Samstag, 4. Juni 2011

10 Jahre Bischof Aloys Jousten

Von Lothar Klinges
Vor genau zehn Jahren, am Pfingstsonntag, dem 3. Juni 2001, empfing der Eupener Dechant Aloys Jousten in der Lütticher St.Pauls-Kathedrale die Bischofsweihe, nachdem er am 9. Mai von Papst Johannes Paul II. zum 91. Bischof von Lüttich ernannt worden war.
Seit zehn Jahren ist Diözesanbischof Aloys Jousten unermüdlich unterwegs und sucht die Begegnung mit unzähligen jungen und älteren Christen in seinem Bistum. Bei Firmfeiern, Dekanatstreffen und Konferenzen, bei Gottesdiensten, bei vielen Ereignissen und nicht zuletzt bei den zahlreichen persönlichen Begegnungen geht er unentwegt mit der Bevölkerung auf Tuchfühlung.


Bischof Aloys Jousten zieht einen kurzen Rückblick


Die Freude am Herrn oft erfahren

Mit Blick auf seinen Leitsatz, den der Bischof vor zehn Jahren wählte, habe er vor allem die Freude am Herrn oft erfahren. „Mein Herz ist voller Dankbarkeit für alles, was mich der Herr als
Frucht des Hl. Geistes hat entdecken und anerkennen lassen, sagt Bischof Aloys Jousten in einem kurzen Rückblick. Bei vielen Begegnungen sei er oft Zeuge von tiefem Glauben, von Hoffnung und Liebe geworden. Einer der Unterschiede zwischen dem, was er als Pastor in St.Vith oder Eupen erlebte und dem, was er als Bischof erfährt, ist vor allem das breitere Blickfeld. „Über meinen Kirchturm hinaus sehe ich heute 530 Pfarren bzw. 74 Pfarrverbände sowie die anderen Orte kirchlichen Lebens, die Priester, Diakone, Pfarrassistentinnen, Ordensleute und die vielen aktiven Christen.“
Er habe oft den Eindruck, dass die Christen von ihrem Hirten „ein Wort der Ermutigung und der Anerkennung erwarten.“ Mit viel Dankbarkeit denkt der Bischof an seine Reisen nach Brasilien, Rwanda, Guatemala und China. Bischof Jousten erwähnt ebenfalls die Kollegialität in der belgischen Bischofskonferenz und seine freundschaftlichen Beziehungen zu Bischöfen in den Nachbarländern. Seine beiden ad limina Besuche in Rom haben ihm die Zugehörigkeit seines Bistums zu der Weltkirche spüren lassen.

Den Bischof beschäftigen vor allem drei Anliegen. Da sind zuerst die Jugend und die jungen Erwachsenen. „Wie sie entdecken lassen, dass Christus Quelle des Lebens ist?“ Auch denkt er an
die zahlreichen Firmlinge und Jugendlichen, denen er begegnen durfte. Dann sieht er die Priester. „Wie sie vor Überforderung und vor Entmutigung bewahren?“ Und schließlich sind da die Glaubensverkündigung und die Vertiefung des Glaubens, da viele Katecheten und Religionslehrer mit mangelndem religiösem Wissen konfrontiert werden. „Wie Eltern und anderen Erwachsenen den Geschmack an einer ihrer Situation angepassten Vertiefung vermitteln?“

Der Bischof ist sich sicher, dass Christus einen jeden sendet, „damit wir ihn verkünden und andere Ihn durch unsere Worte und Taten entdecken können.“

Donnerstag, 2. Juni 2011

Dienstag, 31. Mai 2011

Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Dreifaltigkeitssonntag und Fronleichnam - vier Höhepunkte im Leben der Christen im Monat Juni

Gut drei Wochen später als gewöhnlich feiern die Christen vier „Schwergewichte“ im Reigen der kirchlichen Feste des Kirchenjahres:

Christi Himmelfahrt – Jesus nimmt Abschied

„Was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?“ Diese Worte hörten die Jünger damals, am Tag der Himmelfahrt Christi. Auch wir träumen uns oft in den Himmel: in ein Leben ohne Sorgen, in eine Welt ohne Not, in eine Kirche, in der alles gut ist. Aber das bleiben Träume. Wenn dieser Himmelfahrtstag für uns ein Fest ist, dann deshalb, weil Jesus nicht ineinen Himmel der Träume entschwunden ist, sondern weil er mitten im wirklichen Leben ist, in der wirklichen Welt, mitten in unserer Kirche mit ihren Sorgen und Fragen. Himmelfahrt heißt nicht: Er lässt uns allein. Wir hören seine Zusage: »Seid gewiss: ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Im Evangelium an Christi Himmelfahrt (Mt 28,16-20) wird berichtet wie die Jünger Jesu auf den Berg stiegen, den Jesus ihnen genannt hatte. Die Apostelgeschichte berichtet uns, dass Jesus, während er seine Jünger segnete, von einer Wolke aufgenommen wurde und zum Himmel emporgehoben wurde (Apg 1,1-11). Im folgenden möchte ich die Bezeichnungen „Berg, Wolke und Himmel“ kurz erklären, da sie in der Bibel einen symbolischen Charakter besitzen.



Berg In der Bibel wird der Berg als Ort der Gottesbegegnung beschrieben. Der Berg wird zum Symbol für die Nähe Gottes. In der Höhe verbinden sich Erde und Himmel ganz augenscheinlich. Der manchmal anstrengende Aufstieg auf den Berg lässt ein Gefühl der Freiheit und der Weite entstehen. Manche Menschen haben am Berg das Gefühl, Gott besonders nahe zu sein.

Himmel Mit dem Begriff "Himmel" verbinden wir zunächst den Himmel, der sich über uns zeigt. Er ist überall da, wo wir sind, uns sehr nah und doch so unerreichbar. Vielleicht wurde der Himmel auch deshalb zur "Wohnung Gottes" gemacht. Wenn wir sagen "Gott wohnt im Himmel" meinen wir wohl: Gott ist da, allgegenwärtig und doch unerreichbar. Weil wir sagen, dass Gott im Himmel wohnt, ist der Himmel auch Symbol für Glück und Zufriedenheit, Ziel unserer menschlichen Sehnsucht.


"Sich wie im Himmel zu fühlen" kann auch heißen, dass man sich glücklich und erfüllt fühlt. Wenn Jesus vom Himmelreich spricht, es in vielen Bildern beschreibt, gibt er uns Menschen eine Perspektive für unser Leben und Grund zur Hoffnung.

Wolke sind ein besondere Zeichen am Himmel, sie begrenzen den Himmel, machen die unendliche Weite erträglich. Wolken sind Zeichen der Verhüllung, denn sie verbergen auch etwas: den Himmel, die Berge, den Blick... In der Bibel ist die Wolke Zeichen der Gegenwart Gottes, der seinen Anblick vor den Menschen verbergen muss, weil der Mensch Gott nicht von Angesicht zu Angesicht sehen kann. Die Wolke in der Erzählung von der Himmelfahrt Jesu symbolisiert die Herrlichkeit Gottes. Sie deutet darauf hin, dass Jesus Christus jetzt ganz bei Gott ist.

Pfingsten – der Himmel steht uns offen!

-->
Traditionell sehen wir auf bildlichen Darstellungen die Jünger mit Maria im stillen Kämmerlein sitzen, beten oder lesen und über ihren Köpfen schlängeln sich mehr oder weniger dramatisch die Feuerzungen des Heiligen Geistes.

Himmel und Erde berühren sich an Pfingsten. Dass sich der Himmel öffnet und Menschen und Gott sich begegnen, das hat Jesus in seinem Leben erfahren. Zu Beginn seiner Sendung, als sich bei der Taufe im Jordan der Himmel öffnete und der Geist auf ihn herabkam hat ihn der Vater bestätigt als seinen geliebten Sohn. Und als geliebten Sohn hat er ihn in den Himmel emporgehoben – das haben wir vor wenigen Tagen gefeiert.

Jesus, so haben es die Jünger erfahren, war fortgegangen und hatte sie allein zurückgelassen, aber die „Himmelstür“ knallte nicht zu wie ein Gitter, an dem steht: „Für Unbefugte Zutritt verboten!“ Im Gegenteil: Der Geist Gottes riss Türen auf, die Türen der Angst und der Kleingläubigkeit, hinter denen sich die Jünger verschanzt hatten, und schuf Raum für mutige Schritte auf neuen Wegen.

Und wir, die wir nach oben starren, uns an das erste, längst vergangene Pfingstfest erinnern und das erneute Kommen des Geistes erbitten? Auch für uns steht der Himmel offen – bei der Taufe wurde es uns gesagt: Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter! Auch wir sollen heimkehren zum Vater im Himmel, wenn wir unseren Weg zu Ende gegangen sind. Der Geist macht uns Beine – jeden Tag neu. Er lockt uns, uns auszustrecken nach dem, was jenseits unserer Alltäglichkeit ist. Er weckt die Sehnsucht nach Frieden in uns, die Hoffnung auf Gerechtigkeit, den Glauben an Gottes Reich, das in dieser Welt anbricht. Er gibt uns die Kraft, neue, unbekannte Wege zu gehen und neue, unverbrauchte Worte zu finden. Der Himmel steht uns offen – gehen wir ihm entgegen

Dreifaltigkeitssonntag – Das Geheimnis „Gott“

Unzählige Male schon haben wir diesen dreifachen Namen Gottes gehört und gesprochen; es sind die wichtigsten Worte bei unserer Taufe, jeder Gottesdienst beginnt und endet mit diesen Worten und sie sind die knappste Zusammenfassung unseres Glaubensbekenntnisses.

Vertraute Formulierungen vermitteln Beheimatung und Identität, sie ersparen uns, jeweils neu nach Worten zu suchen, sie können aber auch zur Folge haben, dass wir kaum mehr darüber nachdenken, was sie beinhalten. Der Dreifaltigkeitssonntag, den wir heute feiern, ist Einladung und Herausforderung, sie etwas näher zu beleuchten: Was wissen wir eigentlich von Gott? Gibt es jemanden, der versteht, dass Gott einer und zugleich dreifaltig ist? Im Laufe der Jahrhunderte wurde darüber tiefsinnig philosophiert. Dieses intensive Nachdenken über die göttliche Dreifaltigkeit muss letztlich aber eine Bedeutung für unser alltägliches Glaubensleben haben. Wir können es kurz so sagen: Gott ist ein liebevoller Vater, der sich um uns kümmert, uns seinen Sohn sandte und uns in seinem Geist immer noch tröstet und Kraft gibt. Gott ist dreifach unter uns gegenwärtig.

Fronleichnam – Volk Gottes auf dem Weg

„Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot ... „ So beginnt ein Lied, (030) im Anhang unseres Gebetbuches „Gotteslob“. Es umschreibt die Gemeinschaft der Christen. Zumindest umschreibt es die Gemeinschaft von Christen wie sie sein sollte: Es sind Menschen, die den Weg Jesu gehen, in Gemeinschaft mit anderen. So teilen zum Beispiel zwei Menschen das Leben in der Ehe. Alles haben sie gemeinsam. Nichts gehört dem einzelnen. Sie teilen auch Freud und Leid. Dasselbe sollte der Fall sein in der Familie. Eltern und Kinder teilen das Leben. Teilen geschieht auch hier nicht nur beim Essen, sondern bei allem was Familienmitglieder erleben. Geht es einem schlecht, fühlen die anderen mit, nehmen teil an den Sorgen des anderen Familienmitglieds. Das gleiche gilt für freudige Erlebnisse. Alle freuen sich mit, wenn einer aus der Familie besonderen Grund zur Freude hat. Alle teilen die Freude oder das Leid des anderen.

Aus dem Teilen kommt das Leben, kommt die Gemeinschaft. Gemeinschaft kommt nicht aus dem ängstlichen für-sich-halten.

Am Fronleichnamstag hören wir in der Lesung ebenfalls vom Teilen. Jesus gestaltet das Abschiedsmahl zu einem Freundschaftsmahl. Am Abend vor seinem Tod nahm Jesus Brot, brach es in Stücke und gab sie seinen Freunden; er segnete den Becher und reichte ihn herum. Die Worte, die er dazu sprach, haben wir unzählige Male gehört. Wenn wir in der Erinnerung an ihn zusammenkommen, wiederholen wir sie jedesmal, und wir tun, was er getan hat.

Jesus hat also nicht gesagt: Ich esse dieses Brot und trinke aus diesem Becher, damit ich gestärkt bin für meinen Leidensweg, der vor mir liegt. Nein, er tut genau das Gegenteil. Er teilt sowohl das Brot, als auch den Wein aus. Seine Worte, die er dabei spricht, könnten wir, etwas frei übersetzt auch so deuten: "Wie ich dieses Brot breche, damit alle daran teilhaben können, so lasse ich mich brechen als Brot für das Leben der Welt.

An anderer Stelle sagt er: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde gibt“ (Job 15,13). Wir feiern nicht nur heute, sondern in jeder hl. Messe, dass er - unser Bruder und Heiland - diese Liebe aufgebracht hat. Wir brechen das Brot und teilen es aus, wenn wir im Namen unseres Herrn zusammenkommen.

An Fronleichnam feiern wir, dass die Eucharistie, die Lebenshingabe Jesu, mit der ganzen Welt zu tun hat, mit ihrer Veränderung, mit ihrer Verwandlung. Aber eben nicht, dass von der Hostie, die wir durch den Ort tragen, unsichtbare Kräfte ausgehen - eine Art übernatürliche Strahlung - sondern indem wir uns durch die Lebenshingabe Jesu in eine wirkliche Gemeinde verwandeln lassen, zu seinem Leib, zu seinem Volk und eben dadurch zum Segen für die Welt werden und sie verwandeln zum Besseren hin.

Sonntag, 29. Mai 2011

Flurprozessionen: Zeichen der Volksfrömmigkeit im Gebiet der Ulf und Our

-->
Das volksfromme Brauchtum in unserer Heimat wäre ohne Bittgänge und Prozessionen undenkbar. Viele Bittgänge haben eine Jahrhunderte lange Tradition. Allen voran sind Prozessionen zu nennen, in denen man um eine gedeihliche Witterung für eine gute Ernte bittet oder um Bewahrung vor Naturkatastrophen betet. Zumeist handelt es sich bei diesen Bittgängen um Flurprozessionen, die von der Pfarrkirche aus über die umliegenden Felder und Wiesen führen. Dem Pilgerzug voran wird ein Kreuz getragen, dem die betende Bevölkerung folgt. Bei größeren Prozessionen, etwa an Fronleichnam, nehmen auch Abordnungen der Vereine in Uniform teil. Die örtliche Musikkapelle und Mitglieder der Feuerwehr begleiten die Prozession.

Aber nicht nur an hohen Feiertagen wie Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt finden in den Dörfern Bittgänge statt, sondern es sind vor allem die „Wetterprozessionen“ die sich bis vor etwa 20 Jahren großer Beliebtheit erfreuen.

Es wäre falsch zu verschweigen, dass das Interesse daran deutlich nachgelassen hat. Als Grund ist hier sicher die veränderte Lebensweise des heutigen Menschen gegenüber früher zu nennen. Die wenigsten Menschen beziehen ihren Lebensunterhalt noch aus der Landwirtschaft. Viele wissen nicht mehr welche Anzahl Stunden Arbeit und wie viel Schweiß erforderlich sind, um ausreichend
Nahrungsmittel für die ganze Familie zu erzeugen, für ein ganzes Jahr. Ganz zu schweigen von den Unbilden der Natur, mit denen der Bauer zu rechnen hatte. Wochenlange Trockenheit oder ein Hagelschauer konnten dem Landbewohner das Leben schwer machen und sein Bemühen zu Nichte machen. Kein Wunder, dass sich die Menschen Schutzlos diesen Unbilden der Natur ausgeliefert sahen und daher ihrem Herrgott ihr Bemühen anvertrauten und ihn um seine Hilfe und seinen Segen baten. Weltweiter Handel mit Nahrungsmitteln garantiert heute – auch nach Unwettern und Katastrophen - ein ausreichendes Angebot zu jeder Jahreszeit. Dagegen war das Vertrauen der Bevölkerung in diese Bittgänge in früheren Zeiten groß.

In der Pfarre Reuland werden aber noch immer die Flur- oder „Wetterprozessionen“ gehalten, wenn auch in leicht veränderter Form. Den
Reigen der Prozessionen eröffnet die so genannte Markus-Prozession. Sie ist ursprünglich eine heidnische römische Stadtprozession gewesen um die Götter gnädig zu stimmen. Die Laren beschützten die Felder und das Haus, Pales hütete die Weiden, Saturn die Saat, Ceres das Wachstum des Getreides, Pomona die Baumfrüchte und Consus sowie Ops die Ernte.

Als das Christentum Staatsreligion wurde (4.Jh), wandelten sich oft die heidnischen Bräuche in christliche. Die Bittgänge hatten nun als zentrales Thema Gott um ein gutes Gedeihen der Felder und Fluren zu bitten. Zufällig fiel der Tag der alten Stadtprozession auf den Gedenktag des Hl.
Markus (25. April), so dass sie nun den Namen dieses wichtigen Heiligen erhielt und so in das Brauchtum des Abendlandes einging. Mit der Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde sie offiziell für die Weltkirche abgeschafft. In vielen Ländern, Regionen und Orten hat sie sich allerdings bis auf den heutigen Tag erhalten. Sie bildet heute den „Auftakt“ zu den Bittprozessionen des Frühlings. In der Pfarre Reuland zieht die Markusprozession von Reuland aus und endet mit einem Gottesdienst in der Rektoratskirche von Bracht. Zwar findet sie nicht mehr genau am Markus-Gedenktag statt aber wohl in den Tagen danach.


Besonders an den 3 Bitttagen vor Christi Himmelfahrt zog es zu früheren Zeiten die Menschen hinaus in Gottes Natur. An diesen Tagen zogen die Prozessionen jeweils in eine andere Himmelsrichtung aus. Noch heute besteht dieser Brauch in Reuland, so
führen die Bittprozessionen an den Tagen vor Christi Himmelfahrt nach Weweler, Alster und Lascheid. Im Bittgang wird der gütige Gott gebeten, mit seiner milden väterlichen Hand die Fluren zu segnen, die Früchte der Erde zu erhalten, und alle Tiere mit Segen zu erfüllen und ihnen Speis zu gelegener Zeit zu geben. Auch für die Menschen soll die notwendige Nahrung gegeben sein.

Bittgänge sind ein Jahrtausend altes und geschätztes Zeichen, den Glauben an Gott, an die Macht des vertrauenden Gebetes und die helfende Fürsprache der Heiligen zu bekunden. Stationen dieser Bittprozessionen waren Flurkreuze. Dort wurde im Gebet daran erinnert, dass der Mensch zwar vieles auf den Fluren und Feldern säen kann, dass aber alles was wächst Gottes Werk ist. An der letzten Station endet dann der Flursegen mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“.