich als der Gott, der mit seinem Volk unterwegs ist, auf allen Wegen, zu allen Zeiten; und davon erzählt das Volk Israel seit mehr als 3000 Jahren.

Dann vor gut zweitausend Jahren ist dieser Name ganz konkret geworden in dem Kind in Betlehem: Jesus – Jeschua, d. h. „in Jahwe ist Heil und Rettung“. Gott ist nun so nahe bei seinem Volk, dass er selber Mensch wird und sich ganz in das menschliche Leben hineinbegibt. In Jesus begegnet Gott dem Menschen in Augenhöhe.

Wenn wir den Namen Jesu anrufen, denken wir an unsere Bestimmung zur Nachfolge und bitten Jesus, dass Er als unser Retter und Heiland wirken möge. Die persönliche Annahme Jesu als meinen Retter und Erlöser aus Sünde und Tod ist das Herzstück unseres Glaubens, daran will uns das heutige Fest erinnern.