Samstag, 10. September 2011

Gedanken zum 24. Sonntag im Kirchenjahr

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Manchmal hören wir uns sagen: „Mit dem kann ich es einfach nicht“ oder „Die regt mich schon auf, wenn ich sie sehe.“ Gott sei dank gibt es auch die Aussagen : „Die kann ich gut leiden.“ Oder: „Mit dem kann ich gut zusammen arbeiten.“ Es gibt beides in unseren Beziehungen.
 

·      es ist so leicht, andere zu kritisieren. Aber negative Kritik und Rechthaberei wirken wie eine ätzende Säure. Tief brennen sich Verletzungen in die Seele ein. Die Balken der Selbstgerechtigkeit lassen meine Augen mehr und mehr erblinden für die Wirklichkeit um mich herum.

·      Tückisch rumort die Wut alter Verletzungen auf dem Grund meiner Seele, manchmal eine dunkle Glut wie geschmolzene Lava, versteckte Energie, die negativ in mir wütet.

·      Die Angst vor einer Umkehr ist groß. Kann es geschehen, dass durch mein Verzeihen die Wunden langsam heilen und die Seele wieder bewohnbar wird? Welche Kraft hilft mir, dass Zorn und Wut ihre Kraft verlieren?

Die Schrifttexte des heutigen Sonntags gehen auf die Thematik des menschlichen Zusammenlebens ein. Sie verweisen uns auf den Auftrag und die Bereitschaft des Christen zur Versöhnung. Unser Lehrmeister ist Gott, der den Menschen zu allen Zeiten immer wieder entgegen gekommen ist.

Eine unbekannte Erzählerin / ein unbekannter Erzähler schrieb folgende Geschichte zum Thema vergeben:

Mary ist Lehrerin an einer Schule, die etwa zwei Stunden von Akkra, der Hauptstadt von Ghana, entfernt liegt. Im Unterricht verbringt sie viel Zeit damit, ihren jungen Schülern zu helfen, wie man miteinander umgeht, ohne wütend zu werden und drauflos zu schlagen. Dabei betont sie immer den Wert der Vergebung. Ihre Schüler nennen sie deshalb "die Vergebungslehrerin". In der Schule gab es einen zehnjährigen Buben, der eine echte Plage war. Er prügelte sich mit allen Kindern. Er störte, wo er nur konnte. Er benahm sich manchmal wie ein Elefant im Porzellanladen. Er zerstörte viele Dinge, ohne aber jemals die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Eines Tages wurde er auf frischer Tat dabei ertappt, wie er Geld aus der Handtasche der Lehrerin stahl. Der Schulleiter griff hart durch und berief eine Schulversammlung ein. Der Tradition der afrikanischen Schule gemäß, sollte der Bub vor allen anderen mit einem Stecken gezüchtigt werden, während die anderen Schüler zusehen mussten.

Auf diese Weise würde erst ein Exempel statuiert werden. Anschließend würde man ihn der Schule verweisen.

Die gesamte Schülerschaft versammelte sich im Auditorium, wo die Züchtigung stattfinden sollte. Aber als der Bub nach vorne geführt wurde, um seine Bestrafung entgegenzunehmen, stand Mary auf. Gerade als sie rufen wollte: "Verzeiht ihm!", sprangen auch die Schüler um sie herum auf:
"Verzeiht ihm! Verzeiht ihm! Verzeiht ihm!", riefen sie, bis die ganze Versammlung in ihren Ruf einstimmte. Der Bub starrte die anderen Schüler an. Dann brach er zusammen. Er fing an zu schluchzen. Plötzlich hatte sich die Atmosphäre im Saal verändert. Der Bub wurde nicht geschlagen. Er wurde auch nicht der Schule verwiesen. Man verzieh ihm.

Seit jenem Tag war er nie wieder in eine Rauferei verwickelt, hat nichts mehr zerbrochen, nichts gestohlen und den Unterricht nicht mehr gestört.

Anthony de Mello will uns mit folgender Erzählung zum nachdenken anregen und uns zur Vergebung ermutigen:

Der Meister legte eines Tages dar „Du wirst nicht bereit sein gegen das Böse zu kämpfen, solange du nicht das Gute, das es hervorbringt, zu sehen vermagst.“

Die Schüler waren darüber betroffen, ohne dass der Meister das Gesagte zu verdeutlichen suchte.

