Dienstag, 3. Januar 2012

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 4. Januar 2012

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Wie kommt ein Mensch zum Glauben? Wie kommt jemand dazu, sein Leben auf Gott zu bauen? Durch kluge Worte, überzeugende Argumente, erstaunliche Begebenheiten? Auch –Aber die Erfahrung zeigt, dass es meistens persönliche Begegnungen sind, die Anstöße geben sich auf den Glauben einzulassen; Begegnungen mit Menschen, für die Jesus Christus ganz wichtig ist.

Im Evangelium hören wir heute von der Begegnung Jesu mit zwei von den Jüngern des Johannes: Am Tag darauf stand Johannes wieder dort (am Jordan) und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister , wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.

Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus) (Joh 1,35-42). Am Beginn ihrer Beziehung steht keine gelehrte Rede, sind keine Aufnahmeformalitäten zu erledigen, es werden auch keine Bedingungen genannt, eine Eignungsprüfung ist auch nicht vorgesehen. Nein, nichts dergleichen, sondern am Beginn steht eine unkomplizierte Einladung Jesu: Kommt und seht! Kommt zu mir und lernt mich kennen, verbringt Zeit mit mir, hört mir zu und seht, wie ich lebe - teilt das Leben mit mir. Eine persönliche Beziehung entsteht; Freunde nennt Jesus sie später.

Heute trifft seine Einladung uns: Kommt und seht! Wir sind eingeladen von ihm selbst, ihn immer besser kennen zu lernen, unser Leben mit ihm zu verbringen und uns von ihm prägen zu lassen. Aus Begegnung kann Beziehung werden, kann Glaube und Vertrauen wachsen.

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