Samstag, 2. Juli 2011

Der Herr segne dich





Donnerstag, 30. Juni 2011

Das zweite Halbjahr beginnt!

Erster Juli! Wir steigen ein in die zweite Hälfte des Jahres 2011. Der Zug der Zeit fährt weiter, er lässt sich durch nichts und Niemand aufhalten. Die Sonne hat bereits ihren höchsten Stand erreicht in diesem Jahr und somit geht's wieder so langsam bergab, Richtung Herbst.

Ich möchte an dieser Stelle jetzt und hier keinen Pessimismus verbreiten und Ihnen
die gute Laune verderben, schließlich steht ein - nicht für jeden - arbeitsfreies Wochenende vor der Tür. Und noch etwas steht vor der Tür, zumindest für viele Menschen, der Urlaub. Mit dem 30. Juni endete in Belgien das Schuljahr und die Kinder und Lehrpersonen dürfen sich auf zwei Monate Ferienzeit freuen. Für die Berufstätigen Erwachsenen beginnt die schönste Zeit des Jahres etwa eine Woche später und diejenigen bei uns, die in Luxemburg arbeiten - und das sind nicht wenige - müssen sich bis zum August gedulden.

In der Kirche ist die Zeit der vielen Hochfeste jetzt vorbei. Nachdem wir das Pfingstfest gefeiert haben beginnt die sogenannte „Zeit im Jahreskreis“. Die Liturgische Farbe wechselt vom österlichen Weiß / Gold zum Grün. Mit der Farbe Grün wird Leben und Wachstum assoziiert. In der Natur begegnet es uns besonders im Frühling und kündigt den Beginn neuen Wachstums an. Grün ist so die Farbe der Frische und der Natürlichkeit wie auch der Hoffnung und der Zuversicht. Und Hoffnung tragen ja besonders die Christen im Herzen. Sie hoffen auf die Erfüllung der Verheißungen die ihnen gegeben werden.

Wenn nun also die Zeit der vielen kirchlichen Feste vorbei ist, heißt das noch lange nicht, dass Langeweile aufkommt. Nein, gleich fünf Kirmesfeiern stehen in diesem
Monat im Pfarrverband an: In Thommen, Ouren, Oudler, Steffeshausen und Grüfflingen freuen sich die Menschen dass sie ein eigenes Gotteshaus haben. Freuen wir uns mit ihnen. Freuen wir uns, dass Gott dem Menschen nicht nur die lebensnotwendigen Dinge gibt, sondern darüber hinaus auch noch den Wein, von dem der Psalmist sagt: „Der Wein erfreut des Menschen Herz“ (Psalm 104,15).

Freuen wir uns, denn unsere Natur würde sich allemal mit einem Trunk Wasser begnügen; doch Gottes besondere Freigebigkeit schenkt ihm den Wein dazu! Mögen wir dies und alles andere, womit wir unser Leben angenehm machen, als Gottes Gabe annehmen und wertschätzen.

Die Gottesdienstzeiten für den Monat Juli

finden sie HIER

Dienstag, 28. Juni 2011

Petrus und Paulus - Die beiden Säulen

Heute, am 29. Juni, schauen wir auf Petrus und Paulus, die unsere Kirche am Beginn ihrer Geschichte wesentlich geprägt haben: Petrus, dessen Amt bis heute im Papsttum weiterlebt, und Paulus, der die Kirche geöffnet hat für die Völker der ganzen Welt.

Diese Männer ließen sich vom Geist Gottes so leiten, dass die Botschaft Christi hinaus drang bis an die Grenzen der Erde.


Petrus und Paulus - ein seltsames Paar. Zwei völlig unterschiedliche Menschen, die der Festkalender der Kirche zu einer heiligen Schicksalsgemeinschaft zusammengefügt hat. Sie haben sich weder selbst gesucht noch hätten sie sich wahrscheinlich selbst gefunden. Was nach menschlichem Ermessen nicht zusammenpasst, kann Christus zusammenfügen.
Der eine ein Fischer, ein einfacher Mann, wankelmütig, er trägt das Herz auf der Zunge. Er ist der Felsenmann der Kirche, dem Jesus das Amt der Leitung seiner Gemeinde übergeben hat. Es ist gut, dass die Kirche auch die Geschichte seines Versagens aufbewahrt hat: wie er den Herrn verleugnen will, seine Anfechtungen durch Zweifel und Unglauben. Nein - Petrus war kein Übermensch. Und dennoch hat ihm Jesus den Dienst der Einheit aufgetragen, der im Petrusamt bis heute weiterwirkt.
Der andere, Paulus, ein begabter Absolvent einer Pharisäerschule, Theologe. Er steht für die Wahrheit des Evangeliums. Ohne diesen Paulus, seinem Eigensinn und seiner Streitbarkeit wäre die Kirche wohl eine jüdische Sekte geblieben.

Petrus und Paulus - es ist gut, beide gemeinsam zu feiern, die höchst unterschiedlichen Diener des einen Herrn. Beide haben erkannt, wer es ist, der sie gerufen, berufen hat, und sie haben Antwort gegeben: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes, bekennt der eine und der andere sagt in seinem Credo: Jesus Christus ist der Herr. Gott hat ihn über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu.

Damals wie heute beruft Christus Menschen höchst unterschiedlicher Art in seine
Kirche, die er auf das Fundament der Apostel gegründet hat. Er beruft sie an allen Orten der Welt, in allen Kulturen und Schichten, aus allen denkbaren Lebenszusammenhängen und -formen heraus. Gemeinsam ist allen, dass sie eben Menschen sind, Geschöpfe Gottes zwar, dennoch schwach, Sünder, durch und durch erlösungsbedürftig.

Jünger Jesu sind eben keine Reagenzglaszüchtung perfekter Heiliger. Sie müssen auch kein vorbildliches Kompetenzteam sein, sondern dürfen schwache, fehlbare, angefochtene Menschen sein und bleiben, Gott sei Dank. Gerade deshalb können sie uns Vorbilder im Glauben sein. Bernhard Stürber

Montag, 27. Juni 2011

Wort Gottes für den Tag, Dienstag, 28. Juni 2011.

Jesus rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.

Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. (Mk 6, 7-13)


Jesus gibt im heutigen Evangelientext seinen Jüngern den Rat, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen. Das erinnert an ein anderes Wort Jesu: „Sorgt euch nicht dauernd um euer Leben ... Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?“.Jesus stellt uns die Vögel des Himmels als Beispiel vor Augen: Wir sollen uns selbst und das Leben so leicht nehmen wie die Vögel am Himmel. Warum er dies tut, hat jemand einmal so zu erklären versucht: „Ein Vogel ist schnell und flink, weil er weich und leicht ist. Ein Stein dagegen ist hilflos, weil er hart und schwer ist.Seien wir also nicht schwer wie ein Stein, sondern leicht wie ein Vogel! Das wäre eine wunderbare Lebensregel für die Boten Jesu heute, die sich selbst und ihre Aufgabe oft genug viel zu schwer nehmen. Alles wird leichter, wenn wir uns selbst nur nicht so schwer nehmen. Alles wird leicht, wenn wir uns selbst vergessen können. Alles wird leicht, wenn wir versuchen ohne Angst an eine Aufgabe heranzugehen.

Die Botschaft Jesu ist nicht schwer, sondern leicht. Was sie uns schwer werden scheint sind wir selber. Versuchen wir darum, das Schwere loszulassen und selber leicht zu werden. All das, was uns behindert, Jesus zu folgen, vor allem die Angst um uns selbst, können wir im Vertrauen auf ihn getrost loslassen. Wir brauchen die zentnerschweren Gewichte unserer Bindungen und Traditionen, unserer Rücksichten und Absicherungen nicht, um das Lied des Evangeliums zu singen. Je mehr Reisegepäck wir mitschleppen, um so weniger weit kommen wir. Am Ende ist die Belastung womöglich so groß, dass wir völlig unbeweglich werden.


Wie anders dagegen die Vögel, die sich ohne irgendwelchen Ballast mit Leichtigkeit in den Himmel erheben. Sie machen sich keine Sorgen um die Zukunft, sondern leben ihre Bestimmung unbeschwerten Herzens von Augenblick zu Augenblick. Sie haben
keine Angst, nicht gut genug zu sein, sondern singen ihr Lied, so gut sie können. Es ist Erfüllung ihres Daseins, mit ihrem Gesang Freude zu verschenken, mit dem was sie haben.So sollten es auch die Boten des Evangeliums tun. Sie haben der Welt die schönste Botschaft zu bringen, die es gibt. Sie brauchen keine Angst davor zu haben, wie andere sie beurteilen. Es lohnt sich, dieses Lied zu singen für Gute und für Böse und ganz gleich, ob es jemand hören will oder nicht.

Sonntag, 26. Juni 2011

Fronleichnamsprozession von Steffeshausen nach Reuland


Den Symbolen Brot und Wein hat die Kirche einen eigenen Feiertag gewidmet: das Fronleichnamsfest. So wie überall dort, wo der Donnerstag des Fronleichnamsfestes kein gesetzlicher Feiertag ist, zog am gestrigen Sonntag die Fron-
leichnamsprozession von Steffeshausen nach Reuland, unter großer Anteilnahme der Gläubigen.

Schon seit Jahren ist es Brauch geworden, dass die beiden Pfarren keine eigene Prozession haben, sondern sie verbinden sich an diesem Tag zu einer einzigen Glaubensgemeinschaft, die den feiert der die Mitte ihres Glaubens ist, Jesus Christus. Nachfolgend eine Bilderfolge, von Ludwig Wirtzfeld, die einen Teil der Prozession im Foto festhält.




Dieses Fest will uns erinnern, dass bei jeder Messe im Brot und im Wein der in unserer Mitte ist, der sein Leben hingab, weil er die Menschen liebt mit einer Liebe, die sich bis in den Tod schenkt, und den Gott auferweckt und in dem er den Tod für immer überwunden hat.


Wie wir heute Eucharistie zu feiern pflegen, das begann „Am Abend vor seinem Leiden“. Jesus nimmt Brot und Wein und verteilt in diesen Gaben des Lebens, das er in seinem Tod und in seiner Auferstehung für uns hingeben wird. Aber das ist nicht alles. Denn was Jesus vor seinem Leiden getan hat, das tut er auch nach seiner Auferstehung. „Und als mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn.“ So haben es die Emmausjünger erlebt (Lk 24,30f).


Die Kirche weiß seitdem und glaubt seitdem: Die Feier der Eucharistie ist nicht nur eine Erinnerung an die Vergangenheit. Es ist die Feier mit einem Gegenwärtigen - mit Jesus, der von den Toten auferstanden ist. Er teilt in den Gaben von Brot und Wein sein göttliches Leben mit uns. „Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben“. Und dieses ewige Leben verbindet die, die es empfangen, auch untereinander.


Die Eucharistie ist für die Kirche und für jeden Christen lebenswichtig. In ihr schenkt sich Christus für uns als die Kraft des Lebens. Eine Kraft, damit wir selbst wieder geben und schenken können. Dieses Brot verwandelt die Welt, es ist Trost für die Kranken, Wegzehrung der Sterbenden, Hoffnung für die Verzweifelten.


Indem Jesus die heilige Eucharistie einsetzte hat er uns eine Möglichkeit geschaffen ihn mit auf unseren Lebensweg zu nehmen als Stärkung, darum dürfen wir ihn in jeder Eucharistiefeier empfangen. Heute nehmen wir ihn zusätzlich mit in der Monstranz, gehen entlang der Felder und Häuser, dass er sie und uns segne. Er, der von sich gesagt hat: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.