Am folgenden Tag legte er ihnen ein Gebet vor, das auf ein Stück Packpapier aufgeschrieben und im Konzentrationslager Ravensbrück gefunden worden war:
„Herr, gedenke
nicht nur der Männer und Frauen guten Willens,
sondern auch der böswilligen.
Gedenke nicht nur
all der Leiden, die wir unter ihrem Joch zu erdulden haben.
Gedenke auch der Früchte,
die wir dank dieser Leiden hervorgebracht haben
- unserer Kameradschaft, unserer Treue,
unserer Demut, unsere Tapferkeit und Hochherzigkeit,
der Herzensgröße, die das alles inspirierte.
Und wenn sie dann vor den Richter treten,
lass all diese Früchte, die wir hervorgebracht haben,
ihnen zur Vergeltung und zur Vergebung gereichen.“

Mittwoch, 7. September 2011

"Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag", Maria

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Voll Freude feiern wir heute am 8. September, das Geburtsfest der Jungfrau Maria, aus ihr ist hervorgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Gott.“

Ja, die Kirche feiert den Geburtstag nur von zwei Heiligen, von Maria und von Johannes dem Täufer, ansonsten feiern wir von den Heiligen immer den Todestag. Jesus sagt bei Matthäus: Unter al­len von einer Frau Geborenen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer. Vielleicht deshalb hat die Liturgie Johannes ein eigenes Fest der Geburt zugestanden. Und Maria ist die Mutter des Erlösers. Ihr Leben und ihr Ja-Wort bei der Verkündigung ist die Voraussetzung dafür, dass der Messias geboren werden konnte, deshalb wohl das heutige Fest.


Die vielen Mariengedenktage im Lauf des Kirchenjahres weisen immer wieder auf das Geheimnis der Menschwerdung Gottes hin, darauf, dass er von einer Frau geboren wurde, einer Frau, die sich - wie viele Mütter - freut über ihr Kind und mit ihm leidet.

Gott hat - darauf verweist das heutige Fest - Maria von Anfang an erwählt, mitzuwirken an dem großen Erlösungsgeschehen.

Voll Vertrauen und Glauben lässt diese junge Frau sich ein in den Dialog, den Gott mit ihr beginnt. So wirkt sie aktiv mit am Werden des Reiches Gottes – mit ihr seither ungezählte Frauen und Mütter. Um so mehr befremdet es, dass die Kirche zwar in Maria diese einzigartige Frau verehrt und gefeiert hat, dass aber daraus keine Konsequenzen gezogen wurden, die Position der Frauen aufzuwerten. Im Gegenteil: Verschiedene Aspekte der Person Mariens wurden dazu benutzt, Frauen prinzipiell festzulegen, z. B. auf das Ideal der Mütterlichkeit (und damit Häuslichkeit) oder Jungfräulichkeit. Der Gehorsam Gott gegenüber wurde zum Gehorsam dem Manne gegenüber umgedeutet.

Trotzdem oder gerade deshalb muss die Tatsache, dass Gott einer Frau eine solch herausragende Rolle im Erlosungsgeschehen zugeteilt hat, heute Anlass sein, neu nachzudenken über die Rolle, die Frauen spielen bzw. spielen sollten, nicht zuletzt in der Kirche.

Wir sollten nicht vergesen: Gott hat sowohl Maria als auch Josef in das Geheimnis der Menschwerdung seines Sohnes mit einbezogen. Deshalb sollten wir nicht  irgendwelchen emanzipatorischen Zeitströmungen nachzugehen, sondern die Zeichen der Zeit angemessen im Lichte des Evangeliums und der Handlungsabsicht Gottes zu deuten und uns fragen:  Wie können dann heute Männer und Frauen gleichwertig und in gemeinsamer Verantwortung ihre je eigenen Aufgaben im Volk Gottes gemeinsam neu formulieren und erfüllen?

Dienstag, 6. September 2011

Maria als Meerstern gab hunderten Pilgern Orientierung

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56. Marienfeier „Im Dienste der Königin“ 
als beeindruckendes Eifeler Glaubenszeugnis 
am vergangenen Sonntag, 04.09.2011, in Born


750 Pilger mit Maria als Wegweiser zu Christus. 

 Text und Fotos von Lothar Klinges

"Maria hat nichts an Anziehungskraft verloren. Und das aus gutem Grund: Ist Maria doch für viele Christen ein Meerestern, an dem sich jeder orientieren kann, betonte Pater Jünemann am Sonntagnachmittag  in Born.


 
Rund 750 Menschen nahmen am Sonntag trotz sehr ungünstiger Wetterbedingungen und im Beisein von Bischof Aloys Jousten aus Lüttich an der großen Marienfeier „Im Dienste der Königin“ teil.




„Uns sind heute so viele Wegweiser aufgestellt, und jeder verspricht uns angeblich den Weg zu einem glücklichen Leben. Wie den einen herausfinden, der auch hält, was er verspricht?“, fragte sich Pater Hermann Josef Jünemann, der seit seiner Berufung zum Direktor des Montfortaner-Missionswerkes 2002 jedes Jahr die Marienfeiern „Im Dienste der Königin“ leitet. 


Diesmal weilte er in der Pfarre Born, wo das Marienfest zum 56. Mal gefeiert wurde. Große Freude kam auf, als Bischof Aloys Jousten sich zu den vielen Marienverehrern gesellte, an der Prozession teilnahm und den Schluss-Segen erteilte. 

Noch kein GPS fürs eigene Leben

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Im Zeitalter von GPS und Navigationsgeräten brauche es scheinbar keine Orientierung mehr an Sternen, die höchstens noch romantisch als geheimnisvolle Lichter am nächtlichen Himmel betrachtet oder für Horoskope herangezogen werden. Für das eigene Leben gebe es aber noch kein GPS. Da seien wir weiterhin auf Wegweiser angewiesen, meinte der Festprediger. „Es gibt Irrwege und Holzwege, und so manches Mal fahren wir uns fest oder fahren gar mit Vollgas gegen die Wand.“



Auf dem Lebensweg seien viele Wegweiser zu sehen, die dem Menschen angeblich den Weg zu einem glücklichen Leben versprechen. Als Kinder habe man sich von Vater und Mutter an die Hand führen lassen. Danach hätten wir die Hand loslassen und den eigenen Weg finden müssen. Der Wegweiser für einen Christ sei kein Schild, sondern eine Person: Jesus Christus, der dem Menschen vorangeht, Weg und Ziel kennt und zur Nachfolge einlädt. Mehr noch: „Ich bin der Weg Gottes zu euch, und deshalb kann ich auch zugleich zu eurem Weg zu Gott werden“, erklärte Pater Jünemann. Am Kreuz habe Jesus den Rat gegeben, seine Mutter zu „deinem Meerestern zu machen, zu deinem Polarstern, der dir immer die Richtung weist und dir Orientierung gibt. Sie ist mir nachgegangen bis zur Vollendung, sie weiß den Weg.“

Die Erfahrung so vieler Christen zeige, dass Maria zu einem Stern wurde, der „mit seinem milden, mütterlichen Licht die Menschen so geleitet und geführt hat, dass sie Jesus nie ganz aus den Augen verloren haben“, erläuterte der Montfortaner-Pater am Ende seiner mit viel Aufmerksamkeit verfolgten Ansprache.


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Bereits im Herbst 2010, kurz nach der letzten Marienfeier in Burg-Reuland, liefen die Vorbereitungen in Born an. Mit der praktischen Organisation des Festes waren viele Vereine und Einzelpersonen betraut.


Dem Marienfest am Sonntag gingen Gottesdienste am Freitag und Samstag voraus, die Pater Hermann Josef Jünemann, für den ein solches Fest einmalig im gesamten Einzugsgebiet der Kongregation ist, dazu nutzte, den Christen aufzuzeigen, wie Jesus Christus durch seine Mutter als „Meeresstern“ Orientierung im Leben der Menschen gibt.





Nach dem sakramentalen Segen wurde den vielen Helferinnen und Helfern sowohl für die praktische als auch für die inhaltliche Vorbereitung gedankt. Für die hervorragende und pannenfreie Durchführung zeichnete das Festkomitee verantwortlich, dem wiederum viele fleißige Hände im Hintergrund zur Seite standen. Allein am Sonntag waren über hundert Personen vor und hinter den Kulissen im Dauereinsatz, um die zahlreichen Pilger bestens zu empfangen und zu bewirten. 


 Besonders hervorzuheben ist hier ebenfalls die Feier, die während der Prozession für weniger mobile Menschen auf dem Kirchplatz gehalten wurde. Den Verantwortlichen des Marienfestes war es ein großes Anliegen, den älteren Menschen so die Teilnahme zu erleichtern. Interessant ist dabei zu erwähnen, dass die Organisatoren bewusst auf Wege mit Steigung verzichtet haben, um den vielen älteren Pilgern das Mitgehen zu erleichtern.

Abschließend war in den beiden Dorfsälen Zeit zur Begegnung und Gelegenheit zum Beisammensein und Austausch. Auch hierbei zeigte sich die einladende und gastfreundliche Art der Borner mit einem hervorragenden Organisationstalent.

Die Pfarre Manderfeld freut sich auf 2012

Mit Spannung wird alle Jahre wieder der Entscheid des Förderkreises „Im Dienste der Königin“ erwartet, welcher Pfarre denn nun das Recht und vielleicht mehr noch die Ehre und angenehme Pflicht zufällt, im nachfolgenden Jahr die bedeutende Marienfeier zu organisieren. 

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Gotische Kirche aus der Mitte des 16. Jhdt. mit römischem Turm
in Manderfeld
Nachdem vor zwei Jahren die Pilger ihre Schritte in die Nordeifel nach Mürringen und im vergangenen Jahr nach Burg-Reuland gelenkt haben, wird im kommenden Jahr wieder eine Pfarre im Dekanat Büllingen, nämlich die Pfarrgemeinde St. Lambertus Manderfeld Ausrichterin der Marienfeier sein.

Montag, 5. September 2011

Erzbischof Rowan Williams: „Keiner wusste, was passiert“

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Am kommenden Sonntag jähren sich zum 10. mal die Anschläge vom 11. September in den USA, am eindrücklichsten erinnert durch das Einstürzen der Zwillingstürme des World Trade Center in New York. Einer der Überlebenden des Anschlages ist der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams. Er befand sich in einem Gebäude nur einen Block von den Türmen entfernt zu einer Konferenz über Leben und Heiligkeit, als die Terroristen zuschlugen. In einem Interview berichtete er danach über die Erfahrung dieser Ausnahmesituation:

„Es ist schwierig, davon zu sprechen. Wir waren im Gebäude gefangen, ich glaube dass die meisten von uns erwartet haben, dass wir alle sterben würden. Keiner wusste, was passiert. Der Lärm des zusammenstürzenden ersten Turms war unvergesslich. Niemand wusste, was geschah und wir nahmen an, dass wir da nicht lebend herauskommen würden. Irgendwann konnten wir dann durch das Untergeschoss unseres Gebäudes heraus in diese Wüste der Zerstörung draußen. Es war ein Alptraum.“

Eine Frage, die dem Erzbischof seitdem immer wieder gestellt wird und die auch er sich selbst gestellt hat: Wo war Gott damals?

„Wo er immer ist. Immer in der Mitte von allem. Immer in den Handlungen aus Liebe und Hingabe, die Menschen in Krisensituationen vollbringen. Wenn man erwartet, dass Menschen sich durch Eigensinn und Furch verschließen, habe sie erstaunlicherweise oft die Gnade, sich anderen zuzuwenden und ich sehe Gott genau hier. Wir trafen einen wunderbaren Mann, als wir versuchten, zu entkommen. Der sagte zu uns: Ich glaube, wir sollten beten. Er wusste nicht, dass wir eine Gruppe von Bischöfen und Klerikern und Schwestern waren, er versammelte uns um sich und fing an zu beten. Da war viel Gott. Menschen erwarten auf die Frage „Wo war Gott?“ einen Gott, der einschreitet und alles gut macht oder der macht, dass das alles aufhört. Aber die Art, wie Gott wirkt, ist immer in der Mitte der Dinge und durch Menschen.“

(premier.tv 05.09.2011 ord)

Sonntag, 4. September 2011

Wort Gottes für den Tag - 5. September 2011

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An einem anderen Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten (Lk 6,6-11).

Schon oft habe ich mich darüber geärgert, und vielleicht kennen Sie als Autofahrer auch diese Situation: Es ist nachts um drei Uhr, man steht vielleicht minutenlang an einer roten Ampel. Kein Auto weit und breit, und die Ampel brennt stur rot. Mal Hand auf’s Herz: Es juckt, einfach weiterzufahren. Schließlich ist die Ampel ja für mich da, und ich nicht für die Ampel.

Eine Gesetzes oder Ordnungsübertretung geschieht häufig, wenn das Gesetz oder die Ordnung als Einschränkung oder als Ärgernis angesehen wird. Dann nimmt man sich gelegentlich das „Recht“ einer Übertretung heraus...

Im heutigen Evangelium geht es auch um eine Gesetzesübertretung im strengen Sinn: Jesus heilt am Sabbat einen Kranken und bricht das Verbot, am Sabbat zu heilen. Jesus stellt die Frage: Was ist am Sabbat erlaubt zu tun? Er stellt, indem er den Mann heilt, den Menschen über das Verbot, am Sabbat Kranke zu heilen. Ein Gesetzesbruch? Nein, denn Jesus hat das Heil der Menschen im Blick, das Heil, das eigentlich auch das Sabbatgebot im Blick haben sollte. Und er ist derjenige, der die Autorität besitzt, ein Gebot neu zu definieren.

Wenn wir also wieder nachts an einer roten Ampel stehen bleiben müssen, sollten wir daran denken, dass wir nicht die Autorität haben, weiterzufahren – und wenn wir es dennoch tun, haben wir nicht das Heil und das Leben der anderen Verkehrsteilnehmer im Blick, sondern nur wieder unsere eigene Ungeduld.