Donnerstag, 5. Mai 2011

Wort Gottes für den Tag, Freitag, 6. Mai 2011.

Liebe Schwestern und Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. (1 Joh 4,7-8)

Gott ist die Liebe.

So vertraut uns dieser Satz auch ist, so kühn ist er: Wer liebt, erkennt das Geheimnis Gottes,
weiß um Gottes Geheimnis, verwirklicht das Geheimnis Gottes! Ob derjenige, der liebt, das selbst weiß oder glaubt, dass Gott die Liebe ist, das ist gar nicht ausschlaggebend.
Wer liebt, erkennt Gott, wer nicht liebt, hat keine Gotteserkenntnis, so fromm Letzterer auch sein mag. Darum stimmt der Umkehrschluss auch: Wer nicht liebt, erkennt Gott nicht; und wer lieblos ist, ist auch gottlos. Dass wir lieben können, das verbindet uns am meisten mit Gott und macht uns ihm ähnlich. In unserer Liebe wird sichtbar, dass Gott selbst in uns wohnt.

Liebe kann alles
Der Verfasser des ersten Johannesbriefes, aus dem der kleine Textabschnitt stammt, traut der Liebe alles zu: Wo immer unter Menschen die Liebe, oder sei es auch nur ein Spur davon, gelebt wird, da ist eine Spur von Gott sichtbar. Welchen religiösen Überzeugungen ein Mensch auch anhängen mag, welche Weltanschauung er vertreten mag, wenn er die Liebe lebt, dann tut er das Werk Gottes und hat Anteil an ihm. Auch wenn es nur ein ernsthafter Versuch wäre, etwas von dieser Liebe zur Geltung zu bringen.
Liebe ist GotteserkenntnisDie Liebe ist für den Briefschreiber Johannes die Form der Gotteserkenntnis. Gott wird nicht zuerst erkannt durch die Spekulation der Gedanken, er wird erkannt in der tätigen Praxis, die von der Liebe getragen ist. Niemand kann christlich eine innige Beziehung zu Gott pflegen und seinen Nächsten vernachlässigen. Diese Art von Gotteserkenntnis teilen wir Christen mit allen Menschen, die von Liebe beseelt sind. Dem Schreiber des Johannesbriefes ist die Liebe Gottes und die Liebe unter uns Menschen so wichtig gewesen, dass er als Anrede in seinem Brief einfach das Wort Geliebte schreibt. Schon in der Anrede sollte jeder seiner Mitchristen wissen, er oder sie ist Gottes Liebling.

Dienstag, 3. Mai 2011

Wort Gottes für den Tag - Mittwoch, 04.Mai 2011

Als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.

Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.


Diese Zwölf sandte Jesus aus. (Mt 9,36 -10,5a)

Deutschland ist Missionsland, so las ich vor kurzem in einer deutschen Zeitschrift. So braucht es nicht zu wundern, dass in den letzten Jahren die Bischöfe in ihren Hirtenbriefen zu einer neuen Missionierung, einer Neuevangelisierung aufrufen. Evangelisierung meint aber nicht nur ein lehrhaftes Beibringen von Jesus-Geschichten, sondern Menschen die „Frohe Botschaft“ eben als frohe Botschaft zu erschließen.
Wir haben etwas zu bieten, besser: Gott hat durch uns etwas zu bieten! „Anbieten“ können wir aber nur etwas, wovon wir selbst überzeugt sind und vor allem, was wir selber leben. Etwa Werte und Lebenshaltungen, die sich aus unserem Glauben ergeben. Darum sind wir Christen besonders gefordert. Wir sollen das, was wir im Glauben erkannt haben, auch leben. Wenn die Missionare, die einst in unterentwickelte Länder auszogen, um diesen Menschen den christlichen Glauben zu bringen, nur gepredigt hätten, wäre ihr Unternehmen gescheitert. Erst ihr Tun ließ die Menschen zum Glauben kommen.

Sie orientieren sich dabei an Jesus selbst: Das Evangelium, das Jesus verkündete, begnügte sich nicht mit Worten, sondern wurde in die Tat umgesetzt. Beim Lesen der Evangelien erkennen wir, dass Jesus wesentlich mehr Zeit darauf verwandte, Kranke gesund zu machen, Hungrige zu speisen und die Betrübten zu trösten als darauf, nur über Gott zu sprechen. Er setzte die Worte der christlichen Wahrheit in Taten christlicher Liebe um.


Um dieses Werk fortzusetzen wählt Jesus zwölf Jünger aus, die uns heute Namentlich genannt wurden. Es ist, als ob Jesus zunächst nur eine überschaubare Zahl aussendet. Er fängt sozusagen ‚klein‘ an. Diese werden dann Ausschau halten nach neuen Mitarbeitern.


Gott hält ständig Ausschau nach Menschenhänden", hat einmal jemand gesagt. Gott sagt
beständig: „Wen soll ich senden? Wer will mein Bote sein?". Denn im Reich Gottes gibt es viele Aufgaben; Aufgaben für Menschen, die hinausgehen in die Mission, und für Menschen, die daheim bleiben und dort missionieren; Gott hat Aufgaben für Menschen, die ihre Hände benutzen, und für Menschen, die ihren Geist benutzen und er braucht Menschen die sein Werk durch ihr Gebet begleiten. Immer aber hält Jesus Ausschau nach Menschen, die sein Werk weiterführen.
Wer hellhörig ist und mit offenen Augen durch die Welt geht, der wird genug Gelegenheit finden, Gutes zu tun. Deshalb lasset uns bestrebt sein, anderen umsonst zu geben: Aufmerksamkeit und Zeit, Interesse und Anteilnahme, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Jeden Tag neu müssen wir alle, die Großen wie die Kleinen, uns fragen: Wie kann ich an der Sache Jesu mitarbeiten? Wo kann ich sein Bote sein?

Montag, 2. Mai 2011

3. Mai: Gedenktag der Apostel Philippus und Jakobus



Zwei Apostel feiert die Kirche heute, die in ihrem Leben nicht viel mehr gemeinsam hatten, als dass sie zum Kreis der Zwölf Jünger zu gehören.


Da ist zunächst Philippus. Er wird vor allem beim Evangelisten Johannes lebendig. Seine Berufung durch Jesus wird erzählt. Philippus wurde vom Herrn mit den Worten "Folge mir nach!" (Joh 1, 43) berufen. Er stammt aus Bethsaida, der Stadt des Andreas und Petrus. In den Apostelreihen erscheint er an vierter Stelle. Er hat den Nathanael Jesus zugeführt, und dabei erkennen wir eine ungestüme, fröhliche Art, für den Herrn zu werben. Ähnlich ist es, wenn wir erleben, wie er dem Kämmerer aus Äthiopien begegnet und ihm die Schrift aufschließt (Apg 8, 25-40). Vermutlich hatte er eine enge Verbindung zu Andreas, wie auch Joh 12, 22 vermuten läßt.

Im Abendmahlssaal bittet Philippus den Herrn, ihm den Vater zu zeigen. Jesus antwortet: "So lange bin ich bei euch und du erkennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: zeige uns den Vater?" (Joh 14, 9)

Der Legende nach wirkte Philippus zwanzig Jahre lang in Skythien, wo er auch zahlreiche Wunder vollbrachte. Er starb am Kreuz. So wird er auch oftmals an einem T-förmigen Kreuz dargestellt. Auf anderen Abbildungen wird ihm ein Brotlaib zugeordnet, um auf die wunderbare Brotvermehrung bei der Speisung der 5000 hinzuweisen, während der Philippus Zweifel äußerte (Joh 6, 1-15).

Jakobus der Jüngere wird in den Listen der Jünger Jesu mit den Beinamen "des Alpäus Sohn" oder "der Kleine" versehen, sonst aber nicht erwähnt. Immerhin nennt Mk 15, 40 seine Mutter als eine der Nachfolgerinnen Jesu. Sie, Maria, stand mit unter dem Kreuz des Herrn. Häufig wird er mit dem Herrenbruder gleichgesetzt, was jedoch sehr unsicher ist. Er gehört zu den ersten Zeugen der Auferstehung Christi.

Sehr unterschiedlich waren die Charaktere der Menschen, die Jesus sich erwähle. Aber er erwählte sie und keine anderen. Beide haben ihre Freundschaft zu Jesus mit ihrem Leben und ihrem Sterben für ihn bezeugt. In der Apostelkirche in Rom haben sie ihr Grab gefunden.

Sonntag, 1. Mai 2011

Zwei Mal Gold und zwei Mal Silber in Ostbelgien


Aloys Mertes, Georges Poerters, Batty Hack und Helmut Schmitz feiern goldenes oder silbernes Priesterjubiläum.

Ein Beitrag von Lothar Klinges

In diesem Jahr feiern gleich vier Priester in Ostbelgien ihr goldenes bzw. silbernes Priester-
jubiläum. Der 75-jährige aus Medell stammenden Priester Aloys Mertes, der am 9. Juli 1961 in Lüttich geweiht wurde und seit 2000 Krankenhausseelsorger in St. Vith ist, feiert sein goldenes Priesterjubiläum am Sonntag, dem 26. Juni, um 14.30 Uhr in der St.Vither Pfarrkirche.

Nach seiner Priesterweihe wurde Aloys Mertes für drei Jahre Kaplan in Spa und ging schließlich von 1964 bis 1967 als Vikar nach Kuba. Danach wurde er zum Kaplan in St. Vith ernannt, eine Tätigkeit, die er bis 1975 ausübte, bevor er Pfarrer von Mackenbach, Schönberg und Herresbach wurde und zwischenzeitlich während vierzehn Jahren ebenfalls in Lommersweiler-Neidingen tätig war. Seit 1974 ist er ebenfalls bei „Marriage Encounter“ tätig, das er mitbegründete.

Im gleichen Jahr wurde ebenfalls der in Welkenraedt geborene Georges Poerters zum Priester geweiht. Seit zwölf Jahren ist der heute 78-Jährige Rektor des Klosters Herbesthal-Baum und als Hilfspriester im Pfarrverband Welkenraedt-Baelen-Membach-Henri-Chapelle tätig. Seinen Wohnsitz hat er in Eupen. Das Priesterjubiläum begeht er im Rahmen einer Wortgottesfeier am Samstag, dem 10. September, um 14.30 Uhr in der Pfarrkirche Welkenraedt.

Neben den beiden Goldjubilaren können in Ostbelgien in diesem Jahr zwei weitere Priester für ein rundes Jubiläum Gott Dank sagen: Batty Hack aus Oudler und Helmut Schmitz aus Eupen. Beide empfingen die Weihe zum Priester am 22. Juni 1986. Der aus Neidingen gebürtige 52-jährige Batty Hack ist seit fast 15 Jahren seelsorgerisch im Pfarrverband Burg-Reuland tätig und feiert sein silbernes Priesterjubiläum am 10. Juli in der Pfarrkirche Thommen. Er hat seinen Wohnsitz in Oudler und ist zuständig für die Pfarren Oudler, Thommen, Aldringen und Dürler und für angegliederten Kirchen und Kapellen.

Da die Agenda Ende Juni in Eupen prall gefüllt ist., feiert der Eupener Dechant und Pfarrer an St.Nikolaus Eupen und Kettenis Helmut Schmitz (56), der zusammen mit Batty Hack von Bischof Albert Houssiau zum Priester geweiht wurde, sein Jubiläum am Sonntag, dem 4. September in der St. Nikolaus-Pfarrkirche.



Pfarrbrief Mai 2011

Zu den Gottesdienstzeiten: