Mittwoch, 29. Februar 2012

Dem Frühling entgegen


Ein Aufatmen bei den meisten Menschen - endlich werden die Tage länger und wärmer. Die Erde bricht auf, erstes Grün scheint hervor, es drängt uns nach draußen. In allen Gegenden fand in der Vergangenheit das große Winteraustreiben statt, bei uns in der Eifel sind das die Burgfeuer, die am ersten Fastensonntag den Abendhimmel erhellen. In verschiedensten Abwandlungen wird ein Kampf zwischen Winter und Sommer gespielt. Nach langem Hin und Her siegt am Schluss natürlich der Sommer, der Winter wird verjagt, Frühlingsfeste werden gefeiert. Neues Leben beginnt. Erster Bote des Frühlings ist das Schneeglöckchen, das durch den Schnee hervorbricht.

Legende vom Schneeglöckchen

Als Gott sein Schöpfungswerk vollendet hatte, als Gras, Bäume und Blumen in ihren üppigen Farben prangten, da schuf er zuletzt den Schnee. Aber er ließ ihn ohne Farbe. Seine Farbe sollte der Schnee sich selbst aussuchen und von irgendeinem anderen Geschöpf erbitten.

Da ging der Schnee zum Gras, zum Veilchen, zur Rose, zur Sonnenblume und zu zahllosen anderen bunten Gewächsen und bat jeden: „Gib mir etwas von deiner Farbe!“ Aber niemand wollte die Bitte erfüllen. Sie lachten den Schnee obendrein noch aus.

Traurig setzte sich der Schnee an den Weg und klagte: „Wenn mir niemand seine Farbe gibt, werde ich unsichtbar bleiben wie der Wind, den auch niemand sieht. Und ich werde so böse und gehasst sein wie er!“

Der Schnee hatte geglaubt, niemand höre seine Klage. Aber ein kleines, unscheinbares Schneeglöckchen, das neben ihm aus der Erde spross, hatte ihn doch gehört. Es sprach zum Schnee: „Wenn dir mein bescheidenes Mäntelchen gefällt, magst du es gerne nehmen.“

Dankbar nahm es der Schnee an und seither ist er weiß. Das Schneeglöckchen aber ist die einzige Blume, die er in seiner Nähe duldet, alle anderen hasst er und tötet sie mit seiner eisig kalten Berührung.
 
Die Gartenarbeit beginnt

In geschützten Lagen, etwa entlang von Mosel und Rhein, beginnt nach dem langen ‚Winterschlaf’ nun wieder die Garten- und Feldarbeit. Bei uns in der Eifel ist allerdings noch nicht ans Aussäen zu denken. Trotzdem gibt es genug draußen zu tun. Wenn wir ein Stückchen Garten haben, ist es ganz selbstverständlich, dass wir ihn gemeinsam entrümpeln und umgraben um ihn, wenn die Temperaturen weiter ansteigen, besäen und bepflanzen zu können. Im April und besonders im Mai ist es spannend zu beobachten, wie die ersten Keime aus dem Boden kommen und wachsen.


... und das Kirchenjahr?


Die Liturgische Farbe ist im März durchgehend violett, außer am Sonntag Laetare (4. Fastensonntag). Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit („Mittfasten“) und hat einen fröhlicheren, tröstlichen Charakter. Dies wird in der Tradition durch eine abweichende liturgische Farbe der Paramente (Priestergewänder) ausgedrückt: Das Violett der Fastenzeit kann an diesem Tage zu Rosa aufgehellt werden, das österliche Weiß strahlt gewissermaßen schon hindurch. Diese liturgische Farbe gilt auch für den 3. Adventssonntag Gaudete.

19. März: Fest des heiligen Josef

Es ist nicht viel, was wir von der Lebensgeschichte des hl. Josef wissen. Er war
Zimmermann, stammte aus dem Geschlechte Davids und war mit Maria, der späteren Mutter Jesu, verlobt. Die Heilige Schrift nennt ihn gerecht und treu. Er wird einbezogen in das Geheimnis der Menschwerdung Jesu und sorgt als „Nährvater“ für das Kind und den heranwachsenden Jesus.

Die Volksfrömmigkeit hat den heiligen Josef erst verhältnismäßig spät entdeckt. Dann aber - im frühen Mittelalter - breitet sich seine Verehrung schnell aus. Das Zeichen der Lilie, das vor allem auf alten Bildern des heiligen Josef zu sehen ist, geht zurück auf eine Legende: Josef sei durch ein Wunder der Ehemann Marias geworden. Man habe Stäbe für alle unverheirateten Männer aus dem Geschlecht Davids in den Tempel gebracht. Auf diese Weise sollte der von Gott vorherbestimmte Mann für Maria gefunden werden. Nur der Stab Josefs sei zur Lilie erblüht.

Sichtbar wird an dieser wie auch an anderen Legenden, dass Josef ein von Gott Erwählter ist, der sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern bescheiden und unauffällig im Hintergrund des ganzen Christus-Geschehens bleibt.

GOTTESDIENSTORDNUNG
für den Monat März 2012 HIER

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