Samstag, 21. Mai 2011

Kirchweihfest in Bracht

Eine "Hütte entlang des Weges"

Während der Woche sind wir viel unterwegs. Mobil-Sein gehört zum modernen Menschen dazu. An einem einzigen Tag lagen wir oft viele Kilometer zurück. An einem einzigen Tag sind wir oft an den verschiedensten Orten gewesen, haben uns manchmal nur kurz dort aufgehalten, bis wir erledigt hatten, was wir uns vorgenommen hatten, um zum nächsten Ziel zu gelangen.

Aber irgendwann, wenn es Abend wird, dann zieht es uns irgendwo hin. Wenn wir
müde vom vielen Laufen und Fahren sind, vom vielen Reden, von der Ge-
schäftigkeit des Tages, dann möchten wir nach Hause. Zu Hause, Daheim, dort möchten wir ausruhen von der Hektik des Tages.


So ähnlich ist es auch mit der Kirche. Wir Christen gehen während der Woche sehr unterschiedliche Wege. Wir sind im Glauben unterwegs, sind ein pilgerndes Volk, nicht sesshaft, sondern immer unterwegs zum endgültigen Ziel bei Gott. Und auf dieser Pilgerreise halten wir ab- und zu inne. Legen eine Ruhepause ein, kehren in eine Hütte entlang des Weges ein, um uns zu stärken.


Diese Hütte entlang des Weges ist unsere Kirche. Sie bietet dem müden Wanderer Ruhe von der beschwerlichen Reise. Sie bietet ihm Schutz. Sie lädt ein zum Innehalten, zur Betrachtung, zur Stille.
Heute feiern wir nun, den Weihetag unserer Kirche in Bracht. Wir freuen uns, dass wir sie haben, dass wir einen Ort haben, wo wir Gott begegnen können, wo wir zur Ruhe kommen können.

Freitag, 20. Mai 2011

Für Sie gelesen

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Alois Glück: Debatte um Priesterinnen würde Kirche zerreißen

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Eine Diskussion um das Priestertum von Frauen würde nach Ansicht des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, „unsere Kirche zerreißen“. Wer die Überwindung der Kirchenkrise wolle, müsse darauf Rücksicht nehmen und dürfe nicht auf Positionen beharren, „mit denen man sich im Recht fühlt“, sagte Glück der Wochenzeitung „Christ & Welt“ (Donnerstag). „

Wann es Priesterinnen gibt, müssen wir der Fügung Gottes überlassen“, so der Präsident des höchsten katholischen Laiengremiums in Deutschland. Gleichwohl müsse schon jetzt mehr für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Kirche getan werden. Glück wörtlich: „Wir müssen schnell klarmachen, dass Frauen in der Kirche nicht nur willkommene Hilfskräfte sind.“ Die Wertschätzung für Frauen in der heutigen Gesellschaft sei in der Kirche nicht sichtbar. Gleichberechtigung der Geschlechter sei jedoch eine christliche Botschaft. Glück bekräftigte seine Zustimmung für die Weihe von Diakoninnen. Diese sei seiner Meinung nach „in einer überschaubaren Zeit möglich“. Quelle: www.domradio.de

Rheinische Post: Papst und Merkel uneins über Treffpunkt

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Vier Monate vor dem Deutschland-Besuch von Papst Benedikt XVI. gibt es offenbar Unstimmigkeiten zwischen Kanzleramt und Vatikan über den Ort des geplanten Vier-Augen-Gesprächs zwischen Kanzlerin Merkel und dem Papst.

Ein Treffen im Kanzleramt habe der Vatikan abgelehnt, berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Regierungs-
kreise. Dabei soll eine Rolle gespielt haben, dass Merkel 2009 während einer Pressekonferenz in der Regierungszentrale die Haltung des Papstes zum Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson gerügt und das Oberhaupt der katholischen Kirche zu einer "eindeutigen" Klarstellung aufgefordert hatte. Kanzlerin Merkel habe wiederum ein Treffen in der Apostolischen Nuntiatur, der Botschaft des Vatikans in Berlin, abgelehnt. Die Regierung favorisiere nun die Katholische Akademie als "unabhängigen dritten Ort", berichtet die Zeitung. Ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz sagte der Zeitung allerdings: "Wir suchen noch." Quelle: www.liborius.de

750 deutsche Soldaten pilgern nach Lourdes


Rund 750 deutsche Soldaten nehmen ab heute an der Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes teil. Bis kommenden Dienstag pilgern nach Angaben des Katholischen Militärbischofsamtes in Berlin Soldaten aus 30 Nationen in den südfranzösischen Marienwallfahrtsort. Erstmalig begleitet der neue Militärbischof Franz-Josef Overbeck die deutsche Delegation. Die Soldatenwallfahrt wird dieses Jahr zum 53. Mal organisiert. Sie steht unter dem Motto „Dein Reich komme“. Die deutschen Teilnehmer reisen gemeinsam mit Soldaten aus Litauen, England und den USA in drei Sonderzügen nach Lourdes. Kranke Soldaten werden mit einer Transportmaschine nach Lourdes geflogen. Quelle: www.domradio.de

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6)


Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Juh 14,1-6)

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Wer in eine fremde Gegend kommt, muss schon mal nach dem Weg fragen, um ein Ziel zu erreichen. Es geschieht, dass wir umherirren und nicht wissen, wie es weitergeht. Das, was im Alltag geschieht, dürfen wir sicher auch auf unseren Glauben übertragen. Wie oft stehen wir auch da ratlos da und wissen nicht wie es weitergeht.



Jesus sagt es uns im heutigen Evangelium sehr deutlich: „Ich bin der Weg.“ Leicht gesagt, so möchte man antworten. Aber wie erfahre ich, wie der Weg konkret weitergeht?



Glaube beinhaltet Vertrauen und Hoffnung. Thomas, der Zweifelnde und Suchende, denkt wie viele Menschen heute und fordert handfeste Beweise. Der Glaube an Christus jedoch hat keinen naturwissenschaftlichen Beleg, er ist vielmehr ein Weg, der vertrauensvoll gegangen werden muss, der aus der Wahrheit lebt und in Christus, dem Auferstandenen, wurzelt.



Der auferstandene Herr Jesus Christus weist uns den Weg zum Vater. Christus ist der Orientierungspunkt. Wenn ich mich an seiner Botschaft orientiere, kann ich den Weg für mein weiteres Leben finden. Sicher geht er manchmal in eine andere Richtung, als ich es mir selbst vorgestellt habe, aber wenn ich auf Jesus vertraue, werde ich im Letzten das Ziel meines Lebens erreichen.




Mittwoch, 18. Mai 2011

Der "Engel des Todes"

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Eine alte arabische Sage erzählt von einem Scheich, den man den „Großen“ nannte. Eines Tages stand ein junger Mann in seinem Zelt und grüßte ihn. „Wer bist du?“ fragte der Scheich. „Ich bin Allahs Bote und werde der Engel des Todes genannt.“ Der Scheich wurde ganz bleich vor Schrecken. „Was willst du von mir?“

„Ich soll dir sagen, dass dein letzter Tag gekommen ist. Mach dich bereit. Wenn morgen Abend die Sonne untergeht, komm ich, um dich zu holen.“ Der Bote ging. Das Zelt War leer.

Fröhlich klatschte der Scheich in die Hände und befahl einem Sklaven, das schnellste und beste Kamel zu satteln. Er lächelte noch einmal, weil er an den Boten dachte, der morgen Abend das Zelt leer finden würde.


Bald war der Scheich weit in der Wüste draußen. Er ritt die ganze Nacht und den ganzen Tag trotz der brennenden Sonne. Er gönnte sich keine Rast. Je weiter er kam, um so leichter war ihm ums Herz. Die Sonne war nicht mehr weit vom Rande der Wüste entfernt. Er sah die Oase, zu der er wollte. Als die Sonne unterging, erreichte er die ersten Palmen. Jetzt war er weit, weit Weg von seinem Zelt. Müde stieg er ab, lächelte und streichelte den Hals seines Tieres. „Gut gemacht, mein Freund.“ Er führte sein müdes Tier zum Brunnen.


Und am Brunnen saß ruhig wartend der Bote, der sich Engel des Todes genannt hatte, und sagte: „Gut, dass du da bist. Ich habe mich gewundert, dass ich dich hier, so weit entfernt von deinem Zelt, abholen sollte. Ich habe mit Sorge an den weiten Weg und an die brennende Sonne und an dein hohes Alter gedacht. Du musst sehr schnell geritten sein ...“

Im Laufe unseres Lebens sind wir diesem Boten schon häufiger begegnet. Jede Krankheit, die uns trifft, ist ja ein Bote,, der uns sagt, dass unser Leben zerbrechlich ist und vergänglich ist. Und wenn wir merken, wie mit den Jahren die Kräfte schwinden, ist das nichts anders als der Vorbote des Todes.

Aber, wer wollte seine Botschaft hören, und wer konnte sich an sie gewöhnen? All die Generationen von Menschen vor uns haben schon mit dem Tod und seinen Vorboten gerungen, aber noch niemandem ist es gelungen, ihn zu besiegen. So kann es nicht verwundern, dass die Menschen wie der Scheich in der Geschichte angesichts des Todes bleich vor Schrecken werden und in panischer Angst die Flucht ergreifen.

Vielleicht ist die übertriebene Hektik unserer Zeit auch eine Art Flucht vor dem Tod und der Versuch der Tatsache , dass unsere Tage gezählt sind, zu übertönen. Alles Nachdenken und Spekulieren nützt uns hier nichts! Wir kommen nicht weiter. Was uns hilft ist, diesen Tag gläubig zu erwarten.

Niemand kennt die Stunde. Darum heißt es, wachsam sein, damit uns der Tod nicht wie ein Feind überrascht. Diese Wachsamkeit meint nicht, dass wir ängstlich auf mögliche Vorzeichen starren sollen, um dann noch schnell alles ins Reine zu bringen. Diese Wachsamkeit meint vielmehr eine Lebenshaltung die mit Gott rechnet, zu jeder Zeit.

Dienstag, 17. Mai 2011

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 18. Mai 2011.

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Aufforderung zur Entscheidung zwischen Glauben und Unglauben

Jesus aber rief aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.

Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten. Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag. Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll. Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat. (Joh 12,44-50)

Zwei Wortpaare mit Gegensätzen fallen auf in den Worten Jesu: Licht und Finsternis bzw. retten und richten. Jesus macht eindeutig klar, wofür er selbst steht: „Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist“ und: „Ich bin nicht gekommen, um zu richten, sondern zu retten.“

Licht steht überall für Helligkeit, Wärme, Klarheit, Orientierung, letztlich für Leben; ohne Licht ist auf Dauer kein Leben möglich. Licht lässt aber auch Unterschiede erkennen, Verborgenes sichtbar werden, offenbar werden: Da geht mir ein Licht auf! Kein Wunder, dass an Jesus auch Anstoß genommen wird, denn vor seinen Augen wird deutlich, was Gott entspricht und zum Heil der Menschen ist – und was nur scheinbare Gerechtigkeit ist.

Manch einer muss seine Zurechtweisung entgegen nehmen, etwa wenn es um das Sabbatgebot geht. Jesus stellt Irrwege aber nicht heraus, um zu verurteilen, um Menschen in Gute und Böse zu unterteilen, sondern immer: damit ihnen ein Licht aufgeht. Er will aus falschen Denk- und Verhaltensmustern befreien und den Weg zum Leben, den Weg zu Gott, zeigen – er will retten.

Montag, 16. Mai 2011

Atem holen - Urlaub im Kloster

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Jetzt kommt sie bald wieder, die schönste Zeit des Jahres, die Urlaubszeit. Viele sind zur Zeit dabei Buchungen vorzunehmen, sei es für die Ferienwohnung in Österreich oder die Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer. Denn bald ist es wieder soweit: In der Urlaubszeit fliegen Menschen mit dem Flugzeug in die ganze Welt, sie erkunden mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß die Schätze im eigenen und fernen Land.

Eine weitere Möglichkeit, seinen Urlaub zu verbringen, liegt für viele Menschen nicht so ohne weiteres auf der Hand. Gemeint ist ein Urlaub im Kloster. Vor allem in Österreich, aber auch in Deutschland und in der Schweiz gibt es dafür vielfältige Angebote für die unterschiedlichsten Interessen und Gruppen: für Familien und Alleinstehende, für Männer und Frauen, für Junge und Ältere, für die, die nur wenig Zeit haben, und für die, die mehr Zeit investieren wollen, für Gesundheitsbewußte und Kulturinteressierte, für Ruhesuchende und Menschen, die sich auf sich selbst besinnen wollen. Die klösterliche Gastfreundschaft hat für viele Menschen etwas zu bieten.


Für Einsteiger

Einfach nur mal raus, ein paar Tage ganz was anderes? – Für die Klosterurlaubs-Einsteiger bieten sich so genannte Besinnungstage an. Diese finden unter Anleitung statt und die Dauer des Aufenthalts in der ungewohnten Umgebung ist nicht ganz so lang, z. B. ein Wochenende. Die Wirkung der für das Kloster charakteristischen Stille ist aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Schließlich gehört ein Kurzurlaub in klösterlichen Gefilden nicht für jeden zu einer vertrauten Erfahrung. Probleme bei dem Umgang mit der ungewohnten Situation, ein neues Zeitgefühl oder der aufkommende Wunsch nach einem sinnreichen Gespräch liegen durchaus im Bereich der Erfahrungsmöglichkeiten. Aber auch für diese Fälle bietet das klösterliche Konzept eine Lösung an: Ein Ansprechpartner hat in schwierigen Urlaubssituationen, aber auch sonst, immer ein offenes Ohr.

Für Mutige

Mutige Klosterurlauber können natürlich auch ohne organisatorische Begleitung hinter Klostermauern ausspannen. Als Einzelgast stehen einem in den Gästehäusern je nach Verfügbarkeit Zimmer für den Aufenthalt zur Verfügung. Hierfür ist allerdings eine ordentliche Portion Mut angesagt, denn statt Animation steht totale Ruhe auf dem Urlaubsprogramm, die auch schon mal zu Einsamkeit führen kann. Der Gast muss nämlich den größten Teil des Tages für sich allein gestalten und so viel Zeit mit sich selbst ist nicht jeder gewohnt. Zweifelnden Einsteigern sind deshalb auf alle Fälle Besinnungstage unter Anleitung ans Herz gelegt.

Für Fortgeschrittene

Einfach mal einen Punkt setzen, eine neue Richtung einschlagen? – Das „Abenteuer Kloster“ bietet für die Fortgeschrittenen noch eine Steigerung: Kloster auf Zeit. Urlaub im herkömmlichen Sinn ist das dann nicht mehr, da der Aufenthalt mehrere Wochen bis zu ein paar Monaten umfassen kann. Das liegt ganz im Ermessen desjenigen, der sich dieser Herausforderung stellen möchte. Klassische Urlaubsmotive erwarten einen bei dieser Art von Auszeit daher nicht: sehr frühes Aufstehen, Mitarbeit im Ordensalltag und Einordnung in die geregelte Gemeinschaft statt Langschläferfrühstück, süßes Nichtstun und Tagträumereien. Die persönlichen Gründe und Ziele einer „Kloster-Auszeit“ sollte man sich daher genau überlegen. Denn eins ist sicher: ein Urlaub erholt, das „Abenteuer Kloster“ verändert.

Um sich während seines Klosteraufenthaltes rundum wohl zu fühlen, ist es wichtig, sich vorab über das Kloster und seine Angebote sowie die Ordensregeln zu informieren. Es gibt Klöster und Stifte mit den verschiedensten inhaltlichen Schwerpunkten. Am besten man zieht Erkundigungen über die verschiedenen religiösen Einrichtungen ein. Manche Klöster bieten tollen Komfort und erinnern an weltliche Hotels, andere wiederum ziehen die Einkehr und Besinnlichkeit vor und bieten sehr einfache Zimmer und einfache Verpflegung an. Will man in Askese leben, sich ein wenig kasteien und durch Verzicht wieder zur Lebensmitte zurückfinden, so ist bestimmt Letzteres das Richtige. Möchte man sich jedoch in beschaulichem, klösterlichen Rahmen der kulinarischen Verwöhnung hingeben oder einem Wellnessprogramm unterziehen, sollte man sich für ein Kloster entscheiden, das dies alles im reichlichen Umfang bietet. Für jeden Geschmack ist etwas im reichhaltigen Angebot dabei. Informationen bietet am besten das Internet. Die Möglichkeiten, einen kurzen oder längeren Urlaub in einem Kloster zu verbringen, sind da und sie erweisen sich als ausgesprochen vielfältig